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Stormarn Visionen für Reinfelds Zukunft
Lokales Stormarn Visionen für Reinfelds Zukunft
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18:24 31.08.2018
Das Interesse an der Veranstaltung war groß. Quelle: Bettina Albrod
Reinfeld

Die CDU Reinfeld hat Visionen für die Entwicklung der Stadt, und die stellte sie am Dienstag den Bürgern vor. Gut 60 Reinfelder waren gekommen, um sich über einen Ausblick auf Reinfeld 2025 zu informieren und eigene Anregungen zu geben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen mögliche Baugebiete und ihre Nutzung.

„Das ist ein Gedankenspiel“, stellte CDU-Vorsitzender Lorenz Hartwig klar. „Mit unseren Visionen wollen wir einen Denkanstoß geben und Anregungen der Bürger aufnehmen.“ Wichtig seien ihnen eine sachliche Diskussion, Transparenz und aktive Bürgerbeteiligung. Im Hintergrund stehe die Prognose, dass Reinfeld weiter wachsen werde, dafür sei ein Konsens zwischen Einwohnern und Eigentümern nötig.

Wenn die Stadt wachse, müsse die Infrastruktur mitwachsen, dazu kämen ein verstärkter Bau von Mehrfamilienhäusern und eine Verdichtung der bisherigen Baufenster als Ziele. „Nach dem Krieg hat man große Gärten gehabt, um selber Gemüse anzubauen, heute kann man dort eine rückwärtige Bebauung planen.“

Notwendig sei dafür die Erstellung eines Baulückenkatasters, sagte Hartwig. „Das hält fest, wo Baulücken sind und wo eine rückwärtige Bebauung möglich wäre.“ Nutzungskonzepte könnten dann zusammen mit den Eigentümern erarbeitet werden. „Ein Ziel ist auch die Wohnvielfalt, wie sie mit den Mehrgenerationenhäusern im Gebiet Segeberger Straße/Schwarzer Teich angedacht ist.“

Die Verwirklichung müsse allerdings noch warten, weil dort unterirdische Verwerfungen festgestellt worden seien, die archäologisch interessant seien und zunächst untersucht werden müssten. „Es dauert Jahre, bis da etwas passiert“, prophezeite Hartwig.

Dennoch gehört das Gelände zu einem Zwölf-Punkte-Plan, den Hartwig den Zuhörern vorstellte. Wohnbebauung mit Bahnunterführung am Klosterberg und der Sportplatz am Bischofsteicherweg, den die CDU sich auch am Ortsrand Richtung Lehmkamp vorstellen könnte, wurden lebhaft diskutiert. „Der Sportplatz mitten im Ort führt zu Anliegerklagen wegen Lärmbelästigung“, führte Hartwig aus. Präzedenzfälle würden zeigen, dass dadurch eine eingeschränkte Nutzung erzwungen werden könne. „Deshalb sollte man den Sportplatz nach oben verlegen und die alte Fläche nach und nach bebauen.“

Adelbert Fritz, Vorsitzender des SV Preußen Reinfeld, widersprach: „Kinder können selbstständig zum Sport gehen, wenn der Sportplatz im Zentrum liegt, am Ortsrand sähe das ganz anders aus. Der Sportverein will am Bischofsteicher Weg bleiben und wäre bei den Visionen gern eingebunden.“ Zudem wünsche er sich eine grundlegende Sanierung des Sportlerheims. Hartwig hielt dagegen, dass man außerhalb ein völlig neues Sportlerheim bauen könne. „Das sind alles nur Überlegungen“, betonte er, das Geld für die Sanierung des alten Sportlerheims stehe im Haushalt schon bereit. „Eine Einwohnerversammlung zum Thema Sportplatz steht seit einem Jahr im Raum.“

Ein Gewerbegebiet an der Hamburger Chaussee, Wohnbebauung am Schiefen Kamp und an der Ahrensböker Straße, Mehrfamilienhäuser inklusive sozialem Wohnungsbau mit Erweiterungsflächen für ortsansässige Firmen an der Weddernkoppel und weitere Gewerbeflächen an der Bahnhofsstraße gehörten ebenso wie ein gemeindeübergreifendes Gewerbegebiet südlich der A 1 zu den Visionen der Reinfelder CDU. „Am Alfapark soll das neue DRK-Rettungszentrum entstehen.“ Für die Paul-von-Schönaichstraße seien Gewerbeflächen in Kombination mit Wohnungsbau denkbar.

„Aus Brandschutzgründen dürfen die Mehrfamilienhäuser nicht höher als bis zum zweiten Obergeschoss sein, weil die Feuerwehr keine Drehleiter hat“, schob Hartwig Befürchtungen vor allzu hoher Bebauung einen Riegel vor. Anderenfalls sei der Bau eines zweiten Rettungsweges nötig, was jeder Investor scheue. Bei der Anbindung von Straßen sprach Hartwig sich für Kreisverkehre aus, die hätten den Vorteil, dass Anlieger nicht an den Kosten beteiligt würden.

Für das neue Format gab es viel Lob. „So etwas hat es in Reinfeld noch nie gegeben“, erklärte ein Bürger. Wünschenswert, so ein anderer, sei ein „Back Up“ zu Planung und Zielen drei Mal im Jahr. Hartwig ermunterte alle, zu den öffentlichen Ausschuss-Sitzungen zu gehen, um Stadtpolitik aktiv mitzugestalten.

Bettina Albrod

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