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Beim Reinfelder Claudius-Mahl in die Töpfe geschaut

Reinfeld Beim Reinfelder Claudius-Mahl in die Töpfe geschaut

Ulrike Fischer und ihr Team haben dieses Mal Senfeier mit einer leckeren Sauce auf dem Speiseplan. „Das schmeckt uns auch selbst sehr gut“, sagen die ehrenamtlichen Helferinnen. Sie bereiten das beliebte Claudius-Mahl der evangelischen Kirchengemeinde in Reinfeld zu. Die Kirchengemeinde bewirtet jeden Mittwoch bis zu 90 Gäste.

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Zubereitung der Senfeier: (v. r.) Magda Schirrmacher, Helga Petri, Ursula Graf, Ursula Meya, Röschen Liese und Sieglinde Eden.

Quelle: Fotos: M. Thormählen

Reinfeld. Pastor Bernd Berger hat diese Aktion initiiert. Im Dezember 2008 wurde erstmals im Saal des Gemeindehauses aufgetischt. Seitdem ist diese Mahlzeit zu einer ständigen Einrichtung geworden. Nur während der Ferien wird eine Pause eingelegt – ansonsten stehen jeweils mittwochs wechselnde Speisen auf dem Plan. Und die erfreuen sich einer hohen Wertschätzung: Zwischen 60 und 90 Kinder und Erwachsene sitzen regelmäßig, auch morgen wieder, an den jahreszeitlich gedeckten Tischen. Die Besucher genießen die gemütliche Atmosphäre und werden auch an ihren Plätzen bedient.

LN-Bild

Die Kirchengemeinde bewirtet jeden Mittwoch bis zu 90 Gäste.

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„Das Claudius-Mahl ist zu einem Markenzeichen unserer Kirchengemeinde geworden“, betont Pastor Berger. Es geht darum, „Brot und Gemeinschaft zu teilen, um über das Essen ins Gespräch zu kommen“. Und das funktioniert offensichtlich sehr gut. Bernd Berger weist darauf hin, dass Eltern mit ihren Kindern kommen, Senioren und auch psychisch Kranke: „Jeder kann kommen – das geht auch ohne eine Anmeldung. Es geht darum, satt zu werden an Leib und Seele. Und dabei sind auch neue Freundschaften entstanden.“ Erfreulicherweise kommen viele Gäste regelmäßig zu den Essen.

Finanzielle Aspekte spielen eine untergeordnete Rolle. Einen festen Preis gibt es nämlich nicht. „Jeder kann geben, was er möchte“, erläutert der Pastor. Und so kommen dank der Spenden auch unterschiedliche Summen zusammen. Für die evangelische Kirchengemeinde reicht es allerdings, um den Wareneinsatz zu finanzieren. Denn schließlich müssen die Lebensmittel ja auch bezahlt werden.

Ehrenamtlich kochen die Mitglieder der unterschiedlichen fünf Teams, die sich bei der Zubereitung abwechseln. Beliebt ist nach den bisherigen Erfahrungen vor allem schmackhafte Hausmannskost, die je nach der Jahreszeit etwas variieren kann. Mit vegetarischen Angeboten wurden nicht so gute Erfahrungen beim Claudius-Mahl gemacht.

Ulrike Fischer bereitet mit ihren Helferinnen ein leckeres Menü zu. Neben den Senfeiern gibt es noch einen Salat sowie zum Dessert einen Griesbrei. Und wer möchte, dem wird auch noch eine Tasse Kaffee gereicht. „Wir werden eigentlich immer für unser Essen gelobt“, sagt Ulrike Fischer. Da ist es kein Wunder, dass oft noch ein Nachschlag auf den Teller kommt. „Wir haben aber immer genug anzubieten. Hungrig ist noch niemand aufgestanden“, meint Magda Schirrmacher. Sie ist seit dem ersten Claudius-Mahl dabei.

Die Köche legen großen Wert auf frische Zutaten, die meistens auch aus der Region stammen. Dankenswerterweise wird die Aktion auch durch Lebensmittel-Spenden unterstützt. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass es manches Mal in der Küche des Gemeindehauses etwas beengt zugeht. Dennoch werden immer wieder schmackhafte Gerichte gezaubert, für die es viel Dankbarkeit gibt: „Und weil es so lecker ist, essen wir auch selbst mit“, meint Ulrike Fischer.

Arbeit in der Küche

5 Teams bereiten im Wechsel das Claudius-Mahl zu. Im Durchschnitt gehören acht Ehrenamtler zu jeder Küchenmannschaft. Am Herd hat sich eine Geschlechtertrennung ergeben: Vier Teams gehören nur Frauen an, einem nur Männer. Die Teams verständigen sich über die Speisepläne, damit es für die Teilnehmer genügend Abwechslung gibt.

Das Mahl wird mittwochs zwischen 12 und 14 im Gemeindehaus an der Matthias-Claudius-Straße 8 serviert.

 Michael Thormählen

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