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Stormarn Denkmalamt soll den Schulgarten prüfen
Lokales Stormarn Denkmalamt soll den Schulgarten prüfen
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20:17 10.09.2013

Ein Protest jagt dieser Tage den nächsten in Bad Oldesloe. Auch die Anwohner des Gartens der einstigen Landwirtschaftsschule in Bad Oldesloe lassen nicht locker. Sie haben eine Unterschriftenaktion für dessen Erhalt gestartet. Der Kreis Stormarn hatte das Grundstück hinter dem Schulgebäude zum Verkauf ausgeschrieben. Es gibt zwei Investoren, die das Gelände bebauen wollen. Über den Verkauf entscheidet letztlich der Kreistag.

Die Mitglieder der Oldesloer Grünen-Fraktion haben inzwischen auf die Proteste der Anwohner reagiert. Sie wollen über das Landesamt für Denkmalpflege prüfen lassen, ob die 1956 vom Anthroposophen Max Karl Schwarz errichtete Anlage als Gartendenkmal eingestuft werden kann. „Wenn dieser Park, der sich im Besitz des Kreises Stormarns befindet, ein Denkmal wird, sollte er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, heißt es in einer Presseerklärung. Doch selbst wenn der Bescheid der Landesbehörde negativ ausfalle, müsse auf jeden Fall der wertvolle Baumbestand des Geländes unter Schutz gestellt werden.

Die Anwohner sind ihrerseits nicht untätig geblieben, um auszuloten, ob es weitere rechtliche Festlegungen gibt, die zum Schutz der Bäume herangezogen werden könnten. Gudrun Behnsen-Katenhusen hat sich mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft Schleswig-Holstein in Verbindung gesetzt, um prüfen zu lassen, welchen Wert die Bäume auf den Gelände haben.

Demnach handelt es sich bei der rund 2700 Quadratmeter großen Fläche um Wald. Darin stehen etwa 50 Jahre alte Buchen, Eichen, Amerikanische Roteichen, Lärchen, Küstentannen, Douglasien sowie andere Gehölze. Einige Bäume auf dem Rasen des Schulgeländes seien indes weiträumiger gepflanzt und somit eher Obstbäume als seltene Parkbäume.

„Die auf offener Fläche stehenden Bäume könnten also ohne weiteres abgesägt werden. Der Investor kann höchstens verpflichtet werden, an anderer Stelle Ersatz zu pflanzen“, sagt die Sprecherin der Anwohner. Denn die Stadt Bad Oldesloe besitze zurzeit keine Baumschutzsatzung. Zwar wolle die SPD erneut über die Wiedereinführung abstimmen lassen, aber ob sie sich damit durchsetze, sei noch nicht klar.

Gudrun Behnsen-Katenhusen moniert zudem, dass die Kritik am Grundstücksverkauf stets damit abgetan werde, es sei zu früh, sich zu beschweren. Die Stadt Bad Oldesloe könne schließlich Einfluss auf die Art der Bebauung nehmen, so dass der Park geschützt bleibe. Doch das sei nicht garantiert. Wenn der Investor einen Plan vorlege, wonach sich die neue Immobilie in die angrenzende Bebauung einfüge, greife automatisch der Paragraph 34 des Bundesbaugesetzes. Dann müsse auf jeden Fall noch eine Baugenehmigung erteilt werden.

Dorothea von Dahlen

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