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Stormarn Birte Kruse-Gobrecht: Es ist Zeit für Veränderungen
Lokales Stormarn Birte Kruse-Gobrecht: Es ist Zeit für Veränderungen
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18:12 27.06.2016
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Bargteheide

Das ist deutlich und nach der Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe ist erneut ein parteiloser Kandidat Sieger geworden: Mit einem überragenden Wahlergebnis hat Stormarns Gleichstellungsbeauftragte Birte Kruse-Gobrecht (47) die Bürgermeisterwahl in Bargteheide gewonnen. Auf sie entfielen 63,4 Prozent der Stimmen, CDU-Kandidat Sven Noetzel erhielt 36,6 Prozent.

Ihr normal niedriger Blutdruck war vor Aufregung ziemlich hoch, als Birte Kruse-Gobrecht zusammen mit Sohn Karl (11) und Lebensgefährte Bernd Gundlach (47) im Rathaussaal erschien, um gemeinsam mit Weggefährten auf die Auszählung der Wählerstimmen zu warten. Lange zittern musste die erste Frau im Chefsessel von Bargteheide nicht, denn schon die Auszählung des ersten Stimmbezirks war eindeutig:

69,1 Prozent holte sie im Wahllokal Albert-Schweitzer-Schule 1. Die anderen Stimmbezirke wichen nicht wesentlich von der ersten Marke ab, bis sich das Ergebnis nach der Auszählung des 14. Bezirks auf 63,4 Prozent festgesetzt hatte. Damit hatten ihr fast doppelt so viele Bargteheider das Vertrauen geschenkt wie ihrem Mitbewerber Sven Noetzel.

„Ich bin von dem Ergebnis und der Klarheit beeindruckt. Es zeigt, dass Zeit für Veränderungen ist“, sagte die neu gewählte Bürgermeisterin im Ratssaal und dankte allen, die sie unterstützt hatten.

Die vielen positiven Rückmeldungen während des Wahlkampfs hätten sie bereits auf einen Sieg hoffen lassen: „Ein gefühltes und tatsächliches Ergebnis sind aber immer Zweierlei.“

Mit vielen Gratulanten feierte sie anschließend in der Coffee- Lounge unter dem Rathaussaal. Als erste Handlung danach will sie das Gespräch mit Landrat Dr. Henning Görtz suchen, der ihr Vorgänger im Amt als Bürgermeister war. Offiziell könnte sie zum 1. Oktober anfangen. „Wegen der Vorbereitungen für den Haushalt würde jedoch der 1. September mehr Sinn machen", so Birte Kruse-Gobrecht. Sohn Karl ist nicht nur stolz auf das gute Ergebnis seiner Mutter, sondern er darf sich auch auf ein „Wahlgeschenk“ freuen: das aktuelle Trikot der Fußball-Nationalmannschaft mit vier Sternen.

Sven Noetzel kam mit Sohn Janoah (9 Monate) auf dem Arm in den Rathaussaal. „Ich bin natürlich enttäuscht, denn ich hatte mir mehr erhofft. Auf das Amt hatte ich mich gefreut, aber zu verlieren gehört nun mal auch zur Wahl“, sagte er. Die Erfahrungen, die er im Wahlkampf gemacht habe, möchte er nicht missen: „Es hat Spaß gemacht. Die letzten zwei Monate waren unheimlich intensiv. Ich habe dabei viele interessante Leute kennengelernt“, sagte der Bauamtsleiter aus Reinbek. Eine Erklärung für sein schlechtes Abschneiden habe er allerdings nicht.

Sichtlich erfreut waren viele Bargteheider, unter anderem eine 86-jährige Frau, die mit ihrem ein Jahr älteren Ehemann zum Gratulieren gekommen war. „Ich freue mich so sehr, weil eine Frau Bürgermeisterin geworden ist.“ Auch Silke Vogt (43) hofft auf einen Wandel: „Als ehemalige Kreiselternvertreterin kenne ich Birte Kruse-Gobrecht aus der Ausschussarbeit. Deshalb kam für mich nur sie als Bürgermeisterin infrage.“ Veränderung sei gut, sagte Tina Schreiber (46), die von Tochter Emely (18) überzeugt wurde, das Kreuz an der Stelle von Kruse-Gobrecht zu machen. „Beide Kandidaten haben sich im Kopernikus-Gymnasium vorgestellt. Sie kam dabei sehr gut und authentisch rüber“, so die Schülerin.

„Sie ist klug, offen und unheimlich emsig und hat gute und neue Ideen“, sagte Kathrin Baumgarth (71), die gemeinsam mit Liselotte und Erwin Müller (beide 79) in die Coffee-Lounge gekommen war.

„Endlich mal eine Frau“, freute sich der Senior. Der gleichen Meinung war seine Gattin: „Es wurde Zeit für eine Frau. Wir haben fest an sie geglaubt.“

Petra Dreu

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