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Stormarn Bewegung trainiert auch das Köpfchen
Lokales Stormarn Bewegung trainiert auch das Köpfchen
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20:53 14.06.2017
Über wackelige Seile wandern schult Balance und Koordination des Körpers ungemein.

Verschwitzt und mit leuchtenden Augen rannte Moritz auf Janne Meßer (18) zu. „Das mach’ ich gleich nochmal“, rief der 7-Jährige und zeigte der Betreuerin sein Punkteheftchen vor. Die Schiffsschaukel hatte er offensichtlich schon zig Mal ausprobiert, denn in Zeile 3 blieb kaum noch Platz für einen neuen Stempelabdruck. Aber das war ohnehin nur Nebensache.

Abiturklasse des Berufsgymnasiums klügelte Sportprogramm für Schule am Masurenweg aus.

Insgesamt elf verschiedene Stationen durften die Mädchen und Jungen der Oldesloer Schule am Masurenweg (SaM) gestern nach Lust und Laune in den beiden Turnhallen absolvieren. Auf dem Parcours gab es sogar Kombinationen verschiedener Sportgeräte, so dass die Kinder dort nicht nur Klettern, sondern auch Springen und Balancieren üben konnten. Lauter fröhliche Gesichter zeugten davon, dass die Aktion „Sport macht schlau“ nicht nur bei Moritz großen Anklang fand. „Ich fand das bunte Schwungtuch ganz toll und dass wir zum Schluss alle drunterkriechen durften“, erzählte Kira (8) aufgeregt.

Und ihre gleichaltrige Freundin Jana berichtete stolz, dass die Mutprobe klasse war, „weil man da auf einem Trampolin springen konnte.“

Über vier Stunden hinweg – gewissermaßen im Schichtsystem – probierten die 200 Grundschüler das Sportprogramm aus, das Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums aus der Kreisberufsschule Bad Oldesloe eigens für sie entwickelt hatten – ein Gewinn für beide Seiten übrigens. „Für uns zählt das Projekt als Ersatzleistung für eine Klausur“, sagte Janne Meßer. Sie hat sich wie die anderen am Sportprojekt beteiligten Gymnasiasten des 13. Jahrgangs auf das Profil Gesundheit spezialisiert. Alle Stationen haben die jungen Leute sorgsam nach fachlich-wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgebaut, sodass die Kinder verschiedene Aspekte wie Balance-Halten, Ausdauer und Koordination üben konnten. Unterstützt wurden sie von SaM-Lehrerin Uta Düstersiek.

„Wir haben alles genau erforscht. Der Hintergrund ist, dass Sport eine ganze Reihe von Vorteilen aufweist: Körperliche Betätigung macht den Kopf frei, die Sauerstoffversorgung verbessert sich genauso wie die Verknüpfung der Synapsen im Gehirn. Insofern macht Sport tatsächlich schlau“, erklärte Meßer. Hinzukomme, dass das Programm nicht auf Leistung basiere. Wichtig sei, dass die Kinder Spaß an der Sache haben und ermuntert werden, von sich aus aktiv und auch mutiger zu werden. Einige Stationen wie das Schubkarrefahren stärkten gar die Teamfähigkeit der Mädchen und Jungen.

Janne Meßer, selbst eine versierte Reiterin, will nach dem Abitur ein Jahr nach Island gehen und als Trainerin in einem Zuchtgestüt arbeiten. „Später werde ich vielleicht Tiermedizin studieren“, sagte sie. Schon am Berufsgymnasium werde intensiv medizinisches Wissen vermittelt, wie in den ersten Semestern im Studium an der Universität.

Dorothea von Dahlen

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