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Stormarn Die Bühnenzwerge spüren Lampenfieber
Lokales Stormarn Die Bühnenzwerge spüren Lampenfieber
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20:15 07.09.2013
Streik bei Schneewittchens Zwergen: (v. l.) Giblon Matte Mathilda Harms, Schneewitchen Kyra Schilling und die Zwerge Lina Hamm, Lana Schwarz, Anna Kreutzberger, Lara Buchmann, Josephine Ringhand und Maxime Gooß. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Langsam aber sicher macht sich bei den Oldesloer Bühnenzwergen Aufregung breit, denn die Termine für die drei Vorstellungen ihres neuen Stückes „Giblon im Märchenland“

rückt immer näher. Noch in diesem Monat wollen die 13 Nachwuchs-Schauspieler die Schieflage der Märchenwelt wieder gerade rücken.

Der kleine Kobold „Giblon“ hat es faustdick hinter den Ohren. Er stänkert, lästert und stürzt die gesamte Märchenwelt in ein Chaos. Den Bremer Stadtmusikanten redet er ein, viel zu alt für den Job zu sein, so dass diese sich gekränkt zurückziehen. Die Fleißige aus dem Team von Frau Holle beschimpft er als Streberin. Sie zieht ihre Konsequenzen daraus, legt sich in den Garten und faulenzt in der Sonne. Auch Aschenputtel macht eine Wandlung fernab der Vorgaben aus den Märchenbüchern durch. Statt traurig und unscheinbar ist sie bei den Bühnenzwergen hübsch und selbstbewusst.

Auch Schneewittchen und die sieben Zwerge bekommen den Spott des Kobolds ab, für den die Zwerge nichts anderes als „Workaholics“ sind, die alles könnten — nur keinen Spaß haben. Das lassen sich die Zwerge nicht zweimal sagen. Sie fangen an zu tanzen und wollen nur noch eins — Spaß haben. Die Sache hat nur einen Haken: Wenn die Zwerge nicht arbeiten, bleibt auch die böse Stiefmutter zu Hause, die im Märchen schließlich eine wichtige Rolle gespielt und Schneewittchen vergiftet hat. Auf die Stiefmutter hätte man vielleicht ja sogar verzichten können, aber ohne Stiefmutter auch kein Prinz.

Das geht natürlich gar nicht, denn sobald die Märchenversammlung von dem Chaos hört, den Kobold Giblon angerichtet hat, steht sie auf der Matte und verlangt die Rückkehr zu den alten Werten, wie sie seit Jahrhunderten in den Märchenbüchern gestanden haben. Sie machen Druck auf Giblon und drohen: Wenn nicht alles wieder zurückgedreht wird, verschwinden die Märchenfiguren aus den berühmtesten Märchen.

Ob es dazu kommt oder ob die Märchenwelt wieder ins Lot gesetzt werden kann, können große und kleine Märchenkenner am Besten selbst erleben. Seit 1. April proben die Bühnenzwerge in der Kindertagesstätte „Stoppelhopser“ für die drei großen Tage, an denen sie das neuste Stück „Giblon im Märchenland“ dem Publikum präsentieren wollen. Geschrieben, inszeniert und mit modernen Liedern untermalt hat das Theaterstück die Leiterin der Bühnenzwerge, Nadine Hamm.

„Das ist alles Eigenarbeit“, erzählt sie. Je näher die Premiere heranrückt, desto aufgeregter wird sie und steht dabei den Nachwuchsschauspielern in nichts nach. Aber, Nadine Hamm ist auch stolz auf ihre große Kinderschar, denen sie seit 2010 das Einmaleins des Theaters beibringt.

Ihre erste eigene Rolle bei den Bühnenzwergen war nicht hinter der Bühne, sondern darauf, und sie war glitschig. 2010 spielte sie den Froschkönig in dem gleichnamigen Weihnachtsmärchen. Aber auch mit den Erwachsenen steht Nadine Hamm auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sie spielt nämlich die Lucia Amory in dem Theaterstück „Hercule Poirot und der schwarze Kaffee“.

Kartenverkauf läuft
Die Vorstellungen der Bühnenzwerge sind am 14., 15. und 21. September geplant, der Vorhang hebt sich jeweils um jeweils 15 Uhr. Spielort ist die Kindertagesstätte „Stoppelhopser“ im Rümpeler Weg. Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse und im Vorverkauf bei Bernd Moll, Telefon 045 31/843 30 oder unter karten@oldesloerbuehne.de. Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder drei dabei.

Petra Dreu

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