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Stormarn Die „Generation Erfahrung“ hat einen hohen Stellenwert
Lokales Stormarn Die „Generation Erfahrung“ hat einen hohen Stellenwert
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18:22 09.04.2016

Positiv blickt IHK-Präses Friederike C. Kühn in die Zukunft. Für die Unternehmerin gilt, dass auch in 2030 die hohe Nachfrage nach Fachkräften den Markt bestimmen wird. Aber „wir gehen davon aus, dass das Angebot aufgrund der Nähe zu den Hansestädten Hamburg und Lübeck sowie zu Mecklenburg-Vorpommern zufriedenstellend sein wird“, erklärt sie.

Gleichzeitig setzt sie auf die Fehmarn-Belt-Querung. „Bis 2030 wird die feste Querung fertiggestellt sein, so dass die Region zusätzlich auf Fachkräfte aus Dänemark zurückgreifen kann.“ Grundsätzlich müssten die Unternehmen sich stärker auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter einstellen. „Flexible Arbeitszeiten oder Führung in Teilzeit sind genauso wichtig wie Zusatzangebote vom Betriebskindergarten und Homeoffice bis hin zum Betrieblichen Gesundheitsmanagent.“ Um Bestehen zu können, sollten sich die Arbeitgeber modern und attraktiv aufstellen. Gute Chancen, Führung zu übernehmen, sieht Kühn dabei für Frauen. „Die werden mit dem Ausscheiden der heute 50- bis 65-jährigen Männer aus dem Arbeitsmarkt deutlich ansteigen. Entscheidend ist aber hier, dass die Frauen ihren Willen auf Karriere herausstellen und nicht in der zweiten oder dritten Reihe abwarten.“ Ob dann auch gilt: Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit? „ Ich sage immer, faires Gehalt für gute Arbeit.

Das muss auf einem modernen und dynamischen Arbeitsmarkt für alle gelten. Viele Dinge regelt der Markt in den kommenden 15 Jahren selbst, zumal die Nachfrage nach Fachkräften deutlich steigen wird.“

In einem Kreis, der „in den Städten eine solide industrielle Basis hat“, so Kühn. „Diese wird auf jeden Fall ein bedeutender Faktor und Arbeitgeber sein. Auch die Ernährungs- und die Gesundheitswirtschaft sowie die Logistik werden weiter wachsen. Aufgrund seiner Lage an der Achse Hamburg-Lübeck-Kopenhagen und mit dem Autobahnkreuz Bargteheide, über das auch Berlin und Kiel angeschlossen sind, wird der Kreis zudem als Naherholungsgebiet mit einer attraktiven Gastronomie beliebt sein“, prophezeit sie.

Die innovationsfähige Dienstleistungsbranche und der Großhandel werden bedeutend bleiben. „Das betrifft auch den Handel, der durch Internet-Angebote besonders im ländlichen Raum Marktanteile gewinnen dürfte.“ Durch die Digitalisierung werde sich die Arbeit verändern. Die Frage sei, wo gearbeitet werde, im Homeoffice oder mobilen Büro.

„Die zeitliche und mitunter kostenintensive Komponente Arbeitsweg fällt dann vielfach weg“, so Kühn. Was sicherlich vielen entgegenkommt, erst recht älteren Kollegen. Und diese „Generation Erfahrung“

hätte mit ihrem großen Know-how einen besonderen Stellenwert. „Kein Unternehmen kann es sich mehr leisten, auf diese Kenntnisse zu verzichten.“

Von kks

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