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Stormarn Die WAS setzt ihre Erfolgsgeschichte fort
Lokales Stormarn Die WAS setzt ihre Erfolgsgeschichte fort
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22:01 12.01.2017
2016 war ein gutes Jahr: WAS-Geschäftsführer Detlev Hinselmann (l.) und Landrat Henning Görtz ziehen Bilanz. Quelle: Foto: M. Thormählen
Bad Oldesloe

Damit seien kreisweit bis zu 600 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden: „Stormarn gehört zu den 1-A-Standorten in der Metropolregion Hamburg.“

Die Nähe zur Freien und Hansestadt ist nach Ansicht des WAS-Geschäftsführers der entscheidende Faktor für den Boom in Stormarn. Im Randgebiet zu Hamburg gebe es weiterhin die größte Nachfrage nach freien Gewerbeflächen. Die WAS setze vorrangig auf die Erweiterung von im Kreis bereits ansässigen Betrieben. An den 2016 abgeschlossenen Verträgen seien überwiegend Firmen beteiligt, die bereits einen Standort in Stormarn hätten, erläuterte Detlev Hinselmann gestern bei der Vorstellung des Jahresbilanz in Bad Oldesloe. Immerhin seien auch zehn Unternehmen dabei, die neu akquiriert wurden.

Die Bandbreite ist groß. „Wir sind interessant für Handwerksbetriebe, Dienstleister und auch für das produzierende Gewerbe“, sagte der Geschäftsführer. Dabei spielten nicht etwa spektakuläre Ansiedlungen von Großbetrieben eine Rolle, sondern vielmehr die von mittelständischen Unternehmen. Und diese Betriebe passten in die Region, weil sie auch „vor Ort ihre Steuern“ bezahlten. „Wir haben im Durchschnitt eine Anfrage pro Woche. Und nach dem dritten Gespräch steht meistens fest, ob sich ein Projekt realisieren lässt“, so Detlev Hinselmann.

Auch in diesem Jahr ist die Erweiterung von Gewerbeflächen im südlichen Stormarn ein Schwerpunkt. Unter anderem sollen weitere Areale in Barsbüttel und Stapelfeld zur Verfügung gestellt werden. Dabei geht es auch um das mit Hamburg geplante gemeinsame Gewerbegebiet. „Die Zusammenarbeit mit Hamburg ist nicht ganz einfach. Die Stadt ist riesengroß und rückte natürlich eigene Interessen in den Mittelpunkt“, stellte Detlev Hinselmann fest.

„Die WAS bleibt in der Erfolgsspur“, betonte Landrat Henning Görtz (CDU). Er ist auch Vorsitzender des Aufsichtsrates. Allerdings seien angesichts der weiterhin großen Nachfrage Gewerbeflächen „nicht beliebig vermehrbar“. Es komme darauf an, die Interessen von Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft ordnen zu können. „Damit werden die Herausforderungen nicht geringer“, sagte der Landrat.

Detlev Hinselmann geht davon aus, dass der Boom in Zukunft nicht allein auf den Süden Stormarns begrenzt sein wird – er könne sich auch weiter in Richtung Bargteheide, Bad Oldesloe und Reinfeld ausdehnen. „Da wird eine Welle kommen, vor allem, wenn die feste Beltquerung gebaut wird“, meinte der Geschäftsführer. „Die Vermarktung in Reinfeld läuft doch schon besser“, unterstrich auch der Landrat. Allerdings würden vermutlich nicht alle Gemeinden gleichermaßen von einer Gewerbeansiedlung profitieren.

Henning Görtz attestierte einen reibungslosen Wechsel im Amt des Geschäftsführers, das Detlev Hinselmann vor gut einem Jahr übernommen hatte. „Es macht mir Spaß“, sagte Detlev Hinselmann. Und am 23. März haben alle Grund zur Freude: Dann wird der 60. Geburtstag der WAS gefeiert. mt

LN

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