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Stormarn Countdown für den Regionalplan Wind
Lokales Stormarn Countdown für den Regionalplan Wind
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14:24 30.11.2018
Diese Windkraftanlagen stehen bereits auf der Gemarkung Steinburg in Richtung Schiphorst. Quelle: Dorothea von Dahlen
Steinburg

Die Bürgerinitiative Gegenwind aus Steinburg ist in Habachtstellung. Denn bald läuft ein wichtiges öffentliches Beteiligungsverfahren aus. Nur noch bis Anfang Januar können betroffene Gemeinden zum Thema Windenergie Stellung beziehen und ihre Haltung zum nunmehr zweiten Teilentwurf des Regionalplans zu Protokoll geben. Darin enthalten ist auch eine Erweiterung des Vorranggebiets für den Bau von Windrädern zwischen Steinburg und Schiphorst. Zugleich aber schlägt der Entwurf einen Neuzuschnitt der Eignungsfläche zwischen dem Lasbeker Ortsteil Barkhorst und Krummbek vor, auf der schon Windräder stehen. Grund dafür ist die Neuregelung des Abstands der Anlagen zur nächsten Wohnbebauung.

Da Steinburg in beiden Fällen betroffen ist, fürchtet die Bürgerinitiative nun, „dass unsere Gemeinde durch von Windkraftanlagen in die Zange genommen wird, die die Höhe des Kölner Doms überragen.“ Laut deren Sprecher Dirk Michalowski gibt auch der Kreis Stormarn zu bedenken, dass sich bestimmte Standorte ungünstig auswirken könnten. „Vom Gesichtspunkt des Denkmalschutzes gibt es bei beiden Gebieten Bedenken. Denn die hohen Türme könnten sich störend auf die Ansicht des Dorfangers in Eichede auswirken. Die Kirche und das Ensemble stehen als Sachgesamtheit unter Schutz“, erklärt er. Außerdem liege das 75,2 Hektar große Vorranggebiet zwischen Steinburg und Schiphorst nahezu vollständig in einem Naturschutzgebiet. Gleiches gelte auch für das Vorranggebiet bei Lasbek. Dort rage der südwestliche Teil in das Landschaftsschutzgebiet Eichede hinein. Das sei in keinem der beiden Fälle nachvollziehbar. Denn laut einem Fachgutachten seien die Pläne, in diesem Bereich Windräder aufzustellen mit großen Konflikten behaftet. Nicht nur, dass dort Kranich, Rohrweihe oder Seeadler brüteten, es stelle ein wichtiges Nahrungsgebiet für Greif- und Großvögel dar.

Ebenso besorgt von möglichen Beeinträchtigungen sind die Mitglieder des Umweltausschusses von Steinburg. Sie hatten auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, das Lübecker Planungsbüro Stolzenburg mit einer Stellungnahme zu betrauen. Das ist laut Bürgermeister Wolfgang Meyer nun auch geschehen. Sobald das fertige Papier vorliegt, wird darüber im Ausschuss abgestimmt. Das letzte Wort haben die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am 17. Dezember. Letzte Abgabefrist bei den Landesbehörden ist der 3. Januar.

Dorothea von Dahlen

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