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Stormarn Dart als Lebenselixier: Axel Peters will Club gründen
Lokales Stormarn Dart als Lebenselixier: Axel Peters will Club gründen
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20:32 19.01.2017

Gleich zwei Weltmeisterschaften in der angesagten Sportart Darts sind gerade erst zu Ende gegangen: Dart ist derzeit in aller Munde. Was Axel Peters (48) nur zu gut verstehen kann.

Seit mehr als 30 Jahren wirft der gebürtige Hesse die kleinen Pfeile auf die Dartscheibe, die einen festen Platz in seinem „Spielzimmer“ hat. Er hofft, durch das derzeit grassierende Dart-Fieber weitere „Infizierte“ zu finden, die mit ihm einen Dartclub in Bad Oldesloe gründen.

„Ich kenne hier in Bad Oldesloe schon fünf Dart-Spieler. Doch es gibt bestimmt noch mehr. Wenn sich ein paar Interessierte melden würden, das wäre klasse“, sagt der Schlosser, über dessen Fernseher seit dem 15. Dezember nur noch eine Sendung flimmerte: die Übertragung der beiden Dart-Weltmeisterschaften. Wie die Klitschko-Brüder in den Ring schreiten, laufen die Großen der Dart-Szene beim „Walk on“ in die Halle ein. Jeder hat seine eigene Erkennungsmelodie und wie beim Boxen ist es ein „Caller“, der sie lautstark mit lang gezogenen Silben ankündigt, damit sie sich von den Besuchermassen feiern lassen können. So gut wie beim Boxen sind die Verdienstmöglichkeiten beim Dart zwar nicht, aber bei der PDC-WM konnten Preisgelder in Höhe von zwei Millionen Pfund gewonnen werden.

„Ich habe alles verfolgt“, erzählt Peters. „Sogar die Wiederholungen am Mittag“, wirft seine Frau Kerstin ein, deren Begeisterung sich darüber allerdings in Grenzen hält. Dennoch verfolgten auch sie und die inzwischen schon volljährigen Kinder Christian und Annika in den vergangenen Wochen regelmäßig am Fernseher, wie der jeweilige Stand bei den Weltmeisterschaften ist.

Schon als Jugendlicher hat Axel Peters damit begonnen, die kleinen Pfeile mit Stahlspitze auf die Dartscheibe zu werfen. „Ich habe ein bisschen in einer Kneipe gespielt. Nur, dass Dart ein Kneipensport ist, das hört ein richtiger Dartspieler ja gar nicht gerne. Aber früher war das auch noch ein bisschen anders als heute“, erklärt er. Damals habe jeder dabei die Kleidung getragen, die er den ganzen Tag angehabt habe. „Heute trägt jeder ein richtiges Dress. Ohne geht gar nichts“, erzählt Peters, in dessen „Spielzimmer“ fein säuberlich und frisch gebügelt gleich zwei Vereinshemden hängen.

Das eine ist schwarz-rot und gehört zum 20-köpfigen Dartclub „Bulls“ Lübeck. Ein Bullenkopf prangt auf dem Rücken, darunter steht der Name „Axel P.“ Seit vier Jahren ist Peters Mitglied bei den Bulls und wurde in den Jahren 2015 und 2016 sogar Vereinsmeister. Immer mittwochs trainiert der Oldesloer Steel-Dart im Lübecker „Bermuda-Dart-Palast“, Im Gleisdreieck 24.

Das andere Dress ist dezent schwarz-grau und gehört zu den „Outsiders“, einem halb so großen Dartclub, in dem Axel Peters seit neun Monaten Mitglied ist, um E-Dart zu spielen. E-Dart sei bequemer, denn anders als beim Steel-Dart, bei dem jeder selbst den aktuellen Punktestand ausrechnen müsse, übernehme dies beim E-Dart der Automat.

„Egal ob beim E- oder Steel-Dart, am Anfang stehen immer 501 Punkte. Jeder Wurf wird davon abgezogen“, erklärt Peters, dem die Trainingsstunden in den Clubs nicht reichen. Eine halbe Stunde Training am Tag ist für ihn absolutes Minimum, sonst fehlt etwas. „Am Wochenende sind es dann auch schon mal drei Stunden am Tag“, verrät seine Frau Kerstin. Für ihren Mann ist Dart wie ein Lebenselixier. „Es macht enorm viel Spaß. Man bleibt jung, muss durch das ständige Kopfrechnen sein Hirn anstrengen und es gibt keine Altersgrenze. Dart kann man spielen, bis man umfällt“, schwärmt Peters, für den Dart pure Entspannung ist. „Wenn ich Dart spiele, kann ich abschalten und den Alltag vergessen. Und außerdem: Beim Dart gibt es keine Idioten. Das ist ein absolut friedlicher Sport.“

Petra Dreu

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