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Stormarn Connor arbeitet für einen guten Zweck
Lokales Stormarn Connor arbeitet für einen guten Zweck
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19:12 14.07.2016
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Bad Oldesloe

Connor Varna ist schon ein alter Hase. Bereits zum zweiten Mal mischt der Schüler der Oldesloer Theodor-Storm-Schule (TSS) beim Sozialen Tag mit. Für ihn stand außer Frage, dass er sich wieder an der gemeinnützigen Aktion „Schüler helfen leben“ beteiligt. Dass viele seiner Kommilitonen kneifen, kann er nicht verstehen. „Es ist doch toll, einmal etwas anderes als Schule auszuprobieren und damit gleichzeitig jemandem zu helfen“, sagt der 14-Jährige gestern. Gemeinsam mit drei anderen Klassenkameraden entschied er sich dafür, das erarbeitete Geld für DaZ-Kurse (Deutsch als Zweitsprache) zu spenden. Denn einige seiner Mitschüler brauchen noch Unterstützung beim Spracherwerb.

In der Werkstatt: Handwerkliche Tätigkeiten sind nicht unbedingt Connor Varnas Lieblingsbeschäftigungen. Doch um zu wissen, was alles zur Ausbildung im Jugendaufbauwerk gehört, nimmt der 14-Jährige schon mal den Hobel in die Hand. Quelle: Dorothea von Dahlen

Die Wahl eines „Arbeitgebers“ in Bad Oldesloe fiel Connor Varna nicht schwer. Denn das Jugendaufbauwerk der Kreishandwerkerschaft Stormarn kannte er schon von einem Praktikum und zweimal hospitierte er schon am Boys’-Day bei dem Bildungsträger. Insofern war es auch für Dennis Hanke von der Kreishandwerkerschaft ein Leichtes, eine passende Aufgabe für seinen Schützling zu finden. „Es bringt ja nichts, wenn die Schüler hier bei uns in der Ecke stehen. Davon hat keiner etwas. Darüber muss sich ein Betrieb auch im klaren sein und die Beschäftigung sinnhaft gestalten“, erzählte er.

Und so übertrug er Connor eine durchaus verantwortungsvolle Aufgabe. Der Schüler half, einen Fördermittelantrag für das Projekt „Handlungskonzept Plus“ der Kreishandwerkerschaft auszufüllen. Davon profitieren 400 Schüler im Kreis Stormarn an Gemeinschaftsschulen und Förderzentren, die Schwierigkeiten mit ihrem Abschluss oder der Suche nach einer geeigneten Berufsausbildung haben. Zuschüsse gibt es dafür vom schleswig-holsteinischen Bildungsministerium und dem Europäischen Sozialfonds.

„Ich bin eben sehr gut in Mathe und kann auch Zusammenhänge in Texten gut darstellen“, erzählt Connor. Auf die Frage, in welcher Branche er später einmal tätig sein will, antwortet er prompt:

„Kaufmännisches Büromanagement. Handwerkliches liegt mir nicht so. Aber die Arbeit am PC macht mir Spaß und auch Organisieren.“

Letzteres kommt alljährlich bei der Planung des Urlaubs zum Tragen. Das Ferienprogramm geht nämlich ganz allein auf Conners Kappe. Und so ist es auch wieder bei der Großbritannien-Reise der Fall, welche die Familie bald antritt. „Ich habe schon geplant, wie lange wir fahren und wo wir Zwischenhalt einlegen. Mein Bruder hält so lange Strecken nämlich nicht aus“, sagt der 14-Jährige.

Maßgeblich für seine Planung war auch die Frage, wo sich Skate-Parks in England befinden. Denn Connor fährt leidenschaftlich gern Trickroller und richtet danach auch die Reiseroute aus. Sogar die Hotels sucht er nach diesem Gesichtspunkt im Internet aus. Den finalen Klick auf dem Bezahlbutton betätigt aber immer noch das Familienoberhaupt.

Tag ohne Ida-Ehre-Schule

Die Teilnehmerzahlen am Sozialen Tag sind rückläufig (die LN berichteten gestern). Auch die Ida-Ehre-Schule (IES) aus Bad Oldesloe setzte nach 2015 erneut aus. „Im letzten Jahr hatten wir genau zu dieser Zeit unser 25-jähriges Bestehen, da hatte das natürlich Priorität“, so Andreas Bielke. „Diesmal haben wir die Schulkultur-Woche“, so der Leiter der Gemeinschaftsschule weiter.

Weil diese mit vielen Vorbereitungen und Proben sowie Aufführungen vor- und nachmittags und teilweise auch abends viel Zeit in Anspruch nimmt, hat die Schülervertretung sich gegen eine Teilnahme entschieden. Dabei betont Bielke aber: „Wer mindestens 14 Jahre alt ist und gewollt hätte, hätte natürlich teilnehmen dürfen.“ Es sollte niemandem verwehrt werden, an einer guten Sache mitzumachen. Von den knapp 900 Schülern der IES hatte sich jedoch niemand gemeldet.

Am Sozialen Tag der Aktion „Schüler helfen leben“ sammeln Schüler durch Arbeit Spenden für Jugendliche in Krisengebieten, diesmal für Albanien und Jordanien. 240 haben mitgemacht.  sf

Dorothea von Dahlen

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