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Stormarn Das Huhn im Fokus der Wissenschaft
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20:20 12.01.2016
Auch über innovative Hühnerzucht wird im neuen Veranstaltungsreigen informiert, den der Förderverein Trenthorst organisiert hat. Hier Institutsleiter Dr. Hans Marten Paulsen, Vereinschef Gerd Hermann, FÖJlerin Ulla Fischle und Vorstandsmitglied Kurt Weirauch (v. l.). Quelle: von Dahlen

Bauschig aufgeplustert wie Kaffeewärmer hocken die Hennen auf der Stange in der Schutzhütte. Eigentlich sehen sie aus wie eine ganz normale Rasse. Doch der Name „Lohmann Dual“ verweist schon darauf, dass sie einer Spezies mit besonderen Eigenschaften angehören. Von ihren Nachkommen eignen sich nicht nur die Hennen zum Eierlegen, sondern auch die Hähnchen zur Mast. Das hat diese Rasse zum neuen Objekt wissenschaftlicher Forschung im Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst werden lassen.

Was es damit genau auf sich hat, wollen Mitarbeiter des Instituts zum Auftakt des neuen Veranstaltungsreigens erläutern, den der Förderverein für das neue Jahr zusammengestellt hat. Unter der Regie des stellvertretenden Leiters, Dr. Hans Marten Paulsen, berichten die Wissenschaftler des Hauses am Donnerstag, 28. Januar, im Trenthorster Herrenhaus, welche Erkenntnisse sie bereits gewonnen haben und welchen neuen Aufgaben sie sich zuwenden wollen. Der Hühnerzucht ist ein Vortrag am 29. September gewidmet.

Im nunmehr dritten Jahr ist Institutsleiter Professor Gerold Rahmann im Rahmen des Bundesprogramms „Eine Welt ohne Hunger“ unterwegs, derzeit in Äthiopien. Er leistet Starthilfe zum Aufbau einer funktionstüchtigen Landwirtschaft und berichtet am Freitag, 5. Februar, über die mitunter schwierigen Bedingungen seiner Arbeit.

Gleich zwei Veranstaltungen im April befassen sich mit dem Thema Trinkwasser — einmal aus globaler Sicht und schließlich auf heimische Gefilde bezogen. Zwar steht nicht zu befürchten, dass das Trinkwasserreservoir in Norddeutschland versiegt wie anderswo auf der Welt, laut Referent Guido Austen nimmt aber auch hier die Verschmutzung zu. Weitere interessante Vorträge befassen sich mit Recycling von Phosphor, Pflanzenkohle und Gefahren, die vom Jakobskreuzkraut ausgehen.

Selbstredend wird aber auch ordentlich gefeiert. Zu Himmelfahrt, 5. Mai, verwandelt sich der Versuchsbetrieb Wulmenau wieder in einen bunten Jahrmarkt mit Kunsthandwerkern, Künstlern, Tieren, vielen regionalen Produkten und Landmaschinen. Anbieter von Gemüse werden allerdings noch gesucht. Viele urige Geschichten von Trollen und nächtlicher Magie umranken das Mittsommerfest, das am 18. Juni am Herrenhaus gefeiert wird. Kinder können sich mit eigenen Augen überzeugen, ob tatsächlich Elfen und Kobolde um die Tierställe herumschleichen.

An historisch Interessierte richtet sich ein Rundgang mit Rüdiger Hildebrandt. Der gebürtige Trenthorster weiß so einiges über die Geschichte des Guts zu berichten. Wer für kulinarische Genüsse zu haben ist, mag sich zu Weinprobe, Apfeltag oder Kräutersammeln anmelden. Nicht zuletzt sucht der Förderverein das Superfoto, das die schöne Natur und Landschaft rund um Trenthorst treffend wiedergibt.

Veranstaltungen im Überblick
28. Januar: Was machen die in Trenhorst eigentlich? 19 Uhr, Herrenhaus,


5. Februar: Bericht Äthiopien, 19 Uhr, Herrenhaus,
3. März: Superfoto und Geschichten aus alter Zeit, 19 Uhr, Herrenhaus


21. April: Was geht uns die globale Wasserkrise an? 19 Uhr, Herrenhaus,
28. April: Ist das Trinkwasser in Gefahr? 19 Uhr, Herrenhaus,

5. Mai: Hoffest Betriebsgelände, 10 bis 18 Uhr Wulmenau,

21. Mai: Wildkräuter sammeln und essen, 19 Uhr, Herrenhaus,

18. Juni: Mittsommerfest, ab 19 Uhr
23. Juni: Jakobskreuzkraut 19 Uhr

17. September: Trenthorst historischer Rundgang, 19 Uhr Herrenhaus,

29. September: Die Hühnermast von morgen, 19 Uhr, Herrenhaus

6. Oktober: Erntedank, 19 Uhr,

13. Oktober: Phosphor — eine endliche Reserve, 19 Uhr, Herrenhaus

10. November Pflanzenkohle — Katalysator für nährstoffarme Böden? 19 Uhr 25. November: Weinprobe, 19 Uhr


Apfeltag Termin noch offen.

Dorothea von Dahlen

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