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Blumen und Beifall für Christa Zeuke

Bad Oldesloe Blumen und Beifall für Christa Zeuke

Stormarns langjährige Kreispräsidentin wurde verabschiedet. Sie erhielt Lob von allen Seiten.

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Eine besondere Ehrung für Christa Zeuke — hier mit ihrem Nachfolger Hans-Werner Harmuth (l.) und Landrat Klaus Plöger.

Quelle: Fotos: M. Thormählen

Bad Oldesloe. „Ich bin ausgesprochen gern Kreispräsidentin gewesen“ — Christa Zeuke (CDU) blieb auch bei ihrem letzten Auftritt im Kreistagssitzungssaal sich selber treu: überaus fair, verbindlich, sachlich und mit dem ihr eigenen Charme. Für ihr besonderes Engagement wurde die scheidende Kreispräsidentin, die dieses Amt in den vergangenen zehn Jahren innehatte, von Vertretern aller Parteien gewürdigt.

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Eine besondere Ehrung für Christa Zeuke — hier mit ihrem Nachfolger Hans-Werner Harmuth (l.) und Landrat Klaus Plöger.

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„Ich möchte im Namen aller Kollegen danken“, betonte ihr Nachfolger Hans-Werner Harmuth (CDU) während der konstituierenden Sitzung in Bad Oldesloe. Christa Zeuke habe mit ihrem sozialen Verhalten und großen Charme überzeugt. „Wir sind stolz auf die Kreispräsidentin als Repräsentantin unserer Fraktion“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Wagner. Sie habe einen „tollen Job“ gemacht.

SPD-Fraktionschef Reinhard Mendel betonte. Christa Zeuke habe gezeigt, „wie es geht, so ein Amt richtig zu führen“. Nach den Worten des Grünen- Fraktionsvorsitzenden Stefan Kehl hat die bisherige Kreispräsidentin ihr Amt „hervorragend ausgeübt“. Sein FDP-Kollege Karl- Reinhold Wurch wies auf die „faire Präsidentschaft“ der höchsten Repräsentantin des Kreises hin. Lob gab es auch von Heidi Beutin (Linke) und Heinrich Dierking (Forum 21), und alle Abgeordneten klatschen stehend Beifall.

„Ihre Beliebtheitskurve habe ich nie erreicht“, meinte Landrat Klaus Plöger (SPD). Christa Zeuke habe im Laufe der vergangenen zehn Jahre viele Einladungen erhalten, sie sei stets ein gern gesehener Gast gewesen. Es wäre durchaus möglich gewesen, so der Kreisverwaltungschef, weiter zu machen. Doch Christa Zeuke habe selbst entschieden, jetzt aufzuhören. Klaus Plöger dankte der scheidenden Kreispräsidentin für ihr Engagement — sie hatte seit 1987 ohne Unterbrechung dem Kreistag als Abgeordnete angehört. Davor war Christa Zeuke bereits für eine kurze Phase erstmals Mitglied des Kreistages. Der Landrat erinnerte auch an die Situation vor fünf Jahren. Christa Zeuke habe damals überredet werden müssen, um eine zweite Amtsperiode als Kreispräsidentin anzutreten.

„Ich habe gespürt, dass sie alle es ehrlich gemeint haben“, bedankte sich Christa Zeuke für die lobenden Worte. Die Kreistagsabgeordneten hätten ihr die Aufgabe allerdings auch nie schwierig gemacht oder auch nicht provozieren wollen — deshalb sei auch nie ein Ordnungsruf während der Sitzungen notwendig gewesen. Die scheidenden Kreispräsidentin dankte für die große Unterstützung, auch aus der Verwaltung. Sie habe vor allem sehr gut mit Landrat Plöger zusammengearbeitet: „Auch wenn wir nicht immer einer Meinung gewesen sind.“

Neben der Verabschiedung weiterer Kommunalpolitiker, die dem neuen Kreistag nicht mehr angehören, standen auch erste Entscheidungen auf der Tagesordnung. So folgten die Fraktionen einstimmig einer Empfehlung des Finanzausschusses, damit der Kreis zehn Prozent der Kosten für Sanierung oder auch Neubau der Reecker Brücke zur Verfügung stellen kann — dieser Betrag wurde allerdings auf 132 000 Euro gedeckelt. Die Brücke liegt auf Lübecker Gebiet, hat jedoch auch für die Bürger in den Gemeinden des Amtes Nordstormarn eine wichtige Bedeutung. Aller Voraussicht nach wird das Geld erst im Jahr 2015 gebraucht.

Wesentlich früher können Städte und Gemeinden im Kreis insgesamt vier Millionen Euro als Zuschüsse für den Ausbau von Krippenplätzen in Anspruch nehmen. Darauf hatten sich Vertreter des Kreises und der Kommunen in einem Gespräch geeinigt. Für die Bereitstellung des Geldes hatte der Finanzausschuss bereits grünes Licht gegeben, der neue Kreistag folgte diesem Votum jetzt ebenfalls einhellig.

Eine eigene Tourismus-GmbH
Tourismus soll auch in Zukunft einen hohen Stellenwert im Kreis Stormarn besitzen.

Die Kreistagsabgeordneten haben sich deshalb einstimmig für die Gründung einer neuen GmbH entschieden. Dafür soll im Haushalt 2014 eine Einlage von 15 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Kreis bemüht sich, weitere Gesellschafter für das Projekt zu gewinnen. Unter anderem will die Sparkassen-Kulturstiftung mit einsteigen. Der Kreis plant außerdem, pro Jahr mit jeweils 100 000 Euro die Arbeit der neuen Tourismus-Gesellschaft zu fördern. Sie soll die Aktivitäten des Tourismusmanagements fortsetzen. Hier läuft allerdings die finanzielle Förderung durch die Europäische Union Ende des Jahres aus.

Nach den vorgelegten Zahlen der Finanzplanung will der Kreis seinen ohnehin geringen Schuldenstand weiterhin reduzieren — von 20,8 Millionen Euro Ende 2013 auf nur noch 4,8 Millionen Euro Ende 2016.

Im Haushalt des kommenden Jahres soll es einen Überschuss von 4,3 Millionen Euro geben, 2016 sogar von 8,2 Millionen Euro. mt

Ausschüsse besetzt
12 Mitglieder sitzen jeweils in Fachausschüssen der Kreistages. Die Verteilung der Sitze: CDU fünf, SPD vier, Grüne zwei und FDP einer. Dazu kommt ein so genanntes Grundmandat für Forum 21, das allerdings nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet ist. Einstimmig gewählt wurden die Ausschussvorsitzenden: Hauptausschuss: Hans Helmut Enk (CDU); Finanzen: René Wendland (SPD); Jugendhilfe: Ulrike Stentzler (CDU); Schule und Kultur: Sigrid Kuhlwein (SPD); Soziales: Margot Sinning (SPD); Umwelt: Dr. Gerold Rahmann (Grüne); Verkehr: Lukas Kilian (CDU); Wirtschaft und Bau: Detlev Hinselmann (CDU).

Michael Thormählen

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