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Der Zweite Weltkrieg in Stormarn Atomschutzraum in Bad Oldesloe
Lokales Stormarn Der Zweite Weltkrieg in Stormarn Atomschutzraum in Bad Oldesloe
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18:10 13.09.2014

Im Kalten Krieg wurde der Bunkerbau wieder aktuell. Wolfgang Martens, seit 1978 Hausmeister an der Beruflichen Schule in Bad Oldesloe, zeigt drei massive Betonräume im Untergeschoss der Schule. „Das sind Luftschutzräume“, erklärt er, „die sind 1975 beim Bau der Schule mit eingebaut worden. Die Bundeswehr hat sie noch jahrelang regelmäßig überprüft.“ Denn im Ernstfall sei die Schule als Lazarett gedacht gewesen. In der Ecke befindet sich eine große Filteranlage, „mit Handkurbel, falls der Strom ausfällt.“ Drei Räume gibt es, so Martens, „jeder ist aus dickem Beton gebaut und war für 100 Leute gedacht.“

Mittlerweile nutzt die Schule die Räume als Lager. „Aber sie sind noch voll funktionsfähig“, versichert Martens. Er weiß, dass auch am Bahnhof unter der Rangierstation und unter dem Finanzamt in Bad Oldesloe ähnliche Anlagen waren. Die Nachfrage war zu Zeiten des Kalten Krieges offenbar groß: „Der Fachplaner der Berufsschule hat sich damals als Bunkerbauer selbständig gemacht“, erinnert sich Martens. Auch viele Privatleute legten damals vorsorglich Schutzräume in Gärten und Kellern an. Viele Bunker aus dem Weltkrieg wurden zu Atombunkern „ertüchtigt“, wie es heiß.

LN

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