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Stormarn Der Kreis wird zum Gourmettreff
Lokales Stormarn Der Kreis wird zum Gourmettreff
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20:24 26.05.2016
Die Gastronomen und ihre Mitarbeiter haben die neuen „Stormis“ auf den Weg gebracht. Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob
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Braak

Der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Dirk Steenbock, hat sie liebevoll „unsere Stormis“ genannt – die 16 kulinarischen Köstlichkeiten, die unter dem Motto „Stormarn tischt auf, Schleswig-Holstein is(s)t lecker“ im Saal des Braaker Krugs präsentiert wurden. 16 Stormarner Gastronomen haben mitgemacht und bieten ihre Stormi-Premium- und Premium-Gourmetteller ab sofort bis Mitte September an. Diese Dehoga-Aktion findet mittlerweile zum zehnten Mal statt.

Jan und Sandra Steenbock präsentieren ihren Premiumteller.

Unter anderem locken die Betriebe mit einem Chili-Lachs-Burger, bestehend aus einem gebratenen Ostseelachs auf Salat, Chili-Meerrettich-Topping im Vollkorn-Brioche-Brötchen und Pommes mit Sour-Creme, oder mit einem zwölf Stunden geschmortem Rinderbraten von der Holsteiner Färse mit Portwein Schalotten, Sahnebohnen und zweierlei Knödel-Törtchen. Natürlich ist auch Labskaus dabei. Es gibt die nordische Spezialität unter anderem mit Matjes, Rollmops, Spiegeleiern, Gewürzgurke und roter Beete. Die „Stormis“ reichen vom feinen Tatar über gegrilltes Kalbskotelett mit Pilzrisotto bis zum geschichteten, schwarzen Heilbutt oder einer deftigen Ochsensülze mit Kräuterschmand. 60 Prozent der verwendeten Produkte stammen aus der Region.

Zum Empfang und zur Präsentation der Gerichte begrüßte Dirk Steenbeck die teilnehmenden Gastronomen sowie Kommunalpolitiker, Vertreter aus Vereinen und Verbänden, Sponsoren und Freunde der Stormarner Küche. Der Dehoga-Kreischef lobte die Betriebe fürs Mitmachen, fand aber auch kritische Worte, was Verordnungen beispielsweise im Umgang mit Allergenen und deren Ausweisungen auf der Speisekarte angingen. „Es wird für uns immer komplizierter“, so Dirk Steenbock.

Noch deutlicher wurde der Präsident des Dehoga Schleswig-Holstein, Axel Strehl aus Ahrensburg. An die Adresse der anwesenden Politiker sagte er: „Wenn Sie einmal die Gelegenheit haben sollten, Bundespolitiker aus Berlin zu treffen, dann treten Sie denen mal kräftig gegen das Schienbein.“ Die gegenwärtigen Arbeitszeitverordnungen in der Gastronomie gingen am Leben vorbei. Jeder, der im Event- und Saisongeschäft tätig sei, wisse, dass nicht jeder Arbeitstag gleich sei. „Wir sitzen ja nicht in einem Rathaus“, sagte Axel Strehl. In das gleiche Horn stieß Friederike C. Kühn, Präses der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck: „Was die Arbeitszeiten betrifft, geht vieles an der Realität vorbei.“

Trotz der deutlichen Kritik hatten die etwa 160 Gäste aber dennoch Gelegenheit, ausgiebig zu schlemmen. Zwar wurden nicht die 16 „Stormis“ aufgetischt, denn das hätte den zu verkostenden Rahmen gesprengt. Stattdessen brillierten die Stormarner Betriebe mit einem Holsteiner Büfett. jac

Zwei Angebote

Diese Betriebe machen mit: Restaurant KandelaR im Hotel Hinz (Bad Oldesloe), Rohlfshagener Kupfermühle (Tremsbüttel), Restaurant und Café Klassenzimmer (Hammoor), Landgasthaus Zum Fasanenhof (Jersbek), Zum Dorfkrug (Ammersbek), Parkhotel (Ahrensburg), Restaurant Strehl (Ahrensburg), Casa Rossa (Ahrensburg), Braaker Krug (Braak), Landhaus Schäfer (Lütjensee), Gasthof Stahmer (Hohenfelde), Gasthof Waldeslust (Hamfelde), Strandhus (Großensee), Restaurant & Café Klönschnack (Oststeinbeck), Prahls Gasthof – Ohe (Reinbek), Schloss Reinbek (Reinbek).

Premium- und Premium-Gourmetteller kosten 14 Euro oder 19,50 Euro.

LN

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