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Stormarn Cinema-Paradiso-Chef hat Interesse am Oldesloer Kino
Lokales Stormarn Cinema-Paradiso-Chef hat Interesse am Oldesloer Kino
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21:57 23.09.2016
Schauspieler David Kross (l.) aus Bargteheide („Der Vorleser“) war bereits zu Gast, um Kinobetreiber Hans-Peter Jansen zu unterstützen. Quelle: Archiv
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Bad Oldesloe/Bargteheide

Das wäre dann das zweite Lichtspielhaus, das Jansen in Stormarn bespielen würde. In ganz Norddeutschland sind es mittlerweile sieben Kinos unter Jansens Federführung, darunter auch die Koralle in Volksdorf. Zuletzt hatte er ein Kino auf Fehmarn übernommen. „Das OIdesloer Kino ist für mich interessant“, erklärt Jansen. „Ich sehe, dass man bei einem Haus mit drei Sälen wie der Koralle viel mehr Möglichkeiten hat, Kino zu machen.“

In Bargteheide hat Jansen das Cinema Paradiso gepachtet, für das ein Saal mit 344 Plätzen zur Verfügung steht, den Jansen sich mit anderen Kulturanbietern teilt. „Das bedeutet, dass ich ein Kinoprogramm machen muss, bei dem der Saal möglichst voll wird“, sagt Jansen. „Ein Art-House-Film, bei dem nur 20 Zuschauer kommen, macht da keinen Sinn.“ Anders sähe das in Bad Oldesloe aus. „Bei drei Sälen, die ich mir mit niemandem teilen muss, kann ich viel mehr Programm bieten“, so Jansen weiter. Während im großen Saal die Multiplex-Ware gezeigt werden könne, stehe ein zweiter Saal für Filmstarts und ein dritter Saal für Art-House-Filme und so genannte Extreme Filmkunst zur Verfügung. „Dort könnte man einen Film auch länger im Programm lassen“, sagt Jansen.

Angst, sich selber Konkurrenz zu machen, hat er nicht. „Das Cinema Paradiso und die Koralle liegen zwölf Kilometer auseinander, und es funktioniert“, sagt Jansen. „Zwischen Oldesloe und Bargteheide sind neun Kilometer. Da wandern die Zuschauer im Moment eher nach Lübeck ab.“ Die möchte er gerne zurückholen. „Eine Stadt wie Bad Oldesloe, die sich mit dem KuB für 15 Millionen Euro gerade einen kulturellen Schwerpunkt gebaut hat, braucht ein Kino“, ist Jansen überzeugt. Die Stadt hatte bei einem Kauf der Insolvenzmasse aus Kostengründen abgewinkt. Seit der bisherige Betreiber Heinz Wittern im Frühjahr Insolvenz anmelden musste, stehen das Oho-Kino sowie das dazu gehörige Hotel leer.

Eine Immobilienfirma ist mit dem Verkauf der Insolvenzmasse betraut, hat aber bislang keinen Käufer gefunden. Jansen: „Kino und Hotel sollen nur gemeinsam abgegeben werden. Ich habe Ahnung von Kino, aber nicht von einem Hotel.“ Von der Kombination halte er nichts und hoffe nun, dass die Immobilien getrennt auf den Markt kommen. Aktuell wird das 1344 Quadratmeter große Grundstück mit Kino und Hotel für 495 000 Euro angeboten. „Je länger etwas zu ist, desto schwieriger wird es, es wieder aufzumachen.“

Hans-Peter Jansen ist erfahrener Kinobetreiber. 1977 hatte er zusammen mit einem Freund in Hamburg einmal im Monat die „Gore-Night“ mit Punkmusik live und Horrorfilmen im Alabama angeboten. 1987 gehörte er zu den Mitbegründern des Fantasy-Film-Festes in Hamburg. In den 90er-Jahren entdeckte Jansen die Art-House-Filme für sich und gleichzeitig die Stadtteilkinos, die für ihn unverzichtbare Kulturschwerpunkte sind. 2005 hat Jansen nach der Insolvenz von Kirsten Martensen das Cinema Paradiso in Bargteheide übernommen. Für seine Kinoprogramme wird er regelmäßig ausgezeichnet.

Mobiles Kino im Oldesloer KuB

Im Rahmen des Programms des Kultur- und Bildungszentrums (KuB) bietet derzeit das Mobile Kino regelmäßige Filmvorführungen in Bad Oldesloe an. „Ice Age – Kollision“ steht am Dienstag, 4.

Oktober, um 16 Uhr auf dem KuB-Kinoprogramm. Ab 18 Uhr wird „Elliot, der Drache“ gezeigt. Auch im November gibt es wieder ein Kino für einen Tag, am Donnerstag, 17. November, 16 und 18 Uhr. Um 16 Uhr wird „Findet Dorie“ gezeigt, der zweite Film steht noch nicht fest.

• Internet: kub-badoldesloe.de

 Bettina Albrod

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