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Stormarn Betrüger erbeuteten tausende Euro mit Telefon-Schock
Lokales Stormarn Betrüger erbeuteten tausende Euro mit Telefon-Schock
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09:10 10.05.2012
Ahrensburg

Böses Spiel in Ahrensburg: Am frühen Nachmittag erhielt eine 74-jährige Frau aus dem Syltring einen Anruf, von einem Mann, der sich als ihr Sohn ausgab. Dieser erklärte nur kurz, dass etwas passiert sei und übergab den Hörer an einen angeblichen Rechtsanwalt, der behauptete, der Sohn der Rentnerin sei auf einer Treppe gestolpert und auf ein 8-jähriges Mädchen gefallen.

Das Mädchen habe sich Kopfverletzungen zugezogen - eine Operation sei sofort notwendig und würde 30 000 Euro kosten, die Polizei würde dann nichts von dem Vorfall erfahren. Anrufer und Rechtsanwalt unterhielten sich in russischer Sprache mit der aus Osteuropa stammenden Frau.

Nach dem Schock erklärte die Rentnerin, dass sie soviel Geld gar nicht besitze - 2000 Euro habe sie nur im Haus. Der angebliche Rechtsanwalt sagte ihr dann, sein Bruder werde die Summe von ihr abholen. Die 74-Jährige übergab dem 25-30 Jahre alte „Bruder“ das Geld an der Haustür und wurde dabei ständig am Telefon von dem Rechtsanwalt „festgehalten“. Am Abend rief die Rentnerin dann ihren Sohn auf dem Handy an - er wusste nichts von dem vermeintlichem Unfall. Die Enkeltochter meldete den Vorfall daraufhin der Polizei.

Anschließend hatten die Schock-Betrüger gleich mit einem weiteren Fall Erfolg: Gegen 15.30 Uhr erbeutete der angebliche Rechtsanwalt mit der gleichen Geschichte mehrere tausend Euro von einer 52-Jährigen. Die ebenfalls aus Osteuropa stammende Frau wurde zwar misstrauisch - daraufhin drohte der „Rechtsanwalt“ aber damit, ihrem Sohn etwas anzutun. Auch hier schickte er den „Bruder“ vorbei um das Geld ab zu holen und hielt die Frau währenddessen am Telefon fest. Die 52-Jährige ging abends zur Polizei. Der Sohn wusste nichts von dem angeblichen Unfall.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Betruges und der Erpressung und bittet dringend darum, sich bei derartigen Anrufen sofort bei den Beamten zu melden. „Geben sie am Telefon keine persönlichen Daten heraus, lassen Sie bitte keine fremden Personen in ihr Haus und händigen Sie an diese auf keinen Fall Bargeld aus!“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Darin gaben die Beamten auch eine Beschreibung des „Bruders“ heraus:

- ca. 25- 30 Jahre alt

- ca. 1,80 Meter groß

- hellblonde, kurze (nicht rasierte) Haare

- helle Augen

- sonnengebräunte Haut, längliches Gesicht

- normale Figur

- hellblaue Jeans, langärmeliger Pullover, Sportschuhe

- redete in deutscher Sprache mit einem polnischen Akzent

Weitere hilfreiche Tipps und Hinweise zu „Gefahren an der Haustür“ können Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de oder von der Präventionsstelle der Ratzeburger Polizei unter 04541/ 809- 0 erhalten.

LN

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