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Stormarn Demokratie erfahren
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20:27 07.07.2017
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Reinbek

Stormini, eine Woche lang die 1111. Kommune in Schleswig-Holstein, öffnet in den Sommerferien wieder ihre Tore. Vom 23. bis 29. Juli werden 270 Kinder zwischen neun und 13 Jahren nach Neuschönningstedt ziehen, um dort rund um die Begegnungsstätte Neuschönningstedt, die Gertrud-Lege-Schule und die Gethsemane-Kirche spielerisch Demokratie zu erfahren. Von der Verwaltung über Wirtschaftssystem, Mitbestimmung, Arbeitsmarkt, Kirche, Parlament oder Freizeit werden die Bewohner alles erlebenen, was eine echte Demokratie ausmacht, inklusive eigener Währung, der Stormark.

„Neu sind in 2017 die Lohnerhöhung auf neun Stormark die Stunde, eine Kinderuni der Weltreligionen sowie Arbeitsplätze als Literaturkritiker, Hotelfachkind, Medientechniker und Korbflechter“, sagt Ansgar Büter-Menke vom Kreisjugendring (KJR) Stormarn, der die Veranstaltung organisiert. In der Kinderstadt läuft alles so ab wie im realen Leben auch. Die Kinder bilden Zeltgemeinschaften und suchen sich jeden Tag einen Beruf, mit dem sie ihre Stormark verdienen wollen. Dafür gibt es das Arbeitsamt und viele Angebote aus Handwerk und Wirtschaft in der Region, die bei Stormini dabei sind.

So wird beispielsweise der Rowohlt Verlag als Arbeitgeber vertreten sein, die Kreishandwerkerschaft Stormarn macht mit, der Juniorcampus der FH Lübeck oder die Sparkasse Holstein. Das verdiente Geld kann anschließend für die selber gefertigten Produkte wieder ausgegeben werden.

Unterstützt wird das Demokratiespiel von 200 ehrenamtliche Helfer sowie logistisch durch das DRK, den Kinderschutzbund, die Feuerwehr und Unternehmen aus der Region. Die Beliebtheit des Demokratiespiels ist unverändert groß. „Für die 260 Plätze in Stormini gab es rund 500 Bewerbungen“, sagt Büter-Menke. „28 Schlafzelte gibt es, insgesamt werden 65 Zelte rund um die Begegnungsstätte Neuschönningstedt stehen.“ Das Gelände ist abgeriegelt, Torwachen regeln den Einlass. Am 26. Juli ist die Bürgermeisterwahl, am 27. Juli findet der ViP-Tag statt: Dann dürfen auch Erwachsene Stormini besuchen.

Gut 100 Kinder kommen aus Reinbek, 170 aus dem gesamten Kreis Stormarn. Auch zwölf Kinder aus Flüchtlingsfamilien und sechs Kinder aus Reinbeks polnischer Partnerstadt werden in die Zeltstadt einziehen. Möglich wird das Projekt durch die Förderung vom Kreis Stormarn, der Sparkassen-Stiftung Stormarn, der Bürger-Stiftung Stormarn, der Sparkasse Holstein, der Kreishandwerkerschaft Stormarn und der Stadt Reinbek. Ministerpräsident Daniel Günther hat sich kurz nach Amtsantritt sofort bereit erklärt, die Schirmherrschaft seines Vorgängers Torsten Albig weiterzuführen. Die nächste Kinderstadt schlägt im kommenden Jahr in Reinfeld ihre Zelte auf. Infos unter www.stormini.de.

ba

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