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Stormarn Kreis plant Erweiterung der Berufsschule
Lokales Stormarn Kreis plant Erweiterung der Berufsschule
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13:59 27.09.2018
Die Berufliche Schule am Oldesloer Schanzenbarg soll erweitert werden. Quelle: M. Thormählen
Bad Oldesloe

Der Kreis Stormarn will die Situation an seinen Beruflichen Schulen deutlich verbessern. Insgesamt sollen fast 7,4 Millionen Euro für den Bau neuer Räume in Bad Oldesloe ausgegeben werden. Außerdem wird geprüft, ob es neben den beiden Standorten in der Kreisstadt und in Ahrensburg möglicherweise noch einen weiteren für eine Berufsschule geben kann.

Grünes Licht für das aktuelle Vorhaben gab es während einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Schulausschusses. Die Mitglieder beider Gremien votierten einstimmig für die Erweiterung der Berufsschule am Oldesloer Schanzenbarg. Nach den Planungen geht es um eine Fläche von 270 Quadratmetern, um Klassenräume, Büroflächen sowie ein Multifunktionszentrum zu schaffen. Darüber hinaus stimmten die Ausschussmitglieder für weitere Räume – es geht noch einmal um rund 240 Quadratmeter. Damit sollen später drei bis vier neue Klassenzimmer für einen differenzierten Unterricht zur Verfügung stehen.

Neubau und Erweiterung mit einer Gesamtfläche von mehr als 500 Quadratmetern werden mit Ausgaben von fast 7,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Mitglieder im Bauausschuss gaben grünes Licht, damit diese Summe im kommenden Jahr im neuen Kreishaushalt berücksichtigt werden kann. Bisher ging es um 5,1 Millionen für das Vorhaben, jetzt wurden 2,25 Millionen Euro draufgesattelt. Während der gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse im Oldesloer Kreishaus wurden erste Details für das Vorhaben bekannt. So sind Anbauten sowie eine Umgestaltung im bestehenden Verwaltungstrakt vorgesehen. Der Bau-Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung, Klaus Kucinski, wies darauf hin, dass der erste und zweite Bauabschnitt mit der Schule abgestimmt worden sei. Dank der Entscheidung der Ausschussmitglieder könnte die notwendige Ausschreibung für das Projekt schnell beginnen.

Mit dem zeitlichen Ablauf hatte es offensichtlich innerhalb der Fraktionen Probleme gegeben. Friedrich-Eugen Bukow (SPD) erklärte, seine Partei habe das Vorhaben intern auch kontrovers beraten. Es habe keine Probleme wegen des Bedarfs an neuen Räumen oder der Kosten gegeben. Allerdings sei der Raumbedarf erst im vergangenen Jahr angemeldet worden. Kritik äußerte auch CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Wagner, weil die Vorstellungen der Berufsschule sehr schnell realisiert werden sollten: „Das war aber das letzte Mal. Jetzt darf nichts mehr kommen.“

Einstimmig angenommen wurde von den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses ein Antrag der SPD, um möglicherweise nach einem dritten Standort für eine Berufliche Schule in Stormarn zu suchen. Die Grünen hatten einen vergleichbaren Vorschlag unterbreitet. Nach Ansicht der SPD sind die Erweiterungsmöglichkeiten der beiden Berufsschulen in Bad Oldesloe und Ahrensburg nahezu erschöpft. Darüber hinaus sei das bislang praktizierte Verfahren einer Salamitaktik mit ständigen Erweiterungen weder wirtschaftlich noch einer guten beruflichen Bildung förderlich. Es sollte daher geprüft werden, ob eine dritte Schule sinnvoll sei. Auch die Schulwege – insbesondere aus dem Südkreis – sowie eine zweckmäßige Aufteilung der Ausbildungsgänge auf die dann drei Schulen müssten berücksichtigt werden, hieß es weiter.

Landrat Dr. Henning Görtz warnte vor einem möglichen dritten Schulstandort – immerhin sei bei der Entscheidung zugunsten des aktuellen Vorhabens deutlich geworden, „dass jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht ist“. Auch durch eine weitere Berufsschule könne nicht garantiert werden, dass der Unterricht für alle Ausbildungsberufe stets innerhalb des Kreises angeboten werde. Ausschussvorsitzende Kirstin Krochmann betonte, es gehe zunächst nur um einen Prüfauftrag für die Verwaltung. Wie mit den Ergebnissen später verfahren werde, müsse erneut beraten und entschieden werden.

Über einen Antrag des Kreissportverbandes, der einen Zuschuss für sein Projekt „Sport für alle – Stormarner Vereine leben inklusiven Sport“ haben möchte, ist noch nicht entschieden worden. Dem Kreissportverband fehlen zurzeit noch 40 000 Euro. Mit diesem Geld soll in erster Linie die Tätigkeit eines Sportlehrers finanziert werden. Die Höhe des Fehlbetrages könnte allerdings verringert werden, wenn die Stiftung Aktion Mensch das Projekt in Stormarn fördert. Während ihrer jüngsten Sitzung votierten die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses des Kreises noch nicht für den vorliegenden Antrag. Er soll zunächst in den Fraktionen intern diskutiert werden, anschließend stehen die Haushaltsberatungen für 2019 auf der Agenda. Ausschussvorsitzende Kirstin Krochmann signalisierte, dass der Antrag durchaus auf Zustimmung stoße.

M. Thormählen

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