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Der Bargteheider Buckel bleibt

Bargteheide Der Bargteheider Buckel bleibt

Der Bargteheider Buckel bleibt bestehen. Beim Bau der umstrittenen Erhöhung an der Einmündung Westumgehung, Alte Landstraße ist laut Prüfungsbericht gegen keine Richtlinie verstoßen worden. Die Verwaltung hatte das Verkehrsgutachten in Auftrag g

Stormarn. Der Bargteheider Buckel bleibt bestehen. Beim Bau der umstrittenen Erhöhung an der Einmündung Westumgehung, Alte Landstraße ist laut Prüfungsbericht gegen keine Richtlinie verstoßen worden. Die Verwaltung hatte das Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, nachdem sich eine Bürgerinitiative gebildet hatte, die dafür eintritt, den Buckel durch einen Kreisverkehr zu ersetzen. Zuvor hatte der damalige Finanzminister Rainer Wiegard im Wahlkampf aber schon versprochen, der Buckel komme weg

Ein Kreisel würde viel zu teuer, zumal laut Gutachten ein einspuriger Kreisel möglicherweise gar nicht mehr ausreichen würde. „Die Belastbarkeit wäre zu klein, so dass wahrscheinlich ein zweispuriger Kreisel gebaut werden müsste. Der würde aber etwa 1,2 Millionen Euro kosten“, erläutert Bargteheides Bauamtsleiter Jürgen Engfer.

Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass beim Bau der Straße die richtigen Richtlinien angewendet wurden. „Der Buckel ergibt sich zwangsläufig aus den fahrdynamischen Anforderungen“ und der einschlägigen Normen folgend angesetzten Querneigung von 5,5 Prozent.“ Die anschließende scharfe Kurve sei zwar „grenzwertig“, aber vertretbar. Insgesamt sei der Buckel allerdings „eine nicht besonders gelungene und höchst unbefriedigende planerische Lösung“, merkt der Gutachter an.

Wenn man die Einmündung dennoch zu einem Kreisverkehr umbauen wolle, werde das teuer. Denn zuvor müsse die Verkehrsprognose aktualisiert werden. Wahrscheinlich seien danach zweistreifige Zufahrten oder auch ein Turbo-Kreisverkehr notwendig, so dass Kosten bis zu 1,2 Millionen Euro anfallen würden. Falls die Prognosezahlen einen einspurigen Kreisel erlaubten, müssten dafür bis zu 600 000 Euro ausgegeben werden. „Die Verkehrssicherheit ist in der bestehenden Situation objektiv nicht in besonderem Maß gefährdet“, so das Gutachten weiter.

„Die Stadtpolitiker werden sich in ihrer nächsten Sitzung mit dem Gutachten beschäftigen, aber ein Umbau zu einem Kreisel wird nicht mehr stattfinden“, sagt Engfer. „Im Gespräch sind noch kosmetische Änderungen in kleinerem Umfang.“ An denen würde sich das Land auch beteiligen.

„Das Gutachten hat unsere Argumentation bestätigt“, erklärt Jens Sommerburg, der Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck, auf Nachfrage der LN. „Kosmetische Änderungen sind aber noch möglich. Das Land hat sich bereit erklärt, sich daran zu beteiligen.“ In welcher Höhe stehe aber noch nicht fest. Angelika Schildmeier, die sich in der Anti-Buckel-Initiative engagiert hat, akzeptiert die Entscheidung. „Wenn ein Pferd tot ist, steig’ ab“, sagt sie. „Die Einschätzung ist von einem Gutachter vorgelegt worden, dem auch Herr Knoll vertraut.“ Eckehard Knoll hatte die Anti-Buckel-Initiative ins Leben gerufen und ist selber Fachmann. „Auch wenn der Bau rechtens ist, bleibt meine Kritik daran zu hundert Prozent bestehen“, sagt Angelika Schildmeier. „Ich spreche nicht für die Initiative, sondern bin nur Mitglied. Aber mich würde interessieren, was sich jetzt noch machen lässt.“

Rainer Wiegard (CDU), Bargteheider und bis zur Wahl im April Finanzminister in Kiel, reagierte überrascht. Als er noch im Amt war, hatte er angekündigt, dass der Buckel weg müsse. „Ich kenne das Gutachten dazu noch nicht“, sagte Wiegard gestern auf Nachfrage. „Aber wenn diejenigen, die jetzt zu entscheiden haben, anders entschieden haben, lässt sich das nicht ändern. Sie haben dann auch die Folgen zu verantworten.“ Er sei aber nach wie vor im Gespräch mit den zuständigen Ministern. „Ich setze mich weiter dafür ein, ich halte es für notwendig, die Situation zu verändern.“

Der Ausschuss für Stadtplanung, Grünordnung und Verkehr trifft sich am Donnerstag, 1. November, um 18.30 Uhr im Ratssaal in Bargteheide.

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