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Stormarn Beschwerden über Fluglärm nehmen zu
Lokales Stormarn Beschwerden über Fluglärm nehmen zu
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20:22 04.03.2015

Noch nie gab es so viele Beschwerden über den Fluglärm rund um Hamburg wie im Jahr 2014. Das teilte die Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer/Ahrensburg für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) gestern mit.

Die Initiative hat das zum Anlass genommen, eine Fluglärmschutzaktionsplanung 2015 zu entwickeln. Darin fordert sie mehr aktiven Lärmschutz wie den Einsatz leiserer Flugzeuge, optimierte Flugwege, die Siedlungsschwerpunkte umfliegen, lärmreduziertes Fliegen durch weniger Schub und geringere Geschwindigkeit bei An- und Abflügen, aber auch die strikte Einhaltung eines echten Nachtflugverbotes in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr.

Mehr als 6500 Mal starteten oder landeten Flugzeuge im Jahr 2014 zwischen 22 und 6 Uhr, also in der Zeit des Nachtflugverbotes — so viele wie nie zuvor in den vergangenen sechs Jahren. Deshalb fordert die Initiative, die Nachtflüge drastisch einzuschränken. Die letzte Umweltverträglichkeitsprüfung zum Flughafen in Hamburg habe es 1997 gegeben. Hier möchte die BAW eine aktuelle Prüfung sowie die Festlegung neuer Lärmschutzzonen.

Für den Landeanflug auf Fuhlsbüttel aus Nordosten, also über Stormarn, fordert die BAW, dass die Piloten dicht bewohnte Gegenden umfliegen müssen — vor allem Ahrensburg und Bargteheide aber auch Großhansdorf, Delingsdorf und Elmenhorst. Weil es im Kreis Stormarn noch relativ dünn besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Gebiete gebe, sollten verbindliche Anflugkorridore — nach dem Gebot des Minimum Noise Routing — festgelegt und dauerhaft genutzt werden.

ba

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