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Stormarn Demo für Hochhausbau im Stoltenrieden
Lokales Stormarn Demo für Hochhausbau im Stoltenrieden
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21:16 10.09.2013
Auge in Auge mit den Demonstranten: Der Grünen-Politiker Wilfried Janson mit den Anwohnern des Stoltenrieden 18 bis 18b. Quelle: Foto: kks

Den Bewohnern der Häuser Stoltenrieden 18 bis 18 b in Bad Oldesloe ist nicht wohl. Sie befürchten, dass sie bei der Aufstellung des Bebauungsplanes 110 Nachteile in Kauf nehmen müssen. Genauer geht es um die Folgen, die ein Abriss des nördlichen Hochhauses Stoltenrieden 14 bis 16 in ihrem Wohngebiet hätte, das bereits leer steht. Die Frage sind: Was kommt dann dort hin? Wie hoch darf der Investor bauen?

Damit konfrontierten viele Mieter und Eigentümer jetzt die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Stadt (BPA). Ausgestattet mit Transparenten und Schildern forderten sie: „Wir wollen wieder ein Hochhaus im Stoltenrieden wie bisher“ oder „Wir wollen auch künftig ins Grüne schauen und nicht auf eine Hauswand“. „Wir wollen nicht, dass da ein Haus so nah dran gebaut wird“, erklärt Heide Schaar, die gemeinsam mit ihrem Mann Gerd zur Demo erschienen war. „Jetzt können wir noch ins Grüne schauen“, so Schaar, die ihre Wohnung bisher noch vermieten. Der Blick ins Grüne solle auch so bleiben.

Es ist noch gar nicht sicher, was in dem Wohngebiet genau passiert. Bisher hat sich die Politik, das machte die BPA-Vorsitzende Maria Herrmann (SPD) deutlich, dafür ausgesprochen, dass das achtgeschossige Hochhaus durch ein fünfgeschossiges plus Staffel und zwei dreigeschossige plus Staffel ersetzt werden soll. In der Planung ist das die Variante eins, die — zusammen mit der Variante drei — auch bereits öffentlich ausgelegt war.

Darauf hätten, so der Sprecher des Verwaltungsbeirates der Wohnanlage Stoltenrieden 18 bis 20 b, Wolfgang Lieder, viele auch reagiert und ihre Bedenken und Einwände eingereicht: „Aber warum bekommen wir keine Eingangsbestätigung und einen Sachstandsbericht? Wir lehnen einen Neubau ja nicht ab. Wir sind nicht dagegen, dass in gleicher Form wieder ein Hochhaus dahin kommt.“

„Das ist nicht üblich“, erklärte Herrmann und verwies darauf, dass eine Abwägung noch nicht vorgenommen worden sei. Diese werde für den Ausschuss aufbereitet — mit den Bedenken der Anwohner — und dann vorgestellt. „Wir haben noch gar keine Entscheidung getroffen“, so die Ausschussvorsitzende. „Wir werden die Abwägung zu gegebener Zeit diskutieren.“ Voraussichtlich in der Novembersitzung, dann können auch die Anwohner dabei sein.

Vier Hochhäuser
1967 bis 1970 wurden insgesamt vier Hochhäuser am Stoltenrieden gebaut. Die drei südlichen Häuser wurden mittlerweile saniert, die Wohnungen stehen dem Markt zur Verfügung. Das vierte — es steht lange leer — soll abgerissen werden. Die Häuser haben unterschiedliche Eigentümer.

Kerstin Kuhlmann-Schultz

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