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Stormarn Chancen auf Ausbildungsplätze sind für junge Stormarner gut
Lokales Stormarn Chancen auf Ausbildungsplätze sind für junge Stormarner gut
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20:27 08.11.2013
Agenturchefin Dr. Heike Grote-Seifert.
Bad Oldesloe

Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Bürokaufmann oder -frau oder Verkäuferin — diese traditionellen Berufe stehen bei jungen Ausbildungsplatzsuchenden im Kreis Stormarn immer noch hoch im Kurs. Freie Stellen in diesen Bereichen wurden am meisten nachgefragt. Insgesamt 2302 Ausbildungsplätze in zahlreichen Branchen wurden der Agentur für Arbeit in Bad Oldesloe, zu deren Bereich auch der Kreis Herzogtum Lauenburg gehört, im Ausbildungsjahr 2012/2013 gemeldet. 2514 Jugendliche waren als registrierte Bewerber auf Ausbildungssuche.

„Die Region hat nach wie vor einen echten Bewerbermarkt“, sagte Dr. Heike Grote-Seifert, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, gestern bei der Präsentation der Ausbildungsplatzbilanz gemeinsam mit dem regionalen Ausbildungsbündnis. Auch wenn es nach den vorgelegten Zahlen mehr Bewerber als Ausbildungsstellen gibt: „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für die Jugendlichen sehr gut“, betonte die Chefin der Arbeitsagentur.

Unversorgt blieben 2012/13 im Kreis Stormarn 41 von 1309 Bewerbern, im Kreis Herzogtum Lauenburg 52 von 1205. Das hat unterschiedliche Gründe. „Nicht jeder Bewerber konnte seinen Traumberuf realisieren, denn Angebot und Nachfrage sind nicht komplett deckungsgleich“, erklärte die Agenturchefin. „So haben Jugendliche manchmal unrealistische Berufswünsche. Aber auch Arbeitgeber sind noch nicht immer bereit, auch zweitbesten Bewerbern eine Chance zu geben“, sagte Grote-Seifert. Als äußerst begehrt führte sie den Bereich Tourismus/Sport an. Für Berufe wie Sport- und Fitnesskaufmann gab es 5,9 Bewerber auf eine Stelle.

Mittlerweile würden über 90 Prozent der freien Ausbildungsplätze dem Arbeitgeber-Service der Oldesloer Arbeitsagentur übermittelt, berichtete Heike Grote-Seifert. Sowohl Jugendliche als auch Unternehmen würden den Service zunehmend in Anspruch nehmen. „Das zeigt uns, dass wir als kompetenter Dienstleister anerkannt werden“, sagte die Agenturchefin. Die hohe Zahl der gemeldeten Stellen zeige zudem ein hohes Ausbildungsengagement der Betriebe.

Dennoch wird die Suche nach Auszubildenden künftig für Firmen eine Herausforderung werden. „Die Lage am Ausbildungsmarkt ist für Jugendliche gut, für Betriebe schwieriger“, sagte Klaus-Dieter Schmidt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck. In Branchen wie Gastronomie und Einzelhandel sei die Situation sogar richtig problematisch. „Die Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, die Ausbildung attraktiver gestalten. Die IHK verzeichnete fünf Prozent weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr.

Für das Handwerk in Stormarn zog Adelbert Fritz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, hingegen eine positive Bilanz. Mit 408 eingetragenen Ausbildungsverträgen habe man eine Steigerung um zwei Prozent zum Vorjahr erreicht — auch wenn in einigen Berufen wie Maler, Anlagenbauer oder Metallbauer durchaus noch Stellen vakant seien.

V. Bosslet

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