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Stormarn Bibliotheksgebühren werden nicht erhöht
Lokales Stormarn Bibliotheksgebühren werden nicht erhöht
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10:27 17.12.2015

Sollen die Benutzungsgebühren für die Stadtbibliothek erhöht werden? Darüber diskutierten diese Woche die Stadtverordneten in Bad Oldesloe. Im Gespräch waren zwei Modelle: eine Erhöhung um 20 Prozent, womit die Jahresgebühr künftig von 15 auf 18 Euro und die Vierteljahresgebühr von fünf auf sechs Euro ansteigen würde. Oder eine Erhöhung der Jahresgebühr um 33,3 Prozent auf 20 Euro und der Vierteljahresgebühr um 40 Prozent auf sieben Euro.

„Bildung sollte möglichst kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Ich halte eine Erhöhung der Gebühren deshalb nicht für sinnvoll. Es gibt viele Menschen, die knapp über Hartz IV liegen“, sagte Wilfried Janson von den Grünen. Auch die Linke schloss sich dieser Meinung an. „Bildung sollte keine Sache des Geldbeutels sein. Die Studiengebühren haben auch nichts gebracht, sondern nur Schaden angerichtet“, bemerkte Hendrik Holtz. Die Linke wolle deshalb für eine Abschaffung der Gebühren eintreten und nicht für eine Erhöhung. Gudrun Möllnitz (CDU) sah den Sachverhalt ganz anders. „Alle Jahre wieder diskutieren wir über die Erhöhung der Bibliotheksgebühren. Die Bücherei hat sich in ihrem Angebot deutlich weiter entwickelt — es gibt Hörbücher, CDs, Konsolenspiele und Medienboxen.

Deshalb ist es nur folgerichtig, dass wir die Gebühren erhöhen.“ Die CDU-Vertreterin wies zudem darauf hin, dass es sich lediglich um eine Erhöhung von 25 Cent pro Monat handele. „Es gibt eine ganze Reihe von Personen, die es sich durchaus leisten können, eine Erhöhung mitzutragen.“ Die CDU plädierte deshalb für die Anhebung auf 18 Euro jährlich beziehungsweise sechs Euro vierteljährlich.

„Nur ein Bruchteil der Leser nutzt das elektronische Angebot. Deswegen die Gebühren für alle zu erhöhen, ist für einen Bildungsauftrag nicht angebracht“, befand Hajo Krage (SPD). Seine Partei bleibe bei ihrer Argumentation vom vergangenen Jahr: „Eine Erhöhung um 20 Prozent ist nicht moderat.“ Mit 14 Nein- zu elf Ja-Stimmen wurde der Antrag zur Änderung der Benutzungs- und Gebührensatzung abgelehnt.

Mehrheitlich angenommen wurde die Satzungsänderung hinsichtlich der Ermäßigungsmöglichkeiten. Von der Jahresgebühr befreit sind ab 1. Januar 2016 Schüler, Studenten, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende oder Teilnehmer an Jugendfreiwilligendiensten und Leistungsempfänger nach dem Sozialgesetzbuch II, III und XII sowie dem Asylbewerberleistungsgesetz.

bma

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