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Stormarn „Die Mauer“ als Musical für die Theodor-Mommsen-Schule
Lokales Stormarn „Die Mauer“ als Musical für die Theodor-Mommsen-Schule
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19:16 16.04.2018
Schrieb die Story für das TMS-Musical „Die Mauer“: Dariusch Tabatabaei (21). FOTO/REPRO: SUSANNA FOFANA
Bad Oldesloe

„Aktuell habe ich sehr viel Spaß am Schreiben“, sagt Dariusch, der seit dem Abitur vor zwei Jahren am Oldesloer Gymnasium Filmregie an der Hamburger Medienakademie studiert. Nun überlegt er gerade, ob er statt Regisseur vielleicht doch lieber Drehbuchautor werden möchte. Sein Bruder Darian hat sich als Sänger, Pianist und Komponist schon weit über die Kreise Stormarn und Segeberg hinaus (er wohnt in Sülfeld) einen Namen gemacht. Wegen seines Talentes ist der Schüler der Theodor-Mommsen-Schule bereits Stipendiat der Begabtenförderung am Hamburger Konservatorium.

Das neue eigene Musical der Brüder ist eine Rassismus-Metapher. Die zwei Alien-Spezies „Ergojems“ und „Albreops“ leben in ihrem Dorf auf einem fernen Planeten friedlich zusammen und unterscheiden sich nur durch ihr Äußeres voneinander. Als der böse Meister Jodur eine Mauer mitten durchs Dorf baut, braucht es viel Mut, Loyalität und Eigeninitiative dreier Freunde, um die zu Fall zu bringen.

„Ich habe es vergangenes Jahr im April geschrieben“, sagt Dariusch. In den Osterferien 2017 komponierte sein Bruder die zwölf Chor- und Sololieder. Den Chormitgliedern gibt Dariusch darin auch eine kommentierende Rolle. „Die Idee kam mir, als ich ,Antigone’ von Sokrates gelesen habe.“ Bei einer Chorfahrt konnte er sich schon einmal anschauen, wie die mehr als 100 am Musical beteiligten Schüler und Lehrer seine Story umgesetzt haben.

„Ich bin zufrieden“, erklärt er. „Sie haben viel Herzblut ’reingesteckt.“Es sei ihm wichtig, dass andere eine ähnliche Leidenschaft für das Projekt entwickeln wie er und sein Bruder. Denn dieses Mal mussten die Geschwister lernen, die Geschichte abzugeben, ohne selbst als Regisseur, Schauspieler oder Musiker dabei zu sein.

Dariusch hat bereits zwei weitere eigene Textbücher für Schulmusicals geschrieben, die sich um eine Powerfrau und eine Zeitreise ranken. Daneben arbeitet er aktuell mit Kommilitonen am Abschlussfilm für sein Studium. „Jetzt wird gedreht“, erzählt Dariusch. Auch die Gruppenarbeit mache ihm Spaß. Zudem filmte der 21-Jährige mit anderen einen Streifen für einen Wettbewerb.

99 Sekunden

Während die Schulmusicals der TMS etwa eine Stunde lang sind, zeigten die Brüder plus Uni-Team in dem 99-Sekunden-Streifen „Sad Man“, dass sie auch kurz können. Dazu trug Darian die Musik bei, Dariusch übernahm die Hauptrolle. Darian muss gerade etwas kürzer treten, da er mitten im Abitur steckt. Anschließend möchte er natürlich Musik studieren mit Gesang im Hauptfach und Klavier im Nebenfach.

Dariuschs Lieblingsfilm ist „Der Herr der Ringe“. Er zeige, was man alles mit diesem Medium machen könne. Und da ihn Produktionen wie diese so sehr inspirieren, schaut er sich stets einen Teil davon an, bevor er selbst dreht. Die Hobbit-Adaption „Fernab der Heimat“war dann auch seine erste Geschichte für die TMS. Dazu hatten ihn Kunst- und Musiklehrer animiert, die wussten, das er Hobbit-Fan ist. Denn die Brüder Tabatabaei siegten mit ihrem Team bei einem Videowettbewerb des Kreisjugendringes mit einem Filmbeitrag über die „Hobbit“-Premiere in Berlin.

„Ich gehe sehr oft ins Kino“, verrät Dariusch. „Ich habe eine Jahreskarte.“ Der musikalische Bruder zählt Elton John und Queen zu seinen Vorbildern. Aktuell ist er zudem ein großer Jazzfan. In ihren Talenten ergänzen die Brüder einander ganz ohne Rivalität. Der eine schreibt Geschichten, der andere macht Musik. Dariusch: „Wir können gemeinsam etwas schaffen. Das ist schön.“

Der Link zu „Sad Man“: www.youtube.com/watch?v=tgT-xQ_WTNY

Aufführungen seit 20 Jahren

TMS-Musiklehrer Burkhard Malmen führt seit 1998 regelmäßig Musicals mit dem Unterstufenchor auf. Das erste komplett von Schülerinnen und Schülern selbst geschriebene Stück war „Miniman“.

Der Vorverkauf für hat bereits an der Schule begonnen. Die Karten kosten vier Euro, ermäßigt zwei. Die Aufführungen sind am 26. und 27 April sowie am 2. und 3. Mai. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass um 18.30 Uhr.

Susanna Fofana

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