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Bei Sportabzeichen ist Stormarn spitze

Bad Oldesloe Bei Sportabzeichen ist Stormarn spitze

Auszeichnungen wurden in vergangenen Jahren fast 4000 mal vergeben.

Bad Oldesloe. Sportfunktionär Carl Diem war es, der 1913 das Deutsche Sportabzeichen (DSA) ins Leben rief. Heute wird es deutschlandweit absolviert und findet von Jahr zu Jahr mehr Mitstreiter. In Schleswig-Holstein ist der Kreis Stormarn führend. „Und das durchgehend seit 2009“, erklärte Verena Lemm vom Kreissportverband (KSV) jetzt in den Räumen der Sparkasse Holstein bei der Ehrung der Sportler im Kreis, die den Anforderungen zum 25., 30., 35., 40. und 45. Mal getrotzt hatten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Talkrunde. Den Fragen von Verena Lemm stellten sich dabei KSV-Vorsitzender Adelbert Fritz, Landrat Hennig Görtz und Michael Ringelhann als Vertreter der Sparkasse Holstein. Warum das Sportabzeichen gerade in Stormarn so beliebt ist, wusste Fritz zu beantworten: „Die Bedingungen stimmen einfach, die Plätze und Hallen sind da, zudem gibt es viele Ehrenamtliche, die als Übungsleiter und Prüfer gut ausgebildet sind und sich engagieren.“ Um ihnen die Arbeit weiter zu erleichtern, sei ein neues Verwaltungsprogramm angeschafft worden. „Weil alles so gut funktioniert wie in einer Familie und sich dadurch auch Erfolge zeigen, hat der Sport in der Politik in Stormarn einen sehr hohen Stellenwert“, erklärte Henning Görtz. „Der Sport muss gefördert werden“, sagte auch Michael Ringelhann von der Sparkasse. Neben der Förderung des Sportabzeichens laufe gerade wieder die Trikotaktion für die Jugendteams an, zudem unterstütze die Sparkassenfinanzgruppe das Inklusionsprojekt „Sport für alle“. Begeisterung für den Sport im allgemeinen zeigte das Trio – das Sportabzeichen selbst besitzt aber nur Michael Ringelhann: „Das ist aber schon lange her." Daher überlegen Fritz, Götz und Ringelhann, ob sie sich in diesem Jahr den Bedingungen einmal stellen werden.

2016 haben im Kreis Stormarn 3932 Personen das DSA errungen, das ist im Vergleich zu 2015 (3689) wieder eine Steigerung. Mit 13 langjährigen Teilnehmern wurde im Vergleich zum Vorjahr (25) allerdings nur gut die Hälfte geehrt, dafür waren aber erstmals alle zu Ehrenden in der Sparkasse anwesend. Mit dabei: Anke Lakies. Die 50-jährige erfolgreiche Tri- und Duathletin wurde für ihr 30.

Sportabzeichen geehrt. Meist nach der Saison im Herbst stellt sie sich stets mit Mann Lothar und den Söhnen Marcel und Tobias (beide 23) den Anforderungen. Laufen – sowohl Sprint als auch Ausdauer – ist dabei natürlich ihre Paradedisziplin. „Die Wurf- und Stoß-Disziplinen sind dagegen eher nicht so mein Ding“, gab die Oldesloerin zu.

Zum 45. Mal errang Helga Poppe von Grün-Weiß Neritz das Abzeichen. Die 78-Jährige hat sich mit 18 Jahren erstmals den Anforderungen gestellt. „Damals gab es noch fünf Kategorien und man konnte sogar Schießen“, erinnerte sich die 78-Jährige, die über viele Jahre das Kinderturnen in Bargteheide geleitet hat. Auch Turnen, Handball und Volleyball hat Poppe mal gespielt, heute steht sie dem Seniorensport in Neritz vor. An der Ehrung in Kiel konnte sie nicht teilnehmen, daher fand sie den Weg zur Ehrung in die Sparkassenräumlichkeiten der Kreisstadt. „Hier ist ja auch alles viel familiärer“, sagte sie. Ihre Lieblingsdisziplin beim Sportabzeichen ist das Seilspringen, die Ausdauerkategorie deckte Poppe über zwei Stunden Wandern ab: „Das ist ganz schön anstrengend", gab Poppe.

Weitermachen will sie, nächstes Ziel ist das Erreichen der 50er Marke.

Als „Sportlichste Familie“ wurde nach 2013 und 2014 erneut die Familie Kaßner/Lesco von der VSG Stapelfeld mit Oma Doris, (74), Tochter Susanne, Schwiegersohn Matthias, sowie den Enkeln Kilian (15), Frederike (12) und Johanna (9) ausgezeichnet. „2015 waren wir alle beruflich stark eingespannt“, erklärte Susanne Kaßner das Fehlen im vergangenen Jahr. 2017 klappte es wieder, dass zumindest ein Teil der Familie das Sportabzeichen erringen konnte. „Schön wäre es, wenn wir 2018 mit unserer kompletten Familie, also mit 15 Personen, hier sind“, nannte Mutter Susanne ein Ziel. Dazu muss sie ihre drei Schwager und deren Familien motivieren.

Erstmals wurden zu der Ehrung auch die Vereinsvorsitzenden mit eingeladen. „Dadurch gewinnt das Sportabzeichen noch mehr an Wert“, betonte Adelbert Fritz.

Sandra Freundt

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