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Stormarn DGB zeigt wieder Präsenz in Bad Oldesloe
Lokales Stormarn DGB zeigt wieder Präsenz in Bad Oldesloe
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21:16 06.09.2013
Fühlt sich bereits wohl im neuen DGB-Büro: Kreisvorsitzender Uwe Teut (l.), hier mit seinem Vorgänger Walter Albrecht. Quelle: Foto: Thormählen

„Das ist ein überaus freudiger Tag“, sagte Uwe Teut, der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), als er gestern die neue Anlaufstelle für Arbeitnehmer in Stormarn vorstellte. Die Dachorganisation der acht Einzelgewerkschaften hat wieder ein Büro im Zentrum von Bad Oldesloe bezogen.

Mit dabei war auch Stormarns ehemaliger DGB-Vorsitzender Walter Albrecht, der diese Aufgabe im Gegensatz zu seinem Nachfolger Uwe Teut nicht nur ehrenamtlich bewältigen musste. Albrecht musste 1995 das damalige Gewerkschaftsbüro in der Hindenburgstraße schließen — jetzt gibt es wieder eines, nur 50 Meter entfernt an der Mühlenstraße. Beide, Uwe Teut und Walter Albrecht, machten allerdings keinen Hehl daraus, dass die in den neunziger Jahren vom DGB getroffene Entscheidung, sich aus der Fläche zurück zu ziehen, falsch gewesen sei. Im Zuge dieser damals neu geschaffenen Strukturen sei beschlossen worden, die zentrale DGB-Einrichtung in Bad Oldesloe aufzugeben. Stattdessen gab es dann nur noch die Büros in den beiden Großstädten Hamburg und Lübeck.

„Umso so erfreulicher ist es, dass wir jetzt den entgegengesetzten Weg gehen“, meinte Uwe Teut. Der Gewerkschaftsbund sei „in die Fläche zurückgekehrt“, um wieder einen Anlaufpunkt für alle Arbeitnehmer zu schaffen und damit die bisher vorhandene Lücke zwischen den beiden großen Städten wieder zu schließen.

„Unser Traum war es auch, dieses Büro ehrenamtlich zu eröffnen“, erläuterte der Kreisvorsitzende. Dabei habe es innerhalb des DGB-Vorstandes, dessen Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, eine enge Zusammenarbeit gegeben. Erfreulicherweise habe sich der Dachverband auf die Unterstützung der angeschlossenen Einzelgewerkschaften verlassen können. Uwe Teut nannte in diesem Zusammenhang die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Der DGB ist mit seinem Büro außerdem Untermieter der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di.

„Das war schon ein heftiges Stück Arbeit“, meinte Uwe Teut, der sich von der Existenz des neuen Büros einen großen Mobilisierungsschub im Kreis erhofft. Zurzeit gebe es 12 500 Mitglieder, die den acht Einzelgewerkschaften in Stormarn angehören. „1995 waren es aber schon mehr“, meinte Walter Albrecht.

Informationen für Arbeitnehmer stehen im Mittelpunkt, vor allem eine Beratung bei Rentenfragen ist vorstellbar. Außerdem könnten Probleme am Arbeitsplatz erörtert werden. Dabei, so stellten die Initiatoren klar, gebe es keine juristische Beratung. Immerhin könne der DGB auch Kontakte zu den Einzelgewerkschaften vermitteln. Nicht nur Mitglieder seien willkommen, auch andere Bürger könnten sich Ratschläge holen. „Wir wollen die Gewerkschaft wieder mit Leben erfüllen“, sagte Uwe Teut.

Vom neuen Büro aus sollen künftige Veranstaltungen gemeinsam geplant und umgesetzt werden. Dabei könne es sich nicht nur um Aktionen der Gewerkschaften handeln, auch gemeinsames Handeln mit anderen Organisationen sei möglich. Der DGB, der sich nach den Worten von Uwe Teut als politische Organisation engagiert, will damit sein gesellschaftliches Engagement stärken.

Ehrenamtlich im Dienst
4 Mitglieder des DGB wollen als Ehrenamtler für einen reibungslosen Betrieb im neuen Büro sorgen. Sie werden im Wechsel Besuchern mit Rat zur Seite stehen. Das Büro an der Oldesloer Mühlenstraße (Eingang vom Mühlenplatz) ist montags und freitags jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie mittwochs von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Der Gewerkschaftsbund ist telefonisch unter den Nummer 045 31/43 61 2 35 oder 0176/ 72 35 03 15 zu erreichen.

Michael Thormählen

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