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Chaos am Bahnhof Bargteheide - Reisende standen in der Kälte

Chaos Chaos am Bahnhof Bargteheide - Reisende standen in der Kälte

Wegen eines Rettungs- und Polizeieinsatzes musste die Strecke in Richtung Hamburg ab Ahrensburg gestern früh von 4.54 bis 8.10 Uhr gesperrt werden. 33 Züge fielen aus. Auch die zehn nachfolgenden Züge seien verspätet gewesen, teilte Egbert Meyer-

Stormarn. Wegen eines Rettungs- und Polizeieinsatzes musste die Strecke in Richtung Hamburg ab Ahrensburg gestern früh von 4.54 bis 8.10 Uhr gesperrt werden. 33 Züge fielen aus. Auch die zehn nachfolgenden Züge seien verspätet gewesen, teilte Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der DB Mobility Logistics AG auf Nachfrage mit.

Nach Berichten frustrierter Bahnreisender ließ das Krisenmanagement der Deutschen Bahn zu wünschen übrig. Bente Herrmann etwa wollte um 6.20 Uhr mit dem Zug von Reinfeld aus zur Arbeit nach Hamburg fahren. Dass ab Bargteheide nur noch Busse im Einsatz sein würden, hatte sie der Anzeigentafel entnehmen können. Nicht aber, dass sie vielleicht gar keinen Platz darin bekommen würde. „Ich ging in meiner grenzenlosen Naivität davon aus, dass die Bahn alles im Griff hat“, sagte sie. Doch als sie in Bargteheide eintraf, war weit und breit kein Bus zu entdecken. Wie hunderte anderer Fahrgäste stand sie in der Kälte. 20 Minuten später traf der nächste Zug aus Lübeck in Bargteheide ein und mit ihm 700 weitere Bahnreisende.

Endlich fuhren vier Busse vor; viel zu wenig, um die Massen von Reisenden zu befördern, bemängelt Bente Herrmann. Immerhin fänden darin jeweils nur 50 Leute Platz. Zudem sei niemand da gewesen, der das Zusteigen der Passagiere in geregelte Bahnen gelenkt hätte. „Wer den Ellbogen eingesetzt hat, konnte mitfahren“, klagte sie. Frustriert nahm sie den Zug zurück nach Reinfeld und beantragte einen Urlaubstag.

Auch Marco Doll, der sich um 5.52 Uhr auf die Reise machte, fühlte sich nur unzureichend informiert von der Bahn. Wie viele Mitreisende stieg er in Bargteheide in einen Bus mit der Aufschrift „Leerfahrt“, erleichtert darüber, dass die Fahrt nun endlich weitergehen würde. „Erst als der Bus sich seitlich in einer Schaufensterscheibe spiegelte, haben wir gesehen, dass es ein ganz normaler Linienbus war, der an jeder Gießkanne hielt“, erzählte Doll. In Hoisbüttel stieg er aus und legte das restliche Stück per U- Bahn zurück. Statt um 6.40 Uhr erschien er um 8.20 Uhr zur Arbeit.

„Ein solcher Fall lässt sich nicht planen“, hält Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis dem entgegen. In einer solchen Notlage sei es schwierig, auf einen Schlag genügend Busse zu organisieren. Bei einer plötzlichen Streckensperrung wie dieser würden unverzüglich Busse im weiteren Umkreis bestellt. Die Unternehmen könnten aber nicht schon vorsorglich Wagen für derartige Notlagen vorhalten. Hinzu komme, dass der Betriebshof, von dem die Busse losfahren, nicht immer dicht beim Bahnhof liege. Manchmal müssten sie sich bis dorthin durch den Berufsverkehr quälen.

Die Anregung der Fahrgäste, dass es hilfreich wäre, bei derartigen Vorkommnissen Personal an den betroffenen Bahnhofen zu postieren, hält Meyer-Lovis für verständlich, aber in dieser Form nicht realistisch. „Man muss in diesem Moment erst jemanden haben, der als Reiselenker auftreten kann“, sagte er. Im Übrigen sei diese Person womöglich auch überfordert, wenn Hunderte auf einen Bus zusteuern. „Die Leute hier verhalten sich ja nicht wie in England, wo man sich brav anstellt“, erklärte er .

Ausgleichszahlungen an die Fahrgäste wegen der Verspätungen wird es nach Auskunft des Bahnsprechers übrigens nicht geben. Die Streckensperrung sei auf höhere Gewalt zurückzuführen. Insofern sei die Bahn nicht in der Pflicht. Dies sei in den Fahrgastrichtlinien von Schleswig- Holstein bzw. des Hamburger Verkehrsverbundes dargelegt.

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