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Stormarn Bildung aus dem Reagenzglas
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11:08 08.12.2015
Frauke Reich und Stefan Hagendorf koordinieren die Experimente für den Nawigator-Tag.

Das Kopernikus-Gymnasium Bargteheide (KGB) hat es geschafft: Seit zwei Jahren gehört es zum sogenannten MINT-EC- Netzwerk dazu, endgültig besiegelt wurde die Aufnahme jetzt durch die Ausrichtung des ersten „Nawigator“-Wettbewerbs an der Schule. Damit gehören mit Trittau und Bargteheide jetzt zwei Gymnasien im Kreis dem nationalen Netzwerk an.

MINT-EC ist ein nationales Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Die Schule, die dazu gehören will, muss sich für die Aufnahme von einer unabhängigen Jury mit ihrem naturwissenschaftlichen Unterrichtsangebot prüfen lassen.

„Alle Nawigator-Schulen führen deutschlandweit einen Wettbewerbstag durch“, erläutern Frauke Reich und Stefan Hagendorf, die die Veranstaltung zusammen mit zwei weiteren Lehrkräften koordinieren.

„Zum einen soll damit die Freude an Wettbewerben geweckt werden, zum anderen bieten wir damit begabten Schülern ein besonderes Förderprojekt an.“ Wichtig ist den Pädagogen, dass dabei Schüler aus höheren Klassen die Sechstklässler unterstützen. „Ein Team von Lehrern und älteren Schülern bereitet den Tag seit einem Jahr vor“, so Frauke Reich. „Der Wettbewerb richtet sich an Sechstklässler, betreut werden sie von Schülern aus der neunten Klasse und von Oberstufenschülern.“ Das sei ein Konzept, das in allen Bereichen der Schule angeboten werde.

Sieben Experimente und ein Quiz galt es zu bewältigen, und überall beugten sich Schüler wissbegierig über Reagenzgläser und Erlenmeyerkolben. „Das hier ist das Paprika-Rennen“, zeigt Frauke Reich auf eine Lösung mit Paprikapulver. Erfahrbar gemacht wird die Methode der Chromatographie, bei der das Gewürzpulver auf einem Papier in eine Lösungsflüssigkeit gehalten wird, so dass es sich in seine Bestandteile trennt. Andere arbeiten am Lotus-Effekt, bei dem Wasser von einer Oberfläche abperlt und alle Schmutzpartikel mitnimmt. „Hier bieten wir zusätzliche Anreize für naturwissenschaftlich interessierte Schüler“, so die Pädagogen.

Blickt man über den Tellerrand, kommt ein bundesweiter Fachaustausch dazu, der die Mitgliedschaft im Netzwerk attraktiv macht. „Über MINT-EC kann man beispielsweise Unterrichtskonzepte teilen und sich im Netzwerk untereinander austauschen“, erläutert Hagendorf. MINT-EC stelle ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitung zur Verfügung. „Auf diese Weise bekommt man immer wieder neue Anregungen zum Austausch.“ Auch Netzwerkschulen werden besucht, in Bargteheide waren Pädagogen aus Bremerhaven dabei.

„Es gibt außerdem zusätzliche Workshops, die die Schüler besuchen können, um beispielsweise Roboter zu bauen.“ So könne man Schülern viele Angebote machen.

247 Schulen machen mit
Das Netzwerk MINT-EC mit derzeit 247 zertifizierten Schulen mit rund 270 000 Schülern sowie 21000 Lehrkräften wurde vor 15 Jahren gegründet und steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Geeignete Schulen können sich für das jährliche Aufnahmeverfahren des MINT-EC- Netzwerks bewerben. Eine unabhängige Fachjury bewertet dabei das MINT-Schulprofil sowie Qualität und Quantität der MINT-Angebote der Schulen.

Bettina Albrod

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