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Stormarn Das wollen Stormarns Abgeordnete
Lokales Stormarn Das wollen Stormarns Abgeordnete
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18:10 24.06.2017
Bad Oldesloe

Nach der Landtagswahl ziehen einige neue Abgeordnete wie Claus Christian Claussen oder Lukas Kilian (beide CDU) aus Stormarn in den Landtag ein, andere wie Anita Klahn (FDP) oder Martin Habersaat (SPD) sind schon alte Hasen. Tobias Koch (CDU) ist für den CDU-Fraktionsvorsitz im Landtag vorgesehen. Sie alle können ein Sprachrohr für Stormarn sein. Die LN haben gefragt, welche Ziele sie für ihren Heimatkreis erreichen wollen.

„Als Vertreter im Landtag haben wir eine Schlüsselposition, um Stormarner Interessen vertreten zu können“, erklärt Tobias Koch. „Wichtig ist für den Kreis die Verkehrsinfrastruktur. Ein Abbau des Sanierungsstaus und der Ausbau der Umgehung für Hammoor sind wichtige Ziele.“ Auch ein grenzüberschreitendes Gewerbegebiet mit Hamburg und eine Ertüchtigung der Abfahrten an der Autobahn 1 stehen für Koch ganz oben bei den Zielen. „Für mich ist die Verkehrspolitik ein wichtiger Punkt“, erklärt auch Lukas Kilian (CDU). „Ich möchte, dass die Landesstraßen, aber auch der ÖPNV verbessert werden.“

Wünschenswert sei ein landesweites Schülerticket für Bahn und Busse. „Auch der Sanierungsstau bei den Straßen muss abgebaut werden“, betont Kilian. Zudem müsse die Zusammenarbeit mit Hamburg verbessert werden. Die Randlage Stormarns, die eng mit Hamburg verwoben sei, solle sich auch politisch widerspiegeln.

Claus Christian Claussen (CDU) hat eine ganze Liste im Gepäck. „Die Ausschüsse werden erst später zusammengestellt, deshalb weiß man noch nicht, für welches Themengebiet man konkret zuständig sein wird“, so Claussen. Für ihn sind wichtig: „Sanierung L 88, Lärmschutz Hamberge, Radweg für Reinfeld, der Erhalt von Gemeinden und Ämtern, mehr Entscheidungsbefugnisse und Mitwirkung bei der Regionalplanung, ein aufgabenorientiertes Finanzausgleichsgesetz, S 4, Fehmarnbelt sowie mehr Personal und bessere Präsenz der Polizei gerade im ländliche Raum.“

Anita Klahn (FDP) setzt bildungspolitische Schwerpunkte. „So möchte ich recht zeitnah die Entlastung der Eltern von hohen Kitakosten und eine Verbesserung der Personalsituation in den Einrichtungen auf den Weg bringen. Ich möchte den Übergang von der Kita in die Grundschule verlässlicher gestalten und vor allem das Einschulungsalter flexibilisieren.“ Auch mehr Lehrkräfte und ein Schulbauprogramm gehören zu den Dingen, für die sie sich stark machen will. „Konkret würde ich mir wünschen, dass die hoch frequentierten Zubringer und Autobahnanschlüsse zur A 1 umgehend in die Planung und Umsetzung genommen werden“, so Klahn. „Dann hoffe ich auf eine Regelung zur Fertigstellung des Radweges an der B 75 Kalkgraben-Reinfeld.“ Auch unterstütze sie in Ammersbek die Forderung nach einem Kreisel, die Pferdesteuer, die in Tangstedt beschlossen wurde, solle abgeschafft werden.

Tobias von Pein (SPD) wird künftig in der Opposition sitzen. „Ich möchte dazu beitragen, dass das Land den Kreis in wichtigen Fragen der Infrastrukturförderung oder Wirtschaftsansiedlung unterstützt“, sagt von Pein. Weiter sei eine Entlastung der Eltern von den hohen Kita-Beiträgen eines seiner Ziele. „Mein Ziel ist eine komplett kostenlose Kinderbetreuung mit einem guten Angebot in allen Regionen des Kreises.“

In der Opposition, so Martin Habersaat (SPD) sei es mit dem Umsetzen von Zielen schwieriger als in der Regierung. „Die neu eingerichteten Oberstufen an Gemeinschaftsschulen in Bargteheide, Reinbek und Trittau brauchen faire Entwicklungschancen“, fordert er dennoch. „Keine Gemeinschaftsschule darf zur Wiedereinführung abschlussbezogener Klassenverbände gezwungen werden. Da findet sich eine sibyllinische Formulierung im Entwurf des Koalitionsvertrags.“ Auch müsse die gute Ausstattung der Schulen weitergehen. Die gute Zusammenarbeit mit Hamburg gelte es weiter zu vertiefen. Zudem solle die Landesplanung auf die Pläne zum Autohof und zur Ausweitung von Gewerbegebieten in Hammoor Rücksicht nehmen und dürfe diese nicht durch die Festlegung von Windeignungsflächen gefährden.

Bettina Albrod

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