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Borowski & Hopp feiert Dekra-Jubiläum

Bad Oldesloe Borowski & Hopp feiert Dekra-Jubiläum

Seit einem halben Jahrhundert ist der Oldesloer Entsorgungsfachbetrieb Mitglied der Lübecker Niederlassung.

Bad Oldesloe. „Da kann ich nur den Hut ziehen. 50 Jahre Dekra sind schon etwas Besonderes“, sagte Niederlassungsleiter Jochen Schnack. Aus Lübeck brachte er Geschäftsführer Werner Hopp und seinem Team nicht nur die Urkunde über eine der längsten Mitgliedschaften — sogar deutschlandweit — nach Bad Oldesloe mit, sondern auch noch eine Marzipantorte mit grüner Dekra-Dekoration. Nur die Reinfelder Spedition Bode ist noch ein Jahr länger Dekra-Mitglied.

 

LN-Bild

Ehrung bei Borowski & Hopp für 50 Jahre Dekra-Mitgliedschaft (v.l.): Werner Wecke, Lennert Hopp, Werner Hopp, Jochen Schnack. Aus dem Führerhaus-Fenster guckt Karsten Krantzau.

Quelle: Susanna Fofana

„Mein Vater war da schon sehr weitsichtig“, betont Werner Hopp. Herbert Hopp war der Schwiegersohn von Firmengründer Julius Borowski. Die Recyclingfirma mit heute fast 50 Mitarbeitern entstand 1919.

Damit ist Borowski & Hopp sogar noch etwas älter als die auszeichnende Dekra, die voriges Jahr erst den 90. Geburtstag feierte.

Seit damals erlebte die Oldesloer Firma einen „Quantensprung“, so Schnack, der sich vor allem auf die technische Entwicklung der Fahrzeuge bezog. Waren die Brummis nach dem Zweiten Weltkrieg noch mit 60 PS auf den Straßen unterwegs, sind es heute im Durchschnitt 440 Pferdestärken. „Es gibt sie bis 600 PS“, erläutert Werner Hopp zu den etwa 200000 Euro teuren Fahrzeugen, wie dem Mercedes Actros. Mittlerweile sind alle neuen Lkw mit Automatik ausgestattet. Und die Zeiten, in denen die Firmen in ihrer Fuhrpark-Werkstatt alles selbst reparieren konnten, sind längst vorbei.

Früher mussten die Ölfilter noch nach 5000 Kilometern — etwa alle zwei Wochen — gewechselt werden. Heute wäre es zulässig, 100000 Kilometer bis zum nächsten Ölwechsel zu fahren. Der Spritbedarf hat sich im Laufe der Jahre von 60 auf 30 Liter pro 100 Kilometer verringert, berichtete Hopp.

100000 bis 150000 Kilometer legt jeder der 23 Brummis der Oldesloer Firma pro Jahr zurück. Die Lebensdauer eines Lkw beträgt mittlerweile 1,5 Millionen Kilometer. Danach werden sie nicht etwa weiterverkauft: „Wir schreddern sie ja“, erzählt Hopp lachend.

Obwohl die Lkw-Kutscher bei Borowski & Hopp nur im Nahverkehr unterwegs sind und entsprechend mehr zu Hause als Fernfahrer, sind gute Leute Mangelware, beklagt Hopp. Früher machten die Kraftfahrer ihren Führerschein der Klasse 2 bei der Bundeswehr. Heute müssen sie dafür 7000 bis 10000 Euro hinlegen.

Die Schrottplätze des zertifizierten Oldesloer Entsorgungsfachbetriebes haben die meisten Stormarner Einwohner bestimmt schon einmal im Fernsehen gesehen. Vorzugsweise drehen Tatort und andere Krimi-Serien gerne mal die eine oder andere Szene auf einem solchen Recycling-Platz.

Mit den Söhnen Lennert (34) und Julian Hopp (24) ist jetzt bereits die vierte Generation in der Firma tätig. Und selbst der betreuende Dekra-Prüfingenieur Werner Wecke ist schon seit 35 Jahren für die Oldesloer Firma Borowski & Hopp zuständig.

Vor fast 100 Jahren als Rohprodukt-Handel gegründet

1919 wurde der Rohprodukt-Handel von Julius Borowski in Ostpreußen gegründet. Zu Beginn wurden Lumpen, Knochen, Eisen und Papier gesammelt. Der Firmengründer nutzte als erstes Transportmittel ein Fahrrad. Auch Handwagen, Schottsche Karre sowie Pferd und Wagen kamen zum Einsatz.

1951 erfolgte die Wiedergründung in Bad Oldesloe. Das Betriebsgelände war in der Lübecker Straße — in etwa da, wo gerade die Trave-Arkaden entstehen. Für „saubere Haushaltslumpen“ gab es zu der Zeit 20 Pfennige. 1962 erfolgte die Umsiedlung zum Paperbarg — damals der Stadtrand von Bad Oldesloe. sus

Von Susanna Fofana

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