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Stormarn Bewaffneter Überfall auf Tabakladen
Lokales Stormarn Bewaffneter Überfall auf Tabakladen
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20:19 27.01.2016

Schrecken in der Abendstunde: Zwei bewaffnete Männer haben am Dienstag gegen 18 Uhr den Tabakladen in der Oldesloer Bahnhofstraße überfallen. Sie konnten mit der Beute ungehindert fliehen. Die Fahndung verlief bislang erfolglos. Doch gab es Hinweise, dass die Täter durch den Bleichergang davon gerannt sein könnten.

Die 63-jährige Verkäuferin erlitt nach Angaben der Polizei einen Schock und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie Ladeninhaberin Sylvia Freyher berichtet, wollte ihre Angestellte gerade die Tür abschließen, als die beiden jungen Männer den Laden betraten. „Sie müssen den Zeitpunkt genau abgepasst haben, dass kein Kunde hier war“, sagt sie. In einem hell erleuchteten Laden sei man abends klar im Nachteil. Man sitze selbst auf dem Präsentierteller, während die Täter alles gut beobachten könnten. Der ganze Überfall habe nur knapp eine Minute gedauert. Einer der Männer habe gleich eine Pistole gezogen und die Angestellte bedroht. Ihr sei nichts anderes übrig geblieben, als den Forderungen der Räuber sofort nachzukommen.

Die beiden Männer sollen zwischen 17 und 20 Jahre alt sein und Kapuzenshirts getragen haben. „Es waren Deutsche, keine Ausländer, wie manche jetzt vielleicht denken werden. Das wollte ich noch einmal ganz klar sagen“, betonte Sylvia Freyher.

In der näheren Umgebung des Geschäfts hat am Dienstagabend offenbar niemand von dem Überfall Notiz genommen. „Irgendwann nach 18 Uhr wimmelte es plötzlich so von Blaulicht in der Straße“, erzählte gestern Martin Salamon von Rocky‘s Fitness Store gegenüber. Später sei noch ein Polizeihubschrauber über Bad Oldesloe gekreist.

Salamon selbst hat auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Zwar wurde er in seinem Laden noch nicht überfallen, doch hat es im Dezember einen Einbruchsversuch bei ihm gegeben. „Die Täter hatten versucht, die Tür aufzuhebeln. Wenn es stärkere Erschütterungen gibt, geht aber sofort ein stärkerer Alarm los. Da sind sie wohl geflohen“, erzählt der Händler. Den Schaden von 300 Euro habe zum Glück der Vermieter übernommen. In einen Handyladen auf der Hude sei übrigens auch schon eingebrochen worden. Dort hätten sich die Täter Zugang durch die Schiebetüren verschafft.

Sein Leid klagt auch Khidir Bader vom Dönerladen nebenan. Ganze dreimal drangen Unbekannte des Nachts in seinen Imbiss ein — mal durch Toiletten- oder Küchenfenster, vor vier Monaten erst durch die Eingangstür. Die Täter ließen die Kasse mitgehen. Jedes Mal musste der Imbissbetreiber die Schäden reparieren lassen. Um Spuren sicherzustellen nahm die Polizei all seine Messer mit. „Heute habe ich sie zurückbekommen“, sagt Bader sichtlich resigniert.

Wie bereits berichtet, gab es zudem schon viele Einbrüche ins Bella-Donna-Haus, sechs allein im Vorjahr. Jedes Mal türmten die Täter mit wenig Bargeld, hinterließen aber Schäden in großem Umfang.

„Es ist sehr traurig, wie sich hier alles entwickelt. Vor zwei, drei Jahren war es noch ruhig“, sagt Salamon. Er selbst setze seine Ware meist im Internet um. Dienstleister wie der Imbissbetreiber müssten mit einem Laden präsent sein. „Ich hoffe, dass die Täter endlich geschnappt werden“, spricht der Geschäftsmann aus, was in der Bahnhofstraße zurzeit viele denken.

Dorothea von Dahlen

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