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Baustellen-Ärger: Kräne sollen nicht mehr auf die Straße

Reinfeld Baustellen-Ärger: Kräne sollen nicht mehr auf die Straße

Reinfelder Bauausschuss trifft Entscheidung zum Projekt Rathauscenter.

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Neben dem alten Rathaus soll an der Bergstraße und der Paul-von-Schoenaich-Straße ein neues Wohnquartier entstehen. Die Stadt plant eine Treppenanlage mit einem Lift (im Bereich hinter dem Straßenschild), um den großen Höhenunterschied zu überbrücken.

Quelle: Fotos: M. Thormählen/ln-Archiv

Reinfeld. Wegen des Ärgers um einen Baukran an einer Baustelle an der Reinfelder Bergstraße wollen die Mitglieder des Bauausschusses eine ähnliche Situation für das Projekt des nur wenige Meter entfernten künftigen Rathauscenters vermeiden. Kräne dürften nach dem jüngsten Beschluss nicht im öffentlichen Bereich aufgestellt werden. Ob diese Entscheidung Bestand haben wird, ist ungeklärt. Nach Ansicht der Stadtverwaltung handelt es sich nicht um eine Aufgabe für politische Gremien, sondern sie gehöre zu den Entscheidungen aus dem Verwaltungsbereich.

Ausschussvorsitzender Lorenz Hartwig (CDU) legte während der jüngsten Sitzung einen Antrag vor, nach dem während der Bauphase des Rathauscenters und der Treppen-Fahrstuhlanlage keine Fest- oder Mobilkräne auf dem öffentlichen oder städtischen Bereich der Bergstraße länger als einen Arbeitstag aufgestellt werden dürften. Baukräne sollten in den möglichen Fahrstuhlschacht beziehungsweise direkt auf dem Baugrundstück oder dem Nachbargrundstück positioniert werden. Dies sei auch in anderen Städten möglich Das Gleiche gelte für die Lagerung von Baumaterial und das Aufstellen von Containern. Sieben Mitglieder von Union, SPD und und Wählerinitiative Reinfeld (WIR) stimmten zu, Ablehnung gab es zwei Mal von den Grünen.

Zuvor hatte es eine teilweise emotionsgeladene Diskussion um das bereits laufende Bauvorhaben an der Bergstraße gegeben. Lorenz Hartwig und Stephan Heinrich (WIR) erneuerten die Forderung, dass der Baustellenverkehr nicht über die Bergstraße, sondern stattdessen über den Parkplatz hinter dem Rathaus laufen solle. Die Verwaltung habe anders entschieden und sich über die Vorstellungen der Kommunalpolitiker hinweggesetzt. Es gebe erhebliche Beeinträchtigungen für Anlieger, auch seien Schäden an den Straßenoberflächen zu erwarten. „Wir wollen den Willen bekunden, dass wir die Situation wie jetzt in der Bergstraße nicht mehr bekommen und Klarheit schaffen“, so Lorenz Hartwig.

Bauamtsleiter Stephan Kruse erklärte, eine Baustellenanbindung über den Parkplatz bedeute eine erhebliche Gefährung für Fußgänger. Bauhofleiter Marian Stickel betonte, beim Ausheben der Baugrube von der Parkplatzseite aus müsste ein Bagger eingesetzt werden, dessen „riesiger Ausleger die Balkone des Nachbarhauses rasieren würde“. Er wies darauf hin, dass beim Aufstellen eines Baukranes auf dem Areal des Rathauscenters vermutlich Ausleger erforderlich seien, die über ein angrenzendes Grundstück führten. Beim Bau der geplanten Treppenanlage, die von der Stadt finanziert wird, müssten zusätzliche Kosten auf jeden Fall von Reinfeld übernommen werden. Aussagen dazu seien kaum möglich. Das Rathauscenter selbst wird von einem privaten Bauherren realisiert.

Stephan Kruse wies auf ein Schreiben des Landes hin, nach dem es sich bei diesem Thema nicht um eine Ausgabe der Selbstverwaltung, sondern um Verwaltungshandeln gehe. Sabine Nauruhn (Grüne) betonte, zunächst müsste es zumindest eine Schätzung für mögliche Mehrkosten beim Bau der Treppenanlage geben, bevor eine Entscheidung zum Aufstellen eines Baukranes getroffen werden könne. Petra Gehrke (SPD) erinnerte daran, dass „wir uns alle für eine Innenstadtverdichtung entschieden haben“. Es gehe jetzt nicht darum, die Interessen Einzelner auf Kosten der anderen zu befriedigen.

Michael Thormählen

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