Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Dona Scheck schließt Projekt auf Sri Lanka ab
Lokales Stormarn Dona Scheck schließt Projekt auf Sri Lanka ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 14.01.2016
Dona Scheck mit einem Brotverkäufer in Martara: Die Spenden, die im St.-Adolf-Stift für das Tsunami-Gebiet gesammelt wurden, ermöglichten auch den Kauf einer gebrauchten mobilen Bäckerei, um die Menschen zu versorgen. Quelle: hfr

Mit Material und Dienstleistungen von rund 50000 Euro wurde den Tsunami-Opfern auf Sri Lanka geholfen. Elf Jahre nach der Flutkatastrophe sind die letzten Spenden, die Dona Scheck im Krankenhaus Reinbek sammelte, ausgegeben. Bis auf zwei Patenschaften für Schulkinder ist das Projekt nun abgeschlossen.

Als am 26. Dezember 2004 ein großer Tsunami im Indischen Ozean auch auf Sri Lanka verheerende Zerstörung angerichtet hatte, war für Dona Scheck klar: „Ich muss in meiner Heimat helfen. Mir geht es hier so gut, da möchte ich mit meinen Landsleuten teilen.“ Aus diesem ersten Impuls wurden insgesamt elf Jahre, in denen sich die damalige Stationsleiterin des St.-Adolf-Stiftes in Reinbek für den Wiederaufbau im Katastrophengebiet engagierte.

Das Geld dafür sammelte sie vor allem an ihrem Arbeitsplatz. Auch Schulen, der Rotarier Club Hamburg-Bergedorf und Einzelpersonen engagierten sich beim Sri-Lanka-Projekt. Allein im Krankenhaus Reinbek sammelte Dona Scheck Jahren fast 50000 Euro.

Seit 2005 flog Dona Scheck jedes Jahr in ihrem Urlaub für vier Wochen nach Martara — einem Ort 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Colombo — und unterstützte die Menschen mit praktischer Hilfe: Sie finanzierte vor allem Baumaterialien und Handwerksleistungen, Schulgelder, aber auch ein Fischerboot, eine mobile Bäckerei und ein dreirädriges Taxi, um den Menschen ein festes Arbeitseinkommen zu ermöglichen.

Am Anfang floss viel Geld aus Reinbek in die Herrichtung von Schulen, damit die Kinder wieder zum Unterricht gehen konnten. „Und weil viele ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, haben wir sie mit Baumaterialien unterstützt, damit sie wieder ein Dach über dem Kopf hatten“, so Dona Scheck. Bei der Auswahl der Projekte wurde sie von ihrer Familie in Martara unterstützt, die sich im Ort umhörte, wo noch ganz konkrete Hilfe gebraucht wurde. Und alle waren sich einig, dass es auch um Hilfe zur Selbsthilfe ging. Dona Scheck: „Ein Fischer hatte alles durch den Tsunami verloren, auch sein Boot, wie sollte er seine Familie ernähren? Also kauften wir ihm ein kleines Holzboot mit Außenmotor und schafften ihm so ein geregeltes Einkommen. Zum Dank nannte er es St.-Adolf-Stift.“

Bis auf zwei Patenschaften für Schulkinder ist das Projekt nun abgeschlossen: Alle Spenden sind ausgegeben und mit vielen Quittungen in mehreren vollen Ordnern im Krankenhaus Reinbek dokumentiert.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Inken Kautter will Schwellenängste abbauen und die Bevölkerung stärker in die Kulturarbeit einbeziehen.

14.01.2016

Sie wollten an sein Geld und quälten einen jungen Mann aus Trittau an der A9 zu Tode. War es Raub mit Todesfolge oder gar Mord? Vier Jahre nach dem grausamen Tod eines Trittauers, der in München lebte, muss der Prozess neu aufgerollt werden. 

14.01.2016

Glatteis hat am Donnerstagmorgen auf der Landesstraß3 296 in Mollhagen zu einem Verkehrsunfall geführt, bei dem eine 22-jährige Autofahrerin aus der Gemeinde Steinburg verletzt worden ist.

14.01.2016
Anzeige