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Stormarn Der Stillstand auf der Kreisstraße 32 ist vorbei
Lokales Stormarn Der Stillstand auf der Kreisstraße 32 ist vorbei
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18:13 28.04.2016

Nach der Kündigung der Baufirma und dem wochenlangen Stillstand regt sich etwas auf der großen Baustelle der Kreisstraße 32 zwischen Trittau und Grönwohld: Das Wellstahlrohr zwischen dem Obekteich und der Obek wird verlegt. Seit Montag verschrauben Monteure die 123 Teile. Heute, so der Chef des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV) in Lübeck, Jens Sommerburg, „soll der Wellblechtunnel fertig sein“.

Dann beginnen die Erdarbeiten, Mitte Mai soll die Straße passierbar sein. Der nächste Abschnitt der Maßnahme kann dann begonnen werden: Die zweite Brücke, die Brücke über den Mühlbach muss abgerissen werden — um Platz für eine neue zu schaffen.

Nach dem Rausschmiss des Bauunternehmers im März hatte der Landesbetrieb den Obek-Tunnel selbst in Auftrag gegeben, um den Ausbau der Kreisstraße 32 nicht zu gefährden. Nach wie vor, so versichert Sommerburg, soll die Straße im November fertiggestellt sein. Das geht nur, wenn zügig mit einem neuen Bauunternehmer ein Vertrag gemacht wird. „Das Vergabeverfahren läuft, wir rechnen damit, in den kommenden zwei Wochen einen Vertrag aufsetzen zu können“, so Sommerburg. Dann könnte es tatsächlich weitergehen. Die Baustelle, die im Sommer vergangenen Jahres eingerichtet wurde, wäre dann im November Geschichte. Stattdessen können die Autofahrer auf einer ausgebauten Straße und die Radfahrer endlich auf einem Radweg fahren.

Und auch die Fische und Otter haben dann einen neuen Weg, den sie nehmen können. Denn laut EU-Wasserrahmenrichtlinie müssen sie ohne Probleme von der Obek in den Obekteich wechseln können. Mit dem Wellstahlrohr das gerade verbaut wird, soll die Fischdurchlässigkeit geschaffen werden. Eingebaut wird sogar eine sogenannte Otterberme. An der einen Wand des Rohres kann der Otter trockenen Fußes auf einer Art Vorsprung das Rohr passieren. Genug Platz ist vorhanden: Das Rohr ist 24 Meter lang, 4,98 breit und 3,92 hoch.

Die Bachsohle, ein Kiesbett im Inneren, ist etwa 50 Zentimeter hoch. „Es ist ein ökologisch hochsensibler Bereich. Wir mussten die Durchlässigkeit optimieren“, erklärt Sommerburg. Dieser Teil der Maßnahme kostet insgesamt 71000 Euro. Im wahrsten Sinne des Wortes oben drauf kommen noch die Erdarbeiten, also die „Verfüllung“, wie Sommerburg es nennt, mit 67000 Euro. Das verändert nicht die Gesamtkosten für den Ausbau der Straße von knapp 4,2 Millionen Euro, von denen der Kreis Stormarn rund drei Millionen Euro selbst trägt.

Mit dem geschassten Bauunternehmer ist der Landesbetrieb in Kontakt. Der Chef des Lübecker Landesbetriebes setzt auf eine außergerichtliche Lösung.

Von K. Kuhlmann-Schultz

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