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Stormarn Carl Harz: Gedenken beim Stolperstein
Lokales Stormarn Carl Harz: Gedenken beim Stolperstein
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20:21 11.08.2016
Carl Harz auf einem Bild aus dem Jahre 1940. Quelle: LN-Archiv

Vor zwei Jahren wurde in Reinfeld vor seinem ehemaligen Haus in der Carl-Harz-Straße 6 der Stolperstein zur Erinnerung an das Schicksal von Carl Harz gelegt.

Am kommenden Sonnabend, 13. August, jährt sich sein Todestag zum 73. Mal. Wer die Erinnerung an Carl Harz und sein Schicksal aufrecht erhalten möchte, ist eingeladen, am kommenden Sonnabend um 11 Uhr dort Blumen niederzulegen. Es soll erinnert werden an einen Menschen, der zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wesentlich zur Entwicklung Reinfelds beigetragen hat: Er hat Straßen anlegen und Villen bauen lassen, einen Seepavillon und das Kurhaus. Er hat Reinfeld und die Umgebung touristisch erschlossen.

Es soll erinnert werden an den Menschen, der sich seit seinem 25. Lebensjahr Gedanken gemacht hat zu den Themen Religion, Soziales, Wohnformen und Weltfrieden. Mit missionarischem Eifer hat er versucht, seine Schriften unter das Volk zu bringen. Er sandte sie an Kirchenvertreter, an Reichstagsabgeordnete, an den Reinfelder Bürgermeister und an andere.

Direkt politisch habe er sich wohl nicht betätigt, berichtet der Reinfelder Lehrer Albrecht Werner, aber mit Kritik an Kirchen und Regierenden habe er sich er sich nicht zurückgehalten. Deshalb erhielt er in der NS-Zeit Veröffentlichungsverbot und wurde 1943 in sogenannte Schutzhaft genommen. Im Gefängnis Lübeck-Lauerhof starb er am 13. August 1943.

Es heißt, es sei Selbstmord gewesen, aber ganz sicher sei er als ein Opfer des Nationalsozialismus zu betrachten.

LN

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