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Stormarn Die Kandidaten schärften ihr Profil
Lokales Stormarn Die Kandidaten schärften ihr Profil
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22:16 12.05.2016
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Bad Oldesloe

Die Innenstadt attraktiver gestalten, als neuer Verwaltungschef oberster Dienstleister für die Bürger zu sein, mehr Engagement und Fantasie einbringen sowie Ansprechpartner für alle Bürger zu sein – die vier Bewerber um das Bürgermeisteramt in Bad Oldesloe nutzten die offizielle Vorstellung durch die Stadt, um sich von der besten Seite zu präsentieren.

Jörg Feldmann (CDU) will in „erster Linie ein Verwaltungsleiter mit politischem Anstrich“ sein. Der 58-Jährige möchte die Chance nutzen, um als Motor eine Entwicklung voran zu bringen, bei der die Verwaltung Innovationen für die Politiker unterbreiten könne. „Die Verwaltung mit ihren 220 Mitarbeitern muss von einem Profi geleitet werden“, sagte Jörg Feldmann, der dabei auf seine bisherigen Erfahrungen als Polizeibeamter im höheren Dienst hinwies. Er sei außerdem zehn Jahr als Abgeordneter im Stormarner Kreistag tätig gewesen: „Ich kenne damit beide Seiten der Aufgaben.“ Für ihn sei seine Parteizugehörigkeit außerdem von Vorteil, weil er ein Netzwerk im Hintergrund habe – auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

Jörg Feldmann hatte zuvor ebenso wie Jörg Lembke betont, die Steigerung der Attraktivität der Oldesloer Innenstadt sei eines der Hauptthemen im laufenden Wahlkampf. Für Jörg Lembke (parteilos) müsse ein Verwaltungschef parteilich ungebunden sein, weil „Neutralität das oberste Gebot ist“. Die Verwaltung müsse als Dienstleister für die Bürger tätig sein. Der 49-jährige Kriminalbeamte könnte sich gut vorstellen, das umstrittene Thema Parkgebühren zu entschärfen, wenn Autofahrern eine Stunde kostenloses Parken gestattet werde. Außerdem fehle in Bad Oldesloe Wohnraum. Deshalb müssten neue Baugebiete ausgewiesen werden – auch für Singles, Familien, sozialschwache Bürger und Gutbetuchte. „Wir müssen eine breite Mischung anbieten“, sagte Jörg Lembke. Er wies außerdem auf sein ehrenamtliches Engagement hin, unter anderem als ehrenamtlicher Bürgermeister oder als Vorsitzender des Kreisfußballverbandes.

Für Maria Herrmann (SPD) ist „die Stadt zu gestalten eine besondere Herausforderung“. Die 57-jährige Musikpädagogin und Quartiersmanagerin für das Projekt Q 8 am Schanzenbarg war nach eigenen Worten über Bürgerinitiativen in die Politik gekommen, um selbst an der Lösung von Problemen beteiligt zu sein. „Für das Bürgermeisteramt in Bad Oldesloe sind mehr Fantasie und Engagement notwendig“, sagte Maria Herrmann. Sie sei dank ihrer Tätigkeit für das Nachbarschaftszentrum Schanzenbarg sehr gut vernetzt. Die Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung wies darauf hin, dass sie zur sozialdemokratischen Grundordnung stehe, ohne dabei aber von ihrer Partei gesteuert zu werden.

Sebastian Schulz (parteilos) erklärte, weil er parteipolitisch ungebunden sei, könne er frei und ungezwungen seine Meinung äußern. Der 41-jährige Polizeibeamte wies in seiner knappen Vorstellung darauf hin, dass ein Bürgermeister vielfältige Aufgabenbereich habe: „Ich selbst will dabei Ansprechpartner für alle Bürger sein.“

Und einige Bürger, die gestern Abend die Diskussion in der mit mehr als 400 Besuchern überfüllten Festhalle verfolgen wollten, blieben draußen. „Wir müssen leider aus Sicherheitsgründen die Türen schließen“, betonte der amtierende Bürgermeister Tassilo von Bary. In zehn bis 14 Tagen solle es wegen des großen Interesses deshalb eine weitere Veranstaltung mit den vier Bewerbern geben. Auch RSH-Moderator Carsten Kock, der die Gesprächsleitung hatte, versprach, dann wieder nach Bad Oldesloe zu kommen.

Weiterer Bericht in der morgigen Ausgabe.

Michael Thormählen

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