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Stormarn Dauerregen: Überschwemmungen in Stormarn
Lokales Stormarn Dauerregen: Überschwemmungen in Stormarn
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19:37 30.01.2018
In Ahrensburg steht bei einem Tennisverein das Wasser komplett auf den Grandplätzen. Quelle: jeb
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Ahrensburg

Als die Einsatzkräfte der beiden Ahrensburger Ortswehren eintreffen, war schon deutlich das Ausmaß der Wassermassen zu sehen. Der Tennisplatz der Tennisfreunde Ahrensfelde steht komplett unter Wasser, eine kleine Pferdekoppel gegenüber auch. Auf dem kleinen Parkplatz dazwischen können gerade noch vier oder fünf Autos parken.

Das Wasser bei den Tennisfreunden beachten die Männer und Frauen der Feuerwehr nicht, Hier geht es um die Wassermassen, die von der Pferdekoppel immer weiter auf die Reitanlage Lutzenberger strömten. In einem kleinen Wohnhaus am Rande der Anlage war bereits Wasser in den Keller gelaufen. Wenige Meter weiter stand eine Schubkarre im Wasser, die Wellen der dunklen Brühe schwappten schon in einen Container mit Futter.

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Die Rettung durch die Feuerwehr kam buchstäblich in letzter Minute. Mit der Pumpe des Löschfahrzeugs versuchten die Einsatzkräfte das Wasser von den Futtercontainer fernzuhalten. Über eine längere Schlauchleitung wurde das Wasser in eine kleine Senke hinter der Anlage gepumpt. Doch bis die Reitanlage wieder einigermaßen trocken ist, wird noch viel Zeit ins Land streichen.

Der Grundwasserspiegel ist sehr hoch, der Boden völlig aufgeweicht. Uns so standen auch diverse Ponys auf einem Paddock in knöcheltiefem Schlamm. Besserung ist in den kommenden Tagen und Wochen kaum zu erwarten. Für heute hat der Wetterbericht schon wieder ergiebigen Regen angesagt, danach soll es mit leichten Regenschauern weitergehen. Lediglich auf den höher gelegenen Pferdekoppeln können die Pferde auf nicht ganz so durchgeweichten und matschigen Böden laufen. Alternativ müssten sie in ihren Boxen gehalten werden.

Und es scheint nun ein weiteres Problem auf die Landwirt zuzukommen. Vielfach sind die weichen Äcker nicht mit dem Traktor und einem Anhänger zu befahren. Somit können die Bauern auch keine Gülle ausbringen und es drohen möglicherweise einige Güllebehälter überzulaufen, weil sie dem Druck des Grundwassers nicht mehr lange standhalten können.

Eine Familie in der Nähe des Reiterhofes muss sogar auf ihre Gartengeräte noch eine Weile verzichten. Ihre Wiese hinter dem Wohnhaus steht mindestens einen Meter hoch unter Wasser. Und darauf steht eben jenes kleine Gartenhaus mit den Gerätschaften. Auch hier steht der Wasserpegel bei etwa einem Meter.

Die Feuerwehren können nur von Tag zu Tag denken. Wenn sie gerufen werden, geben sie ihr Bestes, doch das Wetter macht ihre tolle Arbeit manchmal in wenigen Stunden wieder zunichte.

Von Jens Burmester

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