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Stormarn „Der Sport verbindet uns“
Lokales Stormarn „Der Sport verbindet uns“
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20:40 14.06.2017
Markus Kratz (r. ) beim Inklusionsschwimmkurs des VfL Oldesloe.

Die Kombination von Sport und Sozialem machte sich bei Markus Kratz schon früh bemerkbar, spielte er doch zum einen mit Begeisterung Fußball und trat zum anderen bereits mit sechs Jahren den Pfadfindern in Ahrensburg bei. Insofern hat der in Mollhagen aufgewachsene heute 28-Jährige mit seiner derzeitigen Arbeit als „mobiler Sportlehrer“ seine persönliche Berufung gefunden.

Markus Kratz trainiert Menschen mit und ohne Handicap – Er ist als LN-Sportheld nominiert.

Die bewusste Begegnung mit Menschen mit Handicap, machte Kratz bei seinem Zivildienst an der Woldenhorn-Schule in Ahrensburg vor sechs Jahren. „Tatsächlich hatte auch ich da anfangs noch Berührungsängste“, gibt er zu, doch der sympathische Sportler erkannte schnell: „Ein Sportprogramm für Menschen mit Handicap zu erstellen, wäre die richtige Aufgabe für mich.“ Und so studierte er in Kiel Sportwissenschaften, Schwerpunkt „Sport und Gesundheit“ auch in diese Richtung. Nach seinem Abschluss erstellte er schon Gesundheitsprogramme, gab Rückenkurse und war in der Ergonomieberatung für Büroeinrichtungen tätig.

Auf der Suche nach einer Festanstellung stieß Markus Kratz 2016 dann auf die Anzeige des Kreissportverbandes (KSV) Stormarn am Schwarzen Brett der Uni Kiel, welcher für sein Projekt „Inklusionssport – gemeinsamer Sport für alle“ einen Projektleiter suchte, der durch Gründung von Kursen Menschen mit und ohne Handicap im sportlichen Bereich zusammenführen sollte. „Da ich schon immer wusste, dass ich kein Büromensch bin und das Projekt zudem von meinem ehemaligen Professor Dr. Manfred Wegner mit betreut wurde, bewarb ich mich – und hatte die Stelle bereits zwei Wochen später“, sagt Kratz, der selbst Vollblutsportler ist, sich mit Laufen, dem Rennrad, Klettern, aber auch Standardtanz und Rucksacktouren fit hält. „Als Projektleiter des KSV-Projektes ,verhandle’ ich nun vormittags mit den verschiedenen Vereinen, am Nachmittag betreue ich die einzelnen Kurse, die im Zuge dieses Projektes entstanden sind“, beschreibt der gebürtige Hamburger seinen Arbeitstag.

Inzwischen gibt es zwanzig dieser Sportangebote, die der in Tremsbüttel wohnhafte Sportler ins Leben gerufen hat und unterstützt. Er hat dabei auch den „Rollstuhlbasketball“ als Sport für sich selbst entdeckt. Ansonsten hat Markus Kratz eher wenig Freizeit, versucht sich aber durch Reisen und Treffen mit Freunden kleine Auszeiten zu nehmen. Allzu schlimm findet er die nun knappe Freizeit nicht, schließlich geht er in seiner Arbeit auf. Ziel des drei Jahre laufenden KSV-Projektes ist es, dass die Sportangebote nach und nach selbständig, also ohne Kratz, laufen.

Ein Anfang ist geschaffen, denn inzwischen sind auch erste Sportler mit Handicap zu Übungsleitern ausgebildet worden und viele Hemmschwellen schon abgebaut. Kratz geht aber noch einen Schritt weiter: „Es wäre schön, dass eben diese Angebote auch über die drei Jahre hinaus weiter bestehen und dass man das Wort ,Inklusion’ gar nicht mehr verwendet. Gemeinsamer Sport von Menschen mit und ohne Handicap sollte zur Selbstverständlichkeit werden“, wünscht er sich.

Helden gesucht

Die LN suchen im Norden monatlich nach den „Helden von hier“! Im Juni küren wir die Helden des Sports. Wer investiert viel Zeit, um Kinder zu trainieren? Wer kümmert sich um sportliche Senioren? Wer sorgt im Hintergrund dafür, dass Sportanlage und Umkleidekabine im 1a-Zustand sind? Wer ist Ihr persönlicher Held?

So geht‘s: Kandidaten werden unter www.helden-von-hier.de vorgeschlagen. Der Kandidat wird „freigeschaltet“, wenn sein Einverständnis vorliegt. Ab dann kann abgestimmt werden. Für die Sieger richten die LN ein Fest aus. Der Pokal wird durch den Paten überreicht wird. Gewinnen kann auch jeder, der seine Stimme abgibt: Die LN verlosen wertvolle Preise.

Internet: www.helden-von-hier.de

Video: www.LN-Online.de

Entweder oder, Herr Kratz!?

Tee oder Kaffee?

Kaffee.

Wein oder Bier?

Aktuell mehr Wein.

Süß oder doch lieber herzhaft?

Herzhaft.

Hund oder Katze?

Hund.

HSV oder FC St. Pauli?

St. Pauli, und Kiel verfolge ich natürlich, weil ich da sieben Jahre lang gewohnt habe.

Berge oder Wasser?

Ich mag sowohl Strand- als auch Bergurlaub.

Steak oder Salat?

Steak.

Die weiteste Reise?

Nach Norwegen, da habe ich mit

meinen Eltern eine See-Kajak-Tour gemacht.

Aktuelles Buch?

„Teile Dein Glück“ – ein

Sachbuch von Jürgen

Todenhöfer.

Lieblingsfilm?

„Ziemlich beste Freunde“.

Haben Sie ein Vorbild?

Mein sechs Jahre älterer Cousin Sebastian ist mein Vorbild. Zum einen hat er mir das Fußballspielen beigebracht, zum anderen hat er alles im Leben erreicht, was er sich vorgenommen hat, lebt heute als Arzt mit Frau und drei Kindern in Österreich.

Ihr Lebensmotto?

Immer positiv denken! So gehe ich auch selbst in schwierigsten Situationen durchs Leben. SF

Sandra Freundt

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