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Stormarn „Die Stadt hat sehr gewonnen“
Lokales Stormarn „Die Stadt hat sehr gewonnen“
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18:13 22.10.2016
Der Alltag im Büro der Geschäftsstelle: Um in die Kreisverwaltung zu kommen, braucht Peter Koll nur über die Straße zu gehen.
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Bad Oldesloe

„Ich bin ein Fast-Oldesloer“, sagt der 48-Jährige, der mit seiner Familie in Grabau lebt – vor den Toren der Kreisstadt im Amt Bad Oldesloe-Land. Und seine Kinder sind auch in Bad Oldesloe zur Schule gegangen.

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Peter Koll auf einer Brücke, die über die Trave führt. Hier ist der Verbands-Geschäftsführer gern zu Fuß unterwegs.

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Bad Oldesloe

Doch neben dem privaten Umfeld ist dem Geschäftsführer des Kreisbauernverband die berufliche Herausforderung wichtig. Und dafür kann es eigentlich keinen besseren Standort gebe. Peter Koll blickt von seinem Büro an der Oldesloe Mommsenstraße auf ein Gebäude der Kreisverwaltung: „Meine vorrangige Aufgabe ist es, die Interessen der Landwirtschaft auf Kreisebene zu vertreten.“

Und dafür sei ein direkter Draht zur Kreisverwaltung besonders wichtig, weil es zahlreiche Berührungspunkte gebe. „Auch wenn es manches Mal zu Reibereien kommt, die Zusammenarbeit ist gut. Das war schon unter dem bisherigen Landrat Klaus Plöger der Fall.“ Und die ersten Gespräche mit seinem Nachfolger Henning Görtz ließen erkennen, dass es auf diesem Weg weitergehen könnte: „Als Bauernsohn kennt sich der neue Landrat in der Thematik gut aus.“

Und der Verband mit seien 1100 Mitgliedern in Stormarn, von den denen 600 als Landwirte aktiv sind, hat etliche Themen auf dem Zettel. Die öffentliche Wahrnehmung dieses Berufsstandes, so Peter Koll, sei leider nicht immer die beste: „Wenn ein Landwirt Gülle fahren muss und dabei für Geruch und eine Straßenverschmutzung sorgt, dann heißt es oft – da seien ja immer die Bauern schuld.“ Es handele sich jedoch meistens um einen Einzelfall.

Trotz des laufenden Strukturwandels geht Peter Koll davon aus, dass Bad Oldesloe weiterhin Sitz des Kreisbauernverbandes bleiben werde – der feiert im übrigen 2017 sein 70-jähriges Bestehen und setzt ebenfalls auf Kontinuität. Peter Koll, der 2001 sein Büro an der Mommsenstraße bezog, ist nämlich erst der dritte Geschäftsführer: „Wer weiß – vielleicht schaffe ich ja auch insgesamt 30 Jahre in meiner Tätigkeit.“

Der Rahmen dazu, so der Geschäftsführer, sei optimal – wenn die Stadt in den vergangenen Jahren auch mit dem Verlust des Amtsgerichtes und des Katasteramtes zwei wichtige öffentliche Institutionen eingebüßt habe: „Es hat sich aber einiges entwickelt. Bad Oldesloe hat sehr gewonnen. Es ist immer noch eine Kleinstadt mit Charme, aber nicht mehr so provinziell wie vor 15 Jahren.“

Dies werde auch angesichts der steigenden Einwohnerzahl deutlich. Peter Koll dazu: „Es gibt zwar im Stadtgebiet nur rund 20 Landwirte im Haupt- und Nebengewerbe. Aber jedem Landwirt blutet doch das Herz, wenn gutes Ackerland zu Bauland wird.“ Verschwunden seien im Stadtbild einige Zeichen, die auf Landwirtschaft hinwiesen, so beispielsweise die alte Mühle an der Trave.

Einmal im Jahr jedoch steht die Stadt ganz im Zeichen der Branche: während des Kreisbauerntages in der Stormarnhalle. „Da kommen stets rund 400 Gäste. Und ich gehe davon aus, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird“, blickt der Geschäftsführer voraus.

. . . Ort der Entspannung

Nach stundenlanger Schreibtischarbeit im Büro schätzt Peter Koll während seiner Mittagspause einen Spaziergang entlang der Trave.

„Die umfangreiche Beratung zu unterschiedlichen Themen nimmt doch sehr viel Zeit in Anspruch“, so der 48-Jährige. Es gehe um Steuerangelegenheiten, Erbschaftsfragen oder auch um Baurecht. Dabei müssten den Verbandsmitgliedern oft komplizierte Fragen beantwortet werden.

Als Ausgleich ist der Geschäftsführer gern an der Trave Richtung Bürgerpark unterwegs. Zwischendurch legt Koll eine Pause in einem Lokal ein: „Da gibt es doch einige sehr schöne in der Stadt, die zu jedem Anlass etwas zu bieten haben und bei denen man auch draußen sitzen kann.“ Auf seinen Teller kommt dann meistens ein Steak.

Michael Thormählen

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