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Der Regenbogen wird doppelt so groß

Hamberg Der Regenbogen wird doppelt so groß

Hamberge investiert rund 1,7 Millionen Euro in den Ausbau der Kindertagesstätte.

Hamberg. Nach der Erweiterung ist vor der Erweiterung – jedenfalls für die Kita Regenbogen in Hamberge. War die Einrichtung erst 2012 vergrößert worden, plant die Gemeinde jetzt einen gewaltigen Wurf. Rund 1,7 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr für einen Anbau ausgegeben werden. Damit stehen fast 130 Betreuungsplätze zur Verfügung. „Wir müssen unsere Infrastruktur ausbauen“, erläuterte Bürgermeister Paul Friedrich Beeck (CDU) bei der offiziellen Vorstellung der Planungen.

Vor dem Hintergrund der notwendigen Kita-Erweiterung gebe es eine „erfreuliche Entwicklung“, sagte Paul Friedrich Beeck während einer Einwohnerversammlung in der Sporthalle: „Wir haben sehr viele Kinder und wollen eine lebendige Gemeinde sein.“ Deshalb hätten sich auch Überlegungen aus der jüngeren Vergangenheit als falsch herausgestellt: „Wir haben den Kindergarten 2012 großzügig ausgebaut.

Doch jetzt hat er sich schon als zu klein erwiesen.“

Der Bürgermeister wies auf eine Warteliste mit zwölf Kindern hin, denen in Hamberge keine Betreuungsangebot unterbreitet werden könne. Außerdem müssten einige Jungen und Mädchen Einrichtungen in Nachbarorten besuchen.

Architektin Swantje Meins betonte, für die geplante Erweiterung habe sich der jetzige Standort der Kita Regenbogen als sinnvoll herausgestellt. Der geplante Anbau an der Schulstraße werde größer sein als das vorhandene Gebäude. Vorgesehen ist für das Projekt ein sehr abschüssiges Areal – aus diesem Grund gibt es später ein Untergeschoss, das die Kinder zu ebener Erde verlassen können. Möglich, so die Planerin, sei auch ein barrierefreier Zugang.

Das künftige Obergeschoss wird das gleiche Höhenniveau wie der vorhandene Kindergarten aufweisen. Neu- und Altbauteile werden mit einem sechs Meter langen Zwischentrakt verbunden, der als Multifunktionsraum dienen kann. Für Autostellplätze sollen neuen Bereiche ausgewiesen werden.

Die Ausschreibungen zur Vergabe der fälligen Arbeiten laufen zurzeit. „Wir können voraussichtlich noch vor Weihnachten die Aufträge erteilen“, sagte Meins. Sie rechnete damit, dass Anfang des neuen Jahres der erste Spatenstich erfolge. nach einer Bauzeit von rund zehn Monaten könnte das Gebäude im Oktober oder November kommenden Jahres bezogen werden. „Das hängt auch von der Witterung ab“, meinte die Architektin. Auf die Firsten ging auch Bürgermeister Beeck ein: „Der Neubau muss bis spätestens Ende 2017 bezogen werden.“ Dies sei wichtig, um über die zugesicherten Zuschüsse des Kreises verfügen zu können. Der will nämlich das Hamberger Vorhaben mit 360000 Euro unterstützen. Erste Arbeiten gibt es bereits in diesen Tagen, um den Baumbestand zu sichern.

Wenn alles gut geht, werden in knapp einem Jahr 95 Plätze in fünf Elementargruppen für Drei- bis Sechsjährige sowie 30 Krippenplätze in drei Gruppen für die Kinder bis zu drei Jahren zur Verfügung stehen. Damit wird sich die Kinderzahl insgesamt im Vergleich zur aktuellen Situation etwa verdoppeln. Kita-Leiterin Sylvia Klafack wies darauf hin, dass jede Gruppe von einer Erzieherin und einer weiteren Mitarbeiterin betreut werde.

Nach der Erweiterung eröffneten sich für die Einrichtung der evangelischen Kirche ganz neue Möglichkeiten, weil künftig jede Elementargruppe über einen eigenen Nebenraum verfüge, so Sylvia Klafack.

Geplant sei auch, dass später die Kinder nicht mehr ihr Frühstück von zu Hause mitbringen sollen. Stattdessen werde diese Mahlzeit von der Kita gestellt.

Bei der Finanzierung des Vorhabens gibt es nach den Worten des Bürgermeisters kein Problem. Die Gemeinde habe die Flächen des neuen Baugebietes, in dem am Ortsrand jetzt Wohnhäuser entstehen, günstig erworben. Dank der „Planungsgewinne“ könne die Kita-Erweiterung bezahlt werden: „Wir brauchen dafür keine Kredite.“ Das 6000 Quadratmeter große Kindergartengelände befinde sich in kommunalem Eigentum.

Michael Thormählen

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