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Die Besucher können in ein Abenteuerland eintauchen

Ahrensburg Die Besucher können in ein Abenteuerland eintauchen

Robert Block richtet in Ahrensburg einen Märchen-Dungeon ein.

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Ramon Loizou (l.) eröffnet ein Restaurant, Robert Block bietet Fantasy-Abenteuer im Märchen-Dungeon.

Quelle: Fotos: Bettina Albrod

Ahrensburg. Eine Erbse ist entführt worden: Sie bittet die Besucher um Hilfe, damit sie nicht im Eintopf landet, und dann taucht schon der gestiefelte Kater auf und nimmt alle durch einen Wandschrank mit auf eine Abenteuerreise durch den Märchen-Dungeon. So sieht bald ein neues Angebot in Ahrensburg aus, das sich Robert Block ausgedacht hat.

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Selbst gebaute Puppen können reden und spielen mit.

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Der Glinder mit Vorgeschichte als Kabelträger, Kameramann, Maskenbildner, Special-Effects- Macher, Regisseur und Dozent an der Hamburger Stage School hat den ersten interaktiven Dinosaurier für einen Dinopark entwickelt, mit Detlev Buck zusammen gearbeitet und jetzt in der Hagener Allee auf 250 Quadratmetern einen Erlebnisraum gebaut, der an den Hamburger Dungeon angelehnt ist. Große Puppen, echte Schauspieler und virtuelle Effekte sollen gemeinsam für Spannung sorgen.

„Ich stelle bekannte Märchenfiguren mit neuen Geschichten vor", erläutert Block, „dabei können die Besucher aktiv mitmachen. Es gibt vier Welten, zu denen man wie in einem Computerspiel den Zugang finden muss, ehe man weiterkommt.“ Denn Block will erlebte statt konsumierte Fantasy bieten: Eine Stunde lang begleiten Schauspieler, die auch pädagogisch geschult sind, die Besucher durch das Märchenreich.

„Märchen sind alte Fantasy“, sagt Block, und so spielen auch Hexen, Froschkönig und ein Prinz mit. Spannend wird es, aber keiner braucht deshalb den Kopf zu verlieren außer einem Piraten, der das bereits getan hat: Schwarz und glubschäugig lauert er in einer Kiste auf den großen Auftritt. „Die Puppen für den Dungeon baue ich selbst, sie können sprechen und sind teils Marionetten, teils Handpuppen.“

Gruseleffekte ohne Splatter verspricht Block, der sich mit seiner Firma auf interaktive Unterhaltungskonzepte spezialisiert hat. Raumstation „Star-Trap“ hieß seine erste interaktive Raumstation in Hamburg, und in Ahrensburg sieht er für die Märchenwelt ein Happy End. „Die Stadt liegt zwischen Hamburg und Lübeck, der Dungeon ist nur zehn Minuten vom Bahnhof entfernt, und ich bin sicher, dass es hier lebendig werden wird.“ Das bestätigt Christiane Link von der Wirtschaftsförderung Ahrensburg. „Wir haben schon Anfragen bekommen, wann es losgeht.“ Sie begrüßt auch, dass der Großhansdorfer Gastronom Ramon Loizou sich mit Gastronomie und Cocktailbar beteiligt.

Sieben Jahre stand die Passage leer, jetzt hofft Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach auf eine Magnetwirkung. „Wir denken, dass das die Hagener Allee beleben wird“, sagt er. „Wir finden das Konzept eine tolle Idee.“ Block will auch eine Beach-Bar im Stil von „Fluch der Karibik“, einen bayerischen Biergarten und im Sommer ein mobiles Drachen-Labyrinth bauen. Angst vor Konkurrenz hat er nicht, im Gegenteil: „Je mehr Angebote es in der Straße gibt, desto besser“, meint Block. „Das bringt Leute hierher.“

Die retten zwar im Dungeon die Erbse, müssen deshalb aber auf Eintopf nicht verzichten. Der Trip in die Märchenwelt endet im angeschlossenen Restaurant von Blocks Geschäftspartner Loizou. Buchbar wird das Ganze per Internet, aber ein bisschen muss man sich noch gedulden. „Wir eröffnen das Restaurant im August, aber den Dungeon erst nach den Sommerferien.“

Aktive Einbindung
Robert Blocks Konzept sieht vor, dass Besucher in Erlebniswelten eintauchen und aktiv dabei sind. Ziel ist es, sie in die Geschehnisse der Show einzubinden. Deshalb gibt es weder Trennwände noch Gitter, keine passive Unterhaltung vor einer Leinwand, sondern jeder Besucher ist bei allen Attraktionen aktiv unterwegs. Block war jahrelang als Hersteller von Spezial-Effekten, Dekorationen, Figuren und Puppen für Werbung und Film tätig. 2004 erschien sein Trash-Film „Sukkubus — Die Nacht der Dämonen“.

Bettina Albrod

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