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Bürgermeister muss weiter Rad fahren

Reinfeld Bürgermeister muss weiter Rad fahren

Reinfeld: Heiko Gerstmanns Antrag auf ein geleastes Elektro-Dienstfahrzeug ist vertagt - also muss es zunächst noch weiterhin per Zweirad zu seinen dienstlichen Terminen.

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Der BMW i3 zählt in den USA als „Green Car of the Year 2015“.

Reinfeld. Vorerst wird Reinfelds Bürgermeister weiter mit dem Fahrrad zu dienstlichen Terminen fahren. Im Hauptausschuss ist eine Entscheidung über seinen Antrag auf Leasing eines Elektro-Autos vertagt worden. Heiko Gerstmann wollte einen von der BMW-Group zur Verfügung gestellten Wagen vom Typ i3 für ihn und seine Stadtverwalter haben. Das würde die Stadt 156,16 Euro im Monat kosten.

„Wir würden ein Signal für emissionsfreies Fahren setzen“, warb er um Zustimmung. Und wusste dabei das Bundesumweltministerium hinter sich, das solche Vorhaben fördere. Zusätzlich beantragte Gerstmann einen ebenfalls zu leasenden Transporter für die Betreuung der Flüchtlingsunterkünfte. Das günstigste Angebot käme dabei von Mercedes-Benz.

Doch obwohl die Mitglieder im Ausschuss noch unentschieden sind, wissen sie im Rathaus schon jetzt: Den Elektro-BMW wird es nicht mehr geben. „Weil die Bewerbungsfrist abgelaufen ist“, sagt der Bürgermeister. Nun könnte es vielleicht „ein Fahrzeug mit dem Blitz vorne drauf“ werden.

Den Vorschlag brachte CDU-Fraktionschef Torsten Fuhr ein. Sein Anliegen sei, Reinfelder Firmen zu unterstützen. Zudem halte er das Elektro-Auto für ungeeignet. Parteifreund Christian Röhr hingegen hält solche Fahrzeuge für „eigentlich total gut, aber noch unausgereift“. Und CDU-Ortsverbandschef Lorenz Hartwig riet wegen der Batterien zu einem Wartungsvertrag. Einen eindeutigen Befürworter findet der Bürgermeister in Sozialdemokrat Benjamin Freitag aus Gründen des Umweltschutzes. Freitag schlug vor, Holsteins Herz als Förderer für das Projekt Elektro-Auto zu gewinnen, wenn die Stadt so etwas wie Car-Sharing damit betreiben würde. Ebenso findet Monika Hille-Knoop von den Grünen zwar ein Elektro-Auto besser als den Kleinlaster. Sie gibt aber zu bedenken, dass Dienstfahrzeuge immer zu mehr Fahrten führten und dass es für Reinfeld in der aktuellen Situation ein Luxus sei, sich zwei Autos zu leisten. Tatsächlich verfügt die Stadtverwaltung bereits über einen Dienst-Astra, aber den nutze fast ausschließlich der Hausmeister zum Transport von Leitern und Werkzeug, berichtet Gerstmann.

Er selber könne gut auf ein Auto verzichten, fahre mit seinem Elektrorad zu dienstlichen Terminen auch schonmal bis nach Stockelsdorf oder Lübeck. Oder er greift wie die anderen im Rathaus auf das eigene Fahrzeug zurück — für 30 Cent pro Kilometer. Die Höhe des Benzingeldes für die Rathaus-Mitarbeiter wird mit einfließen in die politische Entscheidung über den Dienstwagen. Aber dafür liegen noch keine Zahlen vor.

Wie Manfred Schönbohm von der Wählerinitiative überhaupt eine Kostenübersicht fehlt. Statt Dienst-BMW empfiehlt er einen Gebrauchtwagen. Statt städtischem Transportfahrzeug würde er lieber die freiwilligen Helfer gegen ein Entgelt die nötigen Dinge transportieren lassen. Allerdings sieht Bereichsleiterin Beate Janke den Sprinter, wenn er nicht für Flüchtlinge im Einsatz ist, als sinnvolle Ergänzung auf dem Bauhof. „Ich habe da nachgefragt. Die könnten den gut gebrauchen.“

Dienstwagen in Bargteheide und Bad Oldesloe
Die Bargteheider haben es geschafft, den Lieferwagen Fiat-Ducato als Rathaus-Fahrzeug ohne große Kosten zu nutzen. Firmen in der Stadt zahlen für die Werbeflächen darauf.



Der Bürgermeister und Rathaus-Mitarbeiter greifen darauf kaum zurück. Die häufigsten Nutzer sind laut Stadtverwaltung Gruppen wie Stadtbücherei, Volkshochschule oder Jugendarbeit.



So hält es Bad Oldesloe: Das Dienstfahrzeug vom Typ Fiat Doblo mit Gasantrieb hat die Stadt gekauft. Alle Mitarbeiter der Stadt nutzen es für Dienstfahrten. Der Bürgermeister verfügt über keinen eigenen Dienstwagen. Die Beschaffung eines weiteren Dienstfahrzeuges ist in Planung und wird durch das städtische Klimaschutzmanagement begleitet. In der Aktualisierung der Klimaleitsätze forciert die Stadt Bad Oldesloe den Ausbau innovativer und alternativer Antriebstechniken. Verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten werden derzeit geprüft.

Uwe Krog

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