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Stormarn Die Oldesloer trotzen der Kälte
Lokales Stormarn Die Oldesloer trotzen der Kälte
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20:24 04.01.2016
Isabel und Hakan Gökduman mit dem Onkel aus Amerika, Vijay Kapur (Mitte), wärmen sich am Glühweinstand auf dem Oldesloer Marktplatz auf. Quelle: Fotos: Susanna Fofana

Nicht so viele Besucher wie sonst bei diesen Events waren beim ersten verkaufsoffenen Sonntag zum Jahresbeginn in der City unterwegs. Während es in der Fußgängerzone eher leerer war, gab es in den Läden Gedränge und in den Cafés gab es zeitweise keine freien Plätze mehr. Sogar die Eisdiele hatte erstmals nach der Winterpause wieder geöffnet.

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Erik (8) aus Bad Oldesloe hat die richtige Wurftechnik raus.

„Eigentlich gehen wir immer mal her. Die Kälte hat uns nicht abgeschreckt“, sagte Isabel Gökduman aus Bad Oldesloe. Erst hatten sie und ihr Mann Hakan überlegt, ob sie mit ihrem Besuch aus Amerika nicht nach Hamburg fahren sollten. Doch dann entschieden sie sich für Bad Oldesloe und wärmten sich zusammen mit ihrem Gast Vijay Kapur am Glühweinstand auf. Bei sportlichen Minusgraden — „da lohnt es sich auch mal Glühwein zu trinken“, fand Hakan Gökduman.

Das Shoppen hatten sie dabei ebenso wenig im Sinn wie eine andere Oldesloer Familie, die mit Hund „Ruka“ und den Kindern Erik (8) und Finn (10) unterwegs war. „Wir sind nicht zum Shoppen hier“, sagten sie. Sie bauten den Bummel durch die Stadt in ihren Spaziergang ein und die Kinder nutzten die angebotenen Spiele.

„Es ist einfach zu kalt“, fand Birgit Kuhlke, die trotzdem am Stand der Oldesloer Bühne auf der Hude ausharrte. Deshalb werde „unser sonst so beliebtes Kinderschminken leider nicht so angenommen, wie sonst“, ergänzte Nadine Hamm. Und so schminkten sich der Bühnennachwuchs, Kim Splett (14), Berenike Jurawitz (9), Nele Buchmann (14) und Lina Hamm (9) in der freien Zeit schon mal gegenseitig oder verteilten die Flyer für das neue Stück „Der kleine Tag“ an die Passanten.

Nebenan drängten sich Kinder und Erwachsende um die wärmenden Flammen des Feuerkorbes. Mareike und Necat Yavuklu sorgten dafür, dass alle genügend vom Kuchenwerk vorbereiteten Teig für die Stockbrote abbekamen. Ein Glück, das der Pavillon in der Nähe, der sich bei einer Windbö selbstständig machte, nicht in den Flammen landete. Während draußen eher frieren oder aufwärmen am Feuer oder Glühweinstand angesagt war, zog es dieses Mal viele Gäste ins Warme der Läden oder in die gastronomischen Betriebe in der City. Dort wurde es teilweise richtig voll, während die Anzahl der Besucher in der Fußgängerzone sehr überschaubar blieb. .

Über ein volles Haus freuten sich die zwölf Künstler der neuen Oldesloer Galerie „BOart“, die schon vor der offiziellen Eröffnung Ende Januar einen Einblick in ihren neuen Kunst-Raum am Mühlenrad gewährten. Informatiker Micael Jöhnk (56) präsentiert auf vier Schwarzweißbildern Menschen im Rahmen — im Fenster oder Stasi-Verhörraum eines Museums. Der Oldesloer fotografiert „eigentlich schon ewig.“ Maria Witt (60) aus Ammersbek ist Künstlerin und Kunstdozentin für Aquarelle und Aquarell-Mischtechnik. Von ihr stammen die Bilder „Wilde Weiber“ und „Mohn“ in der Galerie.

Der nächste verkaufsoffene Sonntag ist für 10. April geplant.

Ideales Wetter für Winterkleidung
„Für manche Geschäfte war es gut,“ lautet das Fazit von Rohde-Geschäftsführer Marco Schmidt, der in der Oldesloer Interessengemeinschaft Handel aktiv ist. So sei die Textilbranche der Gewinner gewesen, war Winterware in den Geschäften gefragt.
Schmidt: „Schade war es für die Geschäfte, die ihre Stände draußen hatten.“ Denn dort hätten sich nicht so viele Besucher aufgehalten. Ob es eine Wiederholung des Wintertermins für den verkaufsoffenen Sonntag geben wird, stehe noch nicht fest: „Die Stadt war nicht so belebt wie im Frühjahr.“
„Für uns hier ist es sehr gut gelaufen“, stellt Eva-Marie Bruszies vom B&K Baby-Paradies fest. Um 12 Uhr standen die ersten Kunden bereits vor der Tür, bis 17 Uhr war reger Betrieb. Bruszies: „Es waren ideale Temperaturen, um Winterkleidung zu kaufen. Schneeanzüge, Mützen, Schals.“ Deutliche Reduzierungen gaben im Baby-Paradies weitere Kauf-Anreize. Und so kamen nicht nur Kunden aus Bad Oldesloe und Umgebung, sondern auch aus Bad Segeberg, Ahrensburg, Bargteheide und Hamburg. Bruszies: „Wir haben immer gute Umsätze an den verkaufsoffenen Sonntagen.“ Bei anderen Läden war deutlich weniger los.sus

Susanna Fofana

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