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Bargteheide Der Löwe in der Pausenhalle

Hannelies Ettrich hat die Spuren von 25 Beispielen für Kunst am Bau in Bargteheide verfolgt.

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Die Anne-Frank-Schule in Bargteheide wurde um das Wandbild „Das Gericht der Tiere“, das Harald Duwe 1966 geschaffen hat, herum gebaut.

Quelle: Foto: Günther Bock, Hfr

Bargteheide. Ganz Bargteheide ist eine Kunstgalerie: Von 1956 bis 2013 sind 25 Kunstwerke mit Förderung des Landes als Kunst am Bau oder Kunst im öffentlichen Raum entstanden, von denen der Großteil noch erhalten ist. Vor städtischen Gebäuden, in Schulen oder im Park finden sich Arbeiten renommierter Künstler, die sich teils international einen Namen gemacht haben. Stadtarchivarin Hannelies Ettrich hat die Werke zusammengetragen und die Geschichte hinter der Kunst recherchiert. Gemeinsam mit Günther Bock entstand so die Ausstellung „Open Space“, die im Rahmen des 150.Kreisgeburtstags jetzt im Rathaus zu sehen ist und zu der eine Broschüre vorliegt.

LN-Bild

Hannelies Ettrich hat die Spuren von 25 Beispielen für Kunst am Bau in Bargteheide verfolgt.

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Der Ausstellung gelingt es, den Besuchern die Augen für das zu öffnen, was sonst kaum wahrgenommen wird: Allen voran das große Wandbild „Das Gericht der Tiere“ nach „Reineke Fuchs“, das Harald Duwe 1966 ursprünglich für die Emil-Nolde-Schule angefertigt hat. „Als die Halle zur Turnhalle umgebaut wurde, bekam das Bild zum Schutz eine beigefarbige Teppichverkleidung und ward nicht mehr gesehen“, so Hannelies Ettrich. Der Kunstsinn war aber noch da: Als der Trakt später abgerissen wurde, um Platz für die Anne-Frank-Schule zu machen, blieb nur das Wandbild stehen. „Die neue Schule baute man darum herum“, sagt Hannelies Ettrich, „diese Ehrung eines Duwe soll uns erstmal jemand nachmachen.“

Das Spektrum der öffentlich aufgestellten Arbeiten reicht von Plastiken über Malerei und Holzskulpturen bis zu Wandbildern und der Performance auf Knopfdruck am Beispiel der Sprachdusche. Die Kunst wurde selbstverständlich in den Alltag integriert. „Der kleine Bronzewassermann in der Bonhoeffer-Schule bekam den Spitznamen ,unser Neck’“, berichtet Hannelies Ettrich. Allerdings mussten auch zwei Holz-Skulpturen von Thomas Helbig aus dem Stadtpark ins Ganztagszentrum geholt werden, weil es zu Vandalismus gekommen war. „Anhand der Werke lässt sich die Kunstentwicklung der letzten 60 Jahre ablesen“, erläutert Hannelies Ettrich. Aus Schmuck am Bau sei Kunst geworden, die auch eine Funktion übernehme – hier sind die farbigen Leitsysteme im Kopernikus-Gymnasium ein Beispiel. Allerdings seien auch einige Kunstwerke abgebaut worden oder fristeten im Keller und hinter Schränken ein stiefmütterliches Dasein, was Künstler Ivar Rodowitz, der wie auch Siegfried Assmann und weitere Künstler zur Eröffnung gekommen war, beklagte.

Kunst in Bargteheide müsse gemeinsam weiterentwickelt werden, erklärte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, da sie nicht mehr aus Landesmitteln gefördert werde. „Die Emil-Nolde-Büste ist restaurierungswert, eine Bronzefigur liegt im Schulkeller und das Wandbild in der Emil-Nolde-Schule muss wieder freigelegt werden.“

In 60 Jahren habe Bargteheide 250000 Euro in Kunst investiert. Kreiskulturreferentin Tanja Lütje lobte das Projekt: „Die Dokumentation in Bargteheide ist Pionierarbeit für den Kreis.“ Geplant sei ein kreisweites Projekt, das aus zehn Gemeinden im Kreis öffentliche Kunstwerke als Ausstellung zeigt.

Rathaus zeigt die Kunst

Die Ausstellung „Open Space“ ist bis 5. Januar 2018 im Bargteheider Rathaus zu sehen. Dazu ist in der Reihe „Bargteheide. Beiträge zu Geschichte und Gegenwart“ zum 150. Kreisgeburtstag die Broschüre von Hannelies Ettrich, „Open Space Bargteheide – Kunst im öffentlichen Raum“ erschienen. Sie kostet 12,50 Euro.

Am 10. September bietet Hannelies Ettrich um 10.30 und um 15.30 Uhr zwei Führungen zur Kunst im öffentlichen Raum an.

Bettina Albrod

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