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Stormarn Brunnenstraße: 200 Meter in 10 Monaten
Lokales Stormarn Brunnenstraße: 200 Meter in 10 Monaten
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20:26 06.07.2013
Von Michael Thormählen
Endspurt: Nur auf wenigen Flächen müssen neue Pflastersteine verlegt werden. Die Straße bliebt zunächst weiterhin gesperrt. Quelle: Fotos: Thormählen/LN
Bad Oldesloe

Schmucke Pflastersteine und neue Leitungen im Untergrund — die Umgestaltung der Brunnenstraße gehört mit Sicherheit zu einem der wichtigen Mosaiksteine im Konzept des Oldesloer Programms der Städtebauförderung. Dafür müssen sich die Anlieger seit September vergangenen Jahres auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Wenn jetzt alles gut geht, kann die zurzeit noch gesperrte Straße Ende kommender Woche wieder für den Autoverkehr geöffnet werden.

Trotz der erheblichen Zeitverzögerungen muss die Stadt vermutlich nicht tiefer in die Tasche greifen. Auch nach dem aktuellen Stand, so Bauamtsleiterin Karin John, kann der vorgesehene Finanzierungsrahmen von rund 480 000 Euro eingehalten werden. Und dafür ist eine ganze Menge passiert. Ende September rückten nämlich die Bauhandwerker mitsamt einem größeren Gerätepark an, um zunächst den Erdboden aufzureißen. Verlegt wurden neue Versorgungsleitungen. Um der Brunnenstraße das gleiche Aussehen zu verschaffen wie der bereits sanierten angrenzenden Bahnhofsstraße, wurde das passende Oberflächenmaterial verlegt.

„Eigentlich hätten wir schon fertig sein können, und die Brunnenstraße hätte schon wieder geöffnet werden können“, erläuterte Karin John. Eigentlich — denn es gebe „ein Thema mit einem Hausanschluss in einem kleinen Bereich.“ Dabei, so die Bauamtsleiterin, handele es sich um private Belange: „Wenn dort noch Veränderungen bei der Hausentwässerungsanlage notwendig sind, dann müssen auch wir tätig werden.“

Eine Entscheidung wird in diesen Tagen fallen. Falls keine weiteren Arbeiten erforderlich sind, kann die Brunnenstraße bis zum 12. Juli wieder am Kreuzungsbereich Sülzberg/Mewesstraße geöffnet werden. „Falls doch noch gearbeitet werden muss, wollen wir versuchen, diesen Bereich so zu gestalten, dass Autos daran vorbeifahren können“, sagte Karin John. Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit: Werde eine weitere größere Aktion notwendig, dann bliebe die Brunnenstraße weiterhin für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Mit dieser Situation sahen sich Anlieger und Besucher erstmals vor rund zehn Monaten konfrontiert. Autos können den Bereich von der Bahnhofstraße aus erreichen. Eine Weiterfahrt ist jedoch nur durch die Fußgängerzone möglich — durch die Besttorstraße und über die Hude bis zum Kirchberg. Dieses rund 200 Meter lange Stück der Brunnenstraße war während der Adventszeit provisorisch so weit hergerichtet, dass sie dann für eine Durchfahrt geöffnet werden konnte. Die ungewöhnlich lange Kälte- und Frostperiode in diesem Frühjahr hatte für eine weitere Verzögerung bei der Fortsetzung der Bauarbeiten gesorgt.

Noch ungeklärt ist das Aussehen einer nicht gepflasterten Fläche im Übergang zwischen Bahnhof- und Brunnenstraße. Endgültige Pläne, so Bauamtsleiterin John, gibt es dafür nicht. „Wir wollen das noch mal ändern.“ Sicher ist dagegen, dass die Stadt einen neuen Versuch unternehmen wird, um die kleine Flächen rund um die vorhandenen Bäume umzugestalten. Die hier verteilten Steine verrutschten bei Fußtritten: „Wir werden neue Baumscheiben testen, um nach einer Lösung zu suchen.“

Eine Lösung für ein weitaus größere Problem steht dagegen noch aus: Nach dem aktuellen Zeitplan soll mit dem Bau eines neuen Kreisels am Kreuzungsbereich Sülzberg, Mewesstraße, Kurparkallee und Brunnenstraße im kommenden Herbst begonnen werden. Karin John: „Das ist schon eine besondere Herausforderung, wie hier die Verkehrsführung aussehen kann.“ Aus diesem Grund müssten die Probleme auch verwaltungsübergreifend besprochen werden — die betroffene Kreuzung gehört zu den verkehrsintensivsten Bereichen der Innenstadt.

Falls die neu sanierte Brunnenstraße dann wieder gesperrt werden muss — deren Anlieger kennen sich beim Durchfahren der Oldesloer Fußgängerzone bereits bestens aus.

Abschied im Frühjahr
Nach drei Jahren in der Kreisstadt will Karin John (Foto) die Stadtverwaltung Bad Oldesloe wieder verlassen. Nach Angaben der Bauamtsleiterin ist dies eine persönliche Entscheidung. Karin John hatte im April 2011 die Leitung des kommunalen Bauamtes übernommen. Sie wird zum 1. April kommenden Jahres ausscheiden. Die Architektin will nach eigenen Worten auch künftig in ihrem Beruf bleiben. Die Vakanz im Stadthaus wird voraussichtlich im Herbst öffentlich ausgeschrieben.

Michael Thormählen

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