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Breites Bündnis gegen rechten Aufmarsch

Bad Oldesloe Breites Bündnis gegen rechten Aufmarsch

Die Kreisstadt macht mobil gegen den Aufmarsch von Rechtsextremen am 16. April. „Bad Oldesloe bleibt bunt, tolerant und menschenfreundlich.“ So lautet das Motto der Gegenkundgebung.

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Im Oldesloer Ini-Haus wurde schon kräftig im Farbtopf gerührt. Ihr Transparent für die Anti-Rechts-Demonstration haben die Besucher schon fertig.

Quelle: Fotos: von Dahlen/malzahn (1)

Bad Oldesloe. Immer mehr Organisationen und Einzelpersonen haben sich inzwischen dem Aufruf des DGB-Kreisverbands Stormarn angeschlossen, um diesem Personenkreis Paroli zu bieten.

LN-Bild

Oldesloer heißen neue Unterstützer willkommen — Auch Sportler kündigen Teilnahme am 16. April an.

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„Wer nationalsozialistische Parolen und Fremdenhass verbreitet, bereitet den Boden für Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung des Bündnisses. Wer den Schießbefehl auf Flüchtlinge an Grenzen fordere, habe zudem aus der deutschen Geschichte nichts gelernt.

Als eine der ersten haben die Frauen des Bella-Donna-Hauses, die Deutsche Friedensgesellschaft, die Antifa-Jugend, Pastor Volker Hagge sowie CDU, SPD, Grüne und Linke den Aufruf des DGB unterschrieben. Keine Reaktion bekam der Sprecher des Bündnisses, Walter Albrecht, indes von FDP und Freien Bürgern für Oldesloe.

Engagieren wollen sich aber auch Sportler aus der Kreisstadt. So hat der VfL Oldesloe seine Teilnahme am Protest gegen Rechtsextremismus bekundet. „Ich finde das sehr erfreulich, dass der VfL dabei ist. Schließlich ist es einer der größten Sportvereine, die wir in der Stadt haben“, sagt Walter Albrecht. Von anderen Vereinen habe er leider noch keine Rückmeldung bekommen. Es könnten sich aber noch weitere Verbände und Organisationen anschließen, die die Gegenaktion in irgendeiner Form unterstützen wollen. Die Zeit dränge indes. Bis zum 4. April müssten sich die Unterzeichner melden, damit rechtzeitig Flyer für die Aktion hergestellt werden könnten. Denn laut Albrecht soll die Öffentlichkeit rechtzeitig auf das Ereignis vorbereitet werden.

Mit Interesse hat auch Olivia Kempke von den Aktivitäten in Bad Oldesloe Notiz genommen. Als Vorsitzende und Geschäftsführerin des Vereins Lübeck Management engagiert sie sich schon seit längerem für eine weltoffene Hansestadt. „Wir hatten hier jahrelang am Samstag vor Palmarum Aufmärsche von Neonazis. Es gab ein hohes Polizeiaufgebot, Hubschrauber kreisten über der Stadt. Es war wie im Krieg“, erzählt die Stadtmanagerin. Der wirtschaftliche Schaden der Geschäfte sei damals beträchtlich gewesen.

„Da ist mir mit einem Mal klar geworden, wir dürfen diesen rechten Gruppen keinen Raum geben“, sagt Kempke. Da sie zu den Menschen gehöre, die Gewalt verabscheuten, habe sie gleichgesinnte Akteure zusammengetrommelt. Mitgemacht hätten Kirchenleute, viele Frauengruppen, der DGB, der Jugendring und sogar Innensenator Bernd Möller. Daraus sei der Verein KlopfKlopf — Lübeck ist weltoffen hervorgegangen. „Ich wollte keine Wasserwerfer und mich auch nicht auf die Straße setzen“, erklärt Kempke die Strategie, die hinter den Aktionstagen steht, die es übrigens immer noch gibt, obgleich die Stadt in jüngster Zeit nicht mehr von Rechtsextremen heimgesucht wurde.

2013 war nämlich Schluss mit ihren Aufmärschen. Innensenator Möller meldete freudig, dass die Organisatoren sämtliche Veranstaltungen dieser Art auch für die kommenden Jahre abgeblasen hatte.

Nicht nur Kempke selbst, auch Mitglieder des Oldesloer Bündnisses schreiben dies dem konsequenten Vorgehen des Vereins KlopfKlopf zu. Während der Aktionen bevölkerten die Bürger selbst die Straßen ihrer Stadt und ließen den Neonazis gar keinen Raum. „Zum Schluss schafften sie es nur 100 Meter aus dem Bahnhof heraus und sind wieder abgezogen. Durch diese Maßnahmen haben wir ganz deutlich gemacht, dass für rechtes Gedankengut kein Platz ist bei uns“, erzählt Kempke. Sie betont aber, wie wichtig es ist, dass auch die Geschäftsleute einer Stadt hinter der Aktion stehen.

Das Oldesloer Bündnis trifft sich am Montag, 4. April, 19 Uhr im Bürgerhaus.

Von Dorothea von Dahlen

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