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Stormarn Daniel Günther verspricht der Wirtschaft Unterstützung
Lokales Stormarn Daniel Günther verspricht der Wirtschaft Unterstützung
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23:07 17.05.2018
Gruppenbild mit Ministerpräsident: (v.l.) Detlev Hinselmann, Michael Sarach, Daniel Günther und Henning Görtz.  Quelle: Carstens
Ahrensburg

Denn das war der Hintergrund seines Besuchs gestern Vormittag. Detlev Hinselmann, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS), hatte zum Schlossgespräch gebeten – und neben dem Ministerpräsidenten samt Entourage auch acht namhafte Unternehmer aus Stormarn eingeladen. „Wirklich toll, dass sie alle gekommen sind“, sagte Hinselmann hinterher.

Und sie wollten nicht nur mal Daniel Günther die Hand schütteln, sondern hatten ernste Anliegen. Denn Firmen wie Basler oder Edding aus Ahrensburg stehen im globalen Wettbewerb – und fürchten immer mehr die Konkurrenz aus Fernost, namentlich aus China. „Die Chinesen haben technologisch unheimlich aufgeholt“, sagte Landrat Henning Görtz, der wie auch Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach an dem Gespräch teilnahm. Das dauerte übrigens viel länger als vorgesehen.

Die Entwicklung in Asien lasse sich nicht aufhalten, hieß es aus den Unternehmerkreisen. Man müsse ihr mit einer anderen Firmenkultur begegnen, stärker die Vorzüge der Metropolregion Hamburg herausarbeiten wie etwa die besondere Lebensqualität.

Rückenwind für den Autohof?

Die globale Konkurrenz ist also eines der Probleme, die begrenzte Fläche für Gewerbe und an Wohnraum ein anderes. Stormarn wächst weiter und der Wohnraum wird immer teurer. „Auf diese besondere Situation werden wir stärker Rücksicht nehmen“, kündigte Daniel Günther an. So wolle man zum Beispiel bei der Landesplanung darauf achten, dass man nicht landesweit überall die gleichen Standards ansetzen könne. Heißt das übersetzt, dass auf diese Weise der Weg freigemacht wird für das Projekt Autohof am Autobahnkreuz Bargteheide, das bislang von Windkraftplänen des Landes durchkreuzt wird?

So weit wollte Daniel Günther nun nicht gehen, doch er versprach, dass „Stormarn ganz vorne bleibt“. Für WAS-Chef Hinselmann und Landrat Görtz gehört der Autohof samt Gewerbegebiet in Hammoor unbedingt dazu. „Alle Lkw-Parkplätze zwischen Lübeck und Hamburg sind ständig belegt“, unterstrich Henning Görtz den dringenden Handlungsbedarf.

Nach dem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten sei er nun etwas optimistischer. Insgesamt habe er ein gutes Gefühl, was die Jamaika-Koalition in Kiel angeht. „Daniel Günther hatte ein offenes Ohr und kennt auch unsere Themen.“ Daneben komme der Wirtschaftsminister aus Ahrensburg, und Innenminister Hans-Joachim Grote kenne als Norderstedter ebenfalls die Sorgen am Hamburger Rand. Das unterstrich Ahrensburgs Bürgermeister Sarach: „Unsere regionalen Belange werden in Kiel wahrgenommen.“

Für Günther gehören dazu nicht nur die weitere Sanierung von Landesstraßen und die Einführung der S 4-Schnellbahnlinie bis Bad Oldesloe, sondern auch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur.

„Statt Stellen abzubauen, werden wir weitere zusätzliche Lehrerstellen schaffen“, sagte er.

 M. Carstens

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