Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Deutlich weniger Einbrüche in Stormarn
Lokales Stormarn Deutlich weniger Einbrüche in Stormarn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:42 16.08.2016
Anzeige
Ratzeburg/Bad Oldesloe

Es ist nur eine Tendenz, aber es ist eine gute Nachricht in unruhiger Zeit: Die Einbruchskriminalität in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn ist in den Monaten Januar bis Juli 2016 um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück gegangen. Das wurde bei einem Gespräch in der Polizeidirektion Ratzeburg deutlich. Anlass war die Frage, wie sich Bürger vor Einbrüchen schützen können.

Absolute Zahlen hatten Ralf Lorenzen, stellvertretender Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Bad Oldesloe, sowie Thomas Holst, Leiter der Kriminalpolizei Reinbek, nicht. „Wir können diese Zahlen nicht nennen, weil die Bearbeitung der Fälle noch nicht abgeschlossen ist und sich die Eingangslage noch ändert“, sagte Holst, aber soviel dann doch: Die Zahl der Einbrüche ging im Lauenburgischen um zehn Prozent, in Stormarn um 33 Prozent zurück. Die Polizeistatistik wird stets zu Jahresbeginn veröffentlicht. Danach hat es im Kreis Herzogtum Lauenburg im vergangenen Jahr 607 Einbrüche gegeben, in 2014 waren es 458, in 2013 463. Sehr viel umtriebiger waren die Einbrecher im Kreis Stormarn: 2015 gab es 1281 Wohnungseinbrüche, 2014 waren es 873, 2013 waren es 1018. „Der Kreis Stormarn ist stärker betroffen,weil hier viele wohlhabende Leute wohnen“, sagte Holst. In Ahrensburg gab es im vergangenen Jahr 312 Einbrüche, in Reinbek 139. Dagegen in Schwarzenbek, ebenfalls Hamburger Rand, 38, in Geesthacht 80.

Eine spezielle Ermittlungsgruppe mit neun Leuten sei im Aufbau, um Einbrechern noch gezielter begegnen zu können, so Lorenzen. Wichtig sei, seine Wohnung bestmöglich zu sichern und bei einem erfolgten Einbruch die Ruhe zu bewahren. „Den Tatort so belassen, nichts anfassen und die Polizei rufen“, rät Thomas Holst. Wichtig sei auch, sein Eigentum so zu schützen, dass es für Diebe schwer werde. Schmuck und Bargeld sollten in einem Tresor aufbewahrt werden, „der nicht so einfach mitzunehmen ist“, oder es sollte ein Bankschließfach für Wertgegenstände gewählt werden. Vor allem: Fenster und Türen sichern (siehe links). „Die Täter haben meist wenig Zeit. Wenn es ihnen schwer gemacht wird, die Schlösser zu knacken, lassen sie oft von ihrem Vorhaben ab“, so Lorenzen. Rollläden sollten erst nach Einbruch der Dunkelheit herunter gelassen, Lampen durch Zeitschaltuhren gesteuert werden. „Da nichts so sehr auf eine Abwesenheit hin deutet, wie ein überquellender Briefkasten, bitten Sie im Urlaub Nachbarn oder Bekannte darum, diesen regelmäßig zu leeren“, rät Holst. Auch auf Flughäfen lauerten Einbrecher und schauten auf Kofferanhänger nach Adressen.

Eine andere Nachricht, die den Bürger beruhigen wird, konnten die beiden Ersten Polizeihauptkommissare ebenfalls weitergeben: Es könne nicht bestätigt werden, dass zunehmend Flüchtlinge an Einbrüchen beteiligt seien. Auch hierfür gibt es statistische Zahlen: In 2015 waren 21 Prozent der Beteiligten Nicht-Deutsche, in 2014 waren es 18 Prozent.

Silke Geercken

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schon seit Anfang der 1990er Jahre engagierte sich die Landwirtschaftskammer Schleswig- Holstein in einem Projekt, um dem Verbraucher die Landwirtschaft näher zu bringen.

16.08.2016

Nachwuchsbands können sich bis zum 1. September beim Verein „Klngstdt“ bewerben.

16.08.2016

Engpass auf dem Konrad-Adenauer-Ring in Bad Oldesloe fordert Geduld.

16.08.2016
Anzeige