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Stormarn Der erste Umzugstag bei der Reinfelder Tafel
Lokales Stormarn Der erste Umzugstag bei der Reinfelder Tafel
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19:16 22.01.2016
Mordas (l.) und Yasil aus Syrien helfen Wolfgang Westphal und den anderen Tafelbetreuern beim Einzug in die neuen Räume in der Reinfelder Joachim-Mähl-Straße. Bis in den Nachmittag hinein dauerte die erste Etappe des Umzugs. Quelle: Fotos: Ukk

Der große Umzug der Reinfelder Tafel hat begonnen. Aus dem Keller unter dem evangelischen Kindergarten am Neuhof geht es in die Joachim-Mähl-Straße;

dorthin, wo früher ein Fahrradgeschäft war.

Wolfgang Westphal vom Vorstand des Tafelvereins und drei weitere Helfer sowie vier junge Flüchtlinge schleppten gestern die ersten Kisten in die neuen Räume. Es handelte sich um länger haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel. „Alles Dinge, die wir am kommenden Donnerstag bei der Ausgabe nicht unbedingt brauchen“, sagte Westphal. Das meiste stammt aus der Aktion „Eins mehr ist nicht schwer“.

Der Umzug muss logistisch gut durchdacht sein, weil er während des laufenden Betriebes erfolgt. Die erste Ausgabe in den neuen Räumen, hoffen die Helfer, könnte Anfang Februar sein. Überschneidungen mit letzten Malerarbeiten lassen sich nicht vermeiden. Kirchenhelfer Ingo Stolp war gestern noch am Werkeln, als die grünen Kisten angeliefert wurden. Zu tun gibt es auch noch in der Teeküche, die künftig als Besprechungsraum für das freiwillige Personal dienen soll. Immerhin aber ist die Sichtblende im Schaufenster des ehemaligen Ladens mit den Symbolen der Kirche, unter deren Dach die Tafel agiert, schon angebracht.

Nach 17 Jahren im Keller am Neuhof wurde es jetzt mit der rapiden Zunahme an bedürftigen Kunden höchste Zeit für einen Umzug. Damals hatten die Reinfelder auf eine Anfrage der Stormarner Tafel in Bad Oldesloe mit der Gründung eines eigenen Vereins reagiert. Die Oldesloer hatten festgestellt, das viele Bürger aus der Karpfenstadt und den Gemeinden des Amtes Nordstormarn regelmäßig in die Kreisstadt zu den Ausgabe-Terminen kamen. Ihnen wollte man entgegenkommen.

Helfer der ersten Stunde waren Lutz Dammin und ein paar Freunde. Sie suchten damals noch drei, vier Freiwillige — erstmal. Komplett aufgestellt sollten es für ein reibungsloses Funktionieren etwa 20 Helfer werden. Das war aber nur in den Anfangsjahren ausreichend. Heute zählen die Reinfelder Helfer mehr als 40 Leute. Und deren Einsatz reicht meist weit über die damals geschätzte Arbeitszeit von sechs Stunden in der Woche hinaus. Die strengen Vorgaben für den Umgang mit den von Supermärkten abgegeben Lebensmitteln macht ihnen heute die Arbeit nicht leichter. „Wir müssen genau aufpassen, alles richtig zu machen“, sagte unlängst der heutige Vorsitzende Gerald Witzmann. Das gilt auch jetzt für den etappenweisen Umzug. „Wir können die Leute doch nicht hungern lassen.“

„Wir räumen erstmal die Dinge ein, die wir bei der nächsten Ausgabe nicht unbedingt brauchen.“
Wolfgang Westphal, 2. Tafel-Vorsitzender

Uwe Krog

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